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11.06.2018 | Maschinenbau | geschrieben von Frau Michaela Schöber¹ | Pressemitteilung löschen

Kleine Schritte erleichtern Integration von Maschinenpark und MES

Höchste Effizienz, fortlaufend optimierte Kosten und dauerhafte Wettbewerbsvorteile: Konzepte wie IIoT oder Smart Factory versprechen der Fertigungsindustrie ungeahnte Fortschritte, die aber nur über eine möglichst umfassende Integration von Maschinenpark und digitalisierten Geschäftsprozessen erreicht werden können. Eine besondere Herausforderung bilden dabei unterschiedlichste Standards der Datenübertragung, deren Anpassung oft nur mit externer Unterstützung realisiert werden kann.



Als Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Effizienz und Qualität sind Manufacturing Execution Systems (MES) in der Fertigungsindustrie mittlerweile fest etabliert. MES-Lösungen bilden aber auch eine wichtige Ausgangsbasis zur Realisierung von IIoT- und Smart-Factory-Konzepten, was jüngst auch während der Hannover Messe 2018 anhand zahlreicher Praxisbeispiele dokumentiert wurde.



Hinter den gewachsenen Strukturen vorhandener Fertigungsanlagen verbergen sich in der Regel jedoch unterschiedliche Maschinen- und SPS-Lieferanten sowie vielfältige Übertragungsstandards und Feldbusse, die nicht ohne weiteres miteinander vernetzt werden können. Planung und Vorbereitung der Maschinenanbindung an ein MES können sich schnell zu einem zeit- und kostenaufwändigen Projekt entwickeln, was viele Anwender von der zügigen Realisierung solcher Vorhaben abhält. Die grundsätzlich notwendige Aufgabe wird dadurch allerdings nur aufgeschoben und keineswegs erleichtert.



Einzelschritte statt geballter Ressourceneinsatz

Statt umfangreiche Ressourcen für die Maschinenanbindung zur Datengewinnung einzusetzen, bieten sich als Alternative oft kleinere Einzelschritte an, die Aunex als erfahrener Partner in der Realisierung von Automatisierungslösungen begleitet. Konkretes Beispiel aus der Praxis: Eine anzubindende Maschine ist mit einer Siemens S7-315 SPS ausgestattet, besitzt jedoch keine Ethernet-Schnittstelle. Stückzahlen und Betriebszustände werden auf dem Bedienpanel visualisiert, das über die MPI-Schnittstelle mit der SPS verbunden ist. Die Ankopplung der Maschine erfolgt über die PROFIBUS DP-Schnittstelle und einen NETLink® PRO Compact der Firma Helmholz. Dadurch wird ein Netzwerkzugang geschaffen, um die Maschine mit dem IT-Netzwerk und vorerst Punkt zu Punkt mit einem PC zu verbinden. Mit einer geeigneten Software lassen sich nun die Daten über das RFC 1006-Protokoll aus der Steuerung auslesen und vorerst in einer Excel Datei speichern. Welche Daten benötigt werden, muss der MES-Hersteller zusammen mit dem Anlagenbetreiber im Einzelfall festlegen.



Maschinenanbindung auch ohne SPS möglich

Nach diesem Muster kann Maschine um Maschine mit geeigneten Gateways und Lösungen angebunden werden. Die erfassten Daten werden über die Excel-Datei kontrolliert, welche später als Basis zur Anbindung des MES (beispielsweise über OPC UA oder eine Datenbank) dient. Falls bei älteren oder sehr einfachen Maschinen eine SPS oder andere Komponenten zum Auslesen der Daten fehlen, können die benötigten Informationen mit Hilfe kleiner Steuerungen und geeigneter IO-Klemmen auch selbst generiert werden.

Aunex unterstützt die Maschinenanbindung an MES-Lösungen von der ersten Planung bis hin zur Inbetriebnahme, inklusive der Ausrichtung vorhandener Infrastrukturen auf künftige Anforderungen wie cloudbasierte Anwendungen oder IIoT-Projekte unterschiedlichster Art.


Diese Pressemitteilung wurde über Connektar publiziert.

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