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28.09.2012 | Maschinenbau | geschrieben von Oliver Schillings¹ | Pressemitteilung löschen

Stahl als Frühindikator für die deutsche Konjunktur

Täglich ist es in den Nachrichten zu hören: Die aktuelle Lage der Unternehmen in Deutschland ist noch (!) gut, aber die Erwartungen für die Zukunft sind rückläufig. Eine deutliche Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung wird erwartet. Der ifo Geschäftsklimaindex für den Monat August 2012 weist zum wiederholten Male sinkende Werte aus. Während die aktuelle Geschäftslage nur leicht nachgegeben hat, zeigen sich die Unternehmen verstärkt pessimistisch bezüglich ihrer künftigen Geschäftsentwicklung.

Diese Eintrübung zeigt sich jedoch in den verschiedenen Sektoren unserer Volkswirtschaft sehr unterschiedlich. Der ifo Geschäftsklimaindex unterscheidet verarbeitendes Gewerbe, Einzelhandel, Großhandel und Bauhauptgewerbe, die im Einzelnen recht unterschiedliche Einschätzungen über ihre gegenwärtige und künftige Geschäftsentwicklung äußern.

Die Stahlbranche kommt explizit im ifo Geschäftsklimaindex nicht vor. Dennoch muss man die Frage stellen: Wie sehen die Trends für den Stahlhandel aus?
Da Stahl als Rohstoff in sehr vielen Industriesektoren verwendet wird, gilt die Stahlnachfrage als wichtiger Frühindikator der gesamten konjunkturellen Entwicklung. Als klassisches Investitionsgut ist die Stahlnachfrage der tatsächlichen konjunkturellen Entwicklung zeitlich vorgeschaltet: Noch bevor es tatsächlich nach unten geht, werden Investitionen zurückgefahren und die Stahlnachfrage sinkt. Jedoch wird noch in tatsächlich schlechten Zeiten die Stahlnachfrage wieder steigen, wenn nur die Erwartungen an die Zukunft wieder etwas besser werden. Damit wird klar, dass der Stahlhandel von konjunkturell ungünstigen Entwicklungen extrem stark betroffen ist, auf der anderen Seite aber auch in kommenden guten Zeiten die Fähigkeit zur schnellen Erholung besitzt.

Was bedeutet dieser Umstand für einen Unternehmer in der Stahlbranche? Insbesondere: Was heißt dies für den konkreten Unternehmenswert?
Zunächst einmal bedeutet dies, dass der Unternehmenswert Angriffen ausgesetzt ist, die unvermeidlich sind: Die typischerweise in Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung bestehende hohe Volatilität der Unternehmensergebnisse führt zu hohen Marktrisikoprämien, damit zu hohen Abzinsungssätzen und somit zu niedrigeren Unternehmenswerten als bei Unternehmen, die auf konjunkturelle Schwankungen weniger stark reagieren. Die guten Chancen im konjunkturellen Tief kompensieren die hohen Risiken in guten Zeiten nicht.

Um hier stabilisierend auf den Unternehmenswert einzuwirken, bedarf es sorgfältiger Überlegung und einer angepassten strategischen Ausrichtung. Konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit der eigenen Geschäftszahlen von konjunkturellen Entwicklungen können z. B. sein:
- Anpassung des Angebotsportfolios (Aufnahme von Produkten, die eine kleinere Konjunkturabhängigkeit haben oder die in zeitlicher Abfolge einem anderen Rhythmus folgt, sodass Nachfrageschwankungen ausgeglichen werden)
- Termingeschäfte beim Ein- und Verkauf (Sicherung der Beschaffung, Reduzierung der Einkaufspreise, Verstetigung des Absatzes)
- Flexibilisierung von Kostenstrukturen (Anpassungsfähigkeit auf Kostenseite bei sinkenden, aber auch bei steigenden Umsätzen)
- Erhöhung der Kundenbindung durch Schaffung von USP's.

So können Stahlhandel-Unternehmen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten den eigenen Wert im Blick halten.


Autor
Helmut Brendt ist Vorstandsmitglied der Valuation and Management Advisory Group (VMAG (http://www.vmag.de)), die sich auf die Unternehmensbewertung im Mittelstand spezialisiert hat.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
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Pressekontakt
http://www.aopr.de
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Am Mühlenberg 47 51465 Bergisch Gladbach

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