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08.01.2018 | Handel & Dienstleistungen | geschrieben von Ulrike Braungardt¹ | Pressemitteilung löschen

VHS, Videotheken und runde Scheiben - es war einmal

Hannover, 8.1.2018: Immer wenn der technische Fortschritt an die Haustür klopft, droht etlichen Konsumgeräten dasselbe Schicksal: Ihre Dienste sind nicht mehr gefragt, sie werden schleunigst aussortiert. Eine einst heißbegehrte Technik ist dann schnell mal an ihrem Ende angelangt. Im Jahr 2001 wurden beispielsweise noch rund 2,68 Millionen Videorekorder in Deutschland verkauft. Bereits 15 Jahre später wurde in Japan der letzte VHS-Rekorder produziert.

Auch der Spezialversicherer Wertgarantie aus Hannover hat diese Entwicklung beobachtet. Seit 2013 ging hier der Bestand im Bereich Video-Geräte um 41 Prozent zurück. Blickt man auf die gesamte Marktsituation, wird klar: Von rückläufigen Zahlen ist nicht nur der Bereich VHS betroffen - auch das Segment DVD und Blu-ray hat schon erfolgreichere Jahre gesehen. Seit 2009 geht es auf dem deutschen DVD-Kaufmarkt nur noch bergab. Im Jahr 2016 ging laut dem "Consumer Electronics Market Index" auch der Verkauf von DVD-Playern/Recordern deutschlandweit um über 32 Prozent zurück. Bei Blu-ray-Playern und -Recordern war es ein Minus von rund 14 Prozent.

Die Sehgewohnheiten haben sich verändert. Wurde früher noch eine Kassette, eine DVD oder Blu-ray-Disc eingelegt, wird heutzutage vermehrt per Klick ein Stream gestartet. Das zurückgehende Interesse an den "alten" Medien hat weitreichende Folgen, das lässt sich an der Entwicklung der Videotheken erkennen. Ihre Blütezeit ist lange vorbei.

In Hannover beispielsweise gibt es heute nur noch zwei inhabergeführte Videotheken. Eine davon gehört Evgenia Ladwig: Den Niedergang des Metiers kann die 37-Jährige seit Jahren aus der ersten Reihe beobachten. Die Zahl der potenziellen Leihkunden sinkt mit jedem Tag an dem Maxdome, Amazon, iTunes und andere Streaminganbieter über die Bildschirme in immer mehr Haushalten flimmern. Schon während der Schulzeit in den Neunzigerjahren hat die heute 37-Jährige in einer Videothek gejobbt. Es waren Boomzeiten der Branche: Bundesweit wurden damals mehr als 9.000 Videotheken gezählt, Menschen standen Schlange, um neu erschienene Filme auszuleihen.

2016 waren nur noch knapp 900 Läden in ganz Deutschland übrig. Die Umsätze sanken kontinuierlich: Laut Zahlen des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien wurde im Jahr 2000 auf dem Videoverleihmarkt allein mit VHS noch ein Umsatz von 328 Millionen Euro gemacht. 2016 betrug der Gesamtumsatz auf dem Videoverleihmarkt inklusive DVD und Blu-ray insgesamt nur noch 222 Millionen Euro - ein Minus von 35 Prozent in 16 Jahren.

Zuwächse gibt es allgemein nur bei den digitalen Formaten. Das spiegelt sich laut Bundesverband Audiovisuelle Medien auch auf dem Videokaufmarkt wider. Dennoch: Trotz der steigenden digitalen Umsätze, fast 90 Prozent der Umsätze entfallen auf dem Kaufmarkt immer noch auf die physischen Bildtonträger. Denn, wer Filme nicht einfach nur konsumieren will, sondern sie auch besitzen möchte, kauft weiterhin DVD oder Blu-ray. Diese Medien werden trotz Umsatzrückgängen in absehbarer Zeit entsprechend nicht vollständig aus dem Alltag verschwinden - im Gegensatz zur guten alten VHS-Kassette.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
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