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11.04.2019 | Medien & Kommunikation | geschrieben von Herr Werner Jakob Weiher¹ | Pressemitteilung löschen

Energiefresser Kryptowährungen - Mehr Energie als Dänemark für Bitcoin und Co.

Es war einmal ein Scheich, dem war es in der Wüste zu heiß. Da kaufte er sich sich eine riesige Solaranlage und betrieb damit Unmengen von Klimaanlagen, um die Wüste zu kühlen.



Sie halten diese Geschichte für verrückt? Ist sie auch! Sie halten ein solches Verhalten für irre? Nun, leider gibt es Menschen und Konzerne, die sich genauso verhalten. Beim Sender NT-V lief jüngst eine Dokumentation mit dem Titel "Digitale Goldgräber - Der geheime Bitcoin Bunker" ( https://www.n-tv.de/thema/bitcoin ) und man muss sie sich schon mehrfach ansehen, um zu verstehen, was da gezeigt wird.



Ein junger Mann kauft sich in einem Cafe ein Getränk. Stolz zückt er sein Handy und bezahlt in Bitcoinwährung. Später sieht man den gleichen jungen Mann in einer ehemaligen Bergwerksmine im Norden Norwegens. Zahlreiche große Seefracht-Container sind in der Mine aufgestellt. In deren Innern rauschen und laufen unzählige Rechner und Computer, die laut dem jungen Mann "Bitcoins schürfen". Das nennt er "Mining". Stolz erklärt er, dass ihm zahlreiche Investoren das ganze Geld für sein Projekt gegeben haben. Den enormen Energiebedarf und das Kühlwasser für seine Minikraftwerke bekommt der junge Mann aus einem Wasserkraftwerk, dass unweit der Mine liegt. "Die Energie ist ja sowieso da." grinst er.



Bitcoin und Co werden seit Jahren als die zukünftige Zahlungsform angepriesen. Aber ein Zahlungsmittel muss einfach verständlich sein, sonst wird es nicht angenommen. Eine Geldmünze, ein Geldschein ist einfach. Den hält man in der Hand und es steht drauf, was er wert ist. Eine Kryptowährung ist eine Rechenformel ( gerne wird der Bitcoin als Münze gezeigt, er ist aber keine Münze ), eine Kolonne von Zeichen und Zahlen, deren Entstehung kaum jemand versteht. Diese Rechenformel liegt auf irgend einem Rechner. Sie soll sicher sein. Es wurden aber mehrfach große Mengen an Bitcoins gehackt und den Besitzern gestohlen. Sie soll wertbeständig sein. In der Spitze des Bitcoinbooms stand der Kurs fast auf USD 20.000.-, heute steht er um USD 3.500.- mit Milliarden Verlusten für ahnungslose Anleger.



Soweit ist das alles ja eine nette Spielerei, wie es in der Finanzbranche mittlerweile zahllose gibt, und sicher gibt es unter den Insidern einige, die damit reich geworden sind, aber wirft man den Blick auf den Energiebedarf dieser Spielerei, kann einem schlecht werden.



Bei Kryptowährungen wird jede Buchung aufwendig verschlüsselt und in einer fernen Datenbank als kryptische Zahlen- und Zeichenformel ( Blockchain ) abgelegt. Die hierfür benötigte Energiemenge wird mit jeder einzelnen Buchung, egal wie klein der Betrag auch ist, immer höher.



Allein für das Errechnen von Bitcoin Kryptogleichungen wird bislang mehr Energie verbraucht, wie ein Land wie Dänemark insgesamt an Strom verbraucht und Millionen von Tonnen CO2 Emissionen verursacht. Man geht davon aus, dass alleine für den Bitcoin bis Ende 2018 ein halbes Prozent des gesamten Weltstromverbrauchs nötig sein wird. Somit ist das Errechnen dieser Luftbuchungen energieaufwendiger, als der gesamte Gewinnungsprozess von Platin oder Gold.



So kann es vorkommen, dass alleine eine Buchung über das Bitcoin System, zum Beispiel das Bezahlen eines Getränks in einem Cafe energietechnisch den Zahlungsbetrag selbst um ein vielfaches übersteigt. Der verrückte Scheich lässt grüßen.



Mehr zum Thema können Sie auf dem YouTube Blog "Gute Nachrichten, Technik und Sparfüchse-Kanal" sehen. Das Video zum Thema finden Sie HIER





Diese Pressemitteilung wurde über Connektar publiziert.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
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