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09.05.2018 | Garten, Bauen & Wohnen | geschrieben von Dieter Soth¹ | Pressemitteilung löschen

Alle Generationen bauen jetzt barrierefrei

Es hat lange gedauert, bis barrierefreies Bauen in der öffentlichen Wahrnehmung vorbehaltlos angekommen ist. Dazu beigetragen hat sicherlich die Altersentwicklung der Bevölkerung und damit der Wunsch der meisten Menschen, bis ins hohe Alter im gewohnten Wohn- und Lebensumfeld verbleiben zu können.

Es gilt aber, dafür die wichtigsten Voraussetzungen zu schaffen und das Umfeld gleichermaßen wohnlich, sicher und komfortabel zu gestalten. Niemand möchte schließlich gerne in seinem eigenen Privatsanatorium wohnen oder Einschränkungen hinnehmen - im Gegenteil.

Auch die Industrie hat mit der Entwicklung von zahllosen Produkten einen erheblichen Beitrag dazu geleistet. Für barrierefreies Bauen gibt es kaum noch technische Hindernisse. Die schwellenfreien Flächen ohne Stufen und Stolperfallen sind deshalb ebenso selbstverständlich möglich wie die bodengleiche Dusche oder die bequeme Komfortwanne mit Seiteneinstieg. Zu den begehrten Annehmlichkeiten zählen natürlich sichere Treppen und breite Türen. Und sogar mit Smart Home gönnen sich inzwischen alle Generationen den Luxus der teilweisen Automation im Haus.

Auch junge Bauwillige planen erfreulicherweise inzwischen bereits fürs Alter. Verständlich, denn ein gut geplantes barrierefreies Haus verursacht nur unwesentlich höhere Baukosten. Spätere Anpassungsmaßnahmen wären hingegen -wenn überhaupt möglich- oft nur mit erheblichem Aufwand umzusetzen und wesentlich kostenintensiver.

Barrierefreies Bauen wird natürlich auch finanziell gefördert. Das schafft zusätzliche Anreize. Es gibt neben den bekannten KfW-Mitteln inzwischen verschiedene Förderprogramme zu speziellen barrierefreien Maßnahmen. Die notwendigen Voraussetzungen dafür sind unterschiedlich. Allerdings haben alle Förderprogramme eines gemeinsam: Förderanträge müssen immer vor entsprechenden Maßnahmen gestellt werden.

Ein wichtiger Punkt wird von vielen Bauwilligen leider immer noch nicht in ihrer Bedeutung erkannt: Eine fachkompetente, nach Möglichkeit gewerkübergreifende Beratung. Sie sollte entweder durch einen für barrierefreies Bauen spezialisierten Architekten erfolgen oder aber durch Betriebe, die das Zertifikat als Fachbetrieb für barrierefreies Bauen erworben haben. Das Institut für Barrierefreiheit (ifb) bietet Betrieben entsprechende Seminare mit Zertifikat an (info@institut-fuer-barrierefreiheit.de). Damit werden Anforderungen an die Fachkompetenz der ausführenden Betriebe erfüllt, die immer häufiger als Entscheidungskriterium bei der Vergabe von öffentlichen Mitteln eine Rolle spielen.

Die erfreuliche Entwicklung beim Thema barrierefreies Bauen hat natürlich dazu geführt, dass immer mehr geeignete Produkte angeboten werden und ausführende Handwerksbetriebe auf den lukrativen Zug eines boomenden Marktes aufspringen möchten. Umso wichtiger ist eine umfassende Informationsbeschaffung über alle erdenklichen Möglichkeiten und über Betriebe, die über eine angemessene Qualifizierung verfügen. Die Internetplattform von L.o.B. ( http://www.lebenohnebarrieren.de ) bietet beispielsweise dazu das gesamte Informationsspektrum zu allen relevanten Themen an. Und auch L.o.B.-Fachpartner sind als zertifizierte Betriebe bundesweit bereit, einen kostenfreien "Barrierefrei-Check" durchzuführen oder bei der Planung mit wichtigen Tipps behilflich zu sein.

Eine wichtige Frage darf letztendlich nicht unbeantwortet bleiben, weil sie immer wieder von Bauwilligen zu hören ist: "Wo bekomme ich denn sowas?". Es gibt in der Tat inzwischen eine unüberschaubare Fülle an Produkten mit sehr unterschiedlichem Nutzwert. Aber: "Nicht überall, wo barrierefrei draufsteht, ist auch barrierefrei drin". Deshalb gibt es in Kürze einen Internet-Shop ( http://www.barrierefrei-produkte.shop ) speziell für barrierefrei geeignete Produkte für's ganze Haus. Damit wird eine wichtige Lücke beim Thema barrierefreies Bauen geschlossen. Bauwillige, aber auch geeignete Anbieter können schon jetzt bei L.o.B. Informationen einholen.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.lebenohnebarrieren.de
Leben ohne Barrieren
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