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11.04.2018 | Medizin, Gesundheit & Wellness | geschrieben von Gerlinde Krammel¹ | Pressemitteilung löschen

Kampagne zum Europäischen Tag der Parodontologie am 12. Mai

Am 12. Mai ist Europäischer Tag der Parodontologie - diesen Anlass nutzt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (http://www.dgparo.de) (DG PARO) erneut, um in der Öffentlichkeit breit über die Volkskrankheit Parodontitis aufzuklären. Unter dem Motto "Wir helfen Ihren Zähnen, Haltung zu bewahren" zielt die Kampagne auf frühzeitige Diagnostik, Selbsttestmöglichkeiten für Patienten und das systematische Screening in der Zahnarztpraxis. Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparates, zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Auch in Deutschland sind etwa 11,5 Millionen Menschen von einer schweren Form der Erkrankung betroffen. Bei Parodontitis kommt es zu Knochenabbau, infolgedessen die Zähne ihren Halt verlieren, sich lockern. Unbehandelt kann Parodontitis letztlich zu Zahnverlust führen sowie Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit und das allgemeine Wohlbefinden haben.

Zum Europäischen Tag der Parodontologie am 12. Mai, der 2014 von der European Federation of Periodontology (EFP) ins Leben gerufen wurde, macht die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) in der Öffentlichkeit auf die Volkskrankheit Parodontitis aufmerksam. Mit der europaweiten Aufklärungskampagne soll in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass Parodontitis sehr verbreitet ist, ihr vorgebeugt und sie erfolgreich behandelt werden kann, sie aber zugleich in ihrer schweren Form eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für die Mund-, sondern auch für die Allgemeingesundheit darstellt.

Breite Aufklärungskampagne zum 12. Mai

Auf dem Patientenportal der DG PARO unter http://www.dgparo.de (http://www.dgparo.de) stehen anlässlich des Aktionstages vielfältige Informationen und multimediale Angebote bereit. In verschiedenen Broschüren und Videos erhalten die Patienten wertvolle Tipps, was sie zur Vorbeugung tun können und worauf sie im Einzelnen achten sollten. In eigens produzierten Filmen kommen Parodontitis-Patienten auch selbst zu Wort: Sie erzählen darin sehr eindrücklich, wie sie selbst die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung erlebt haben. Auch mit einer großen Plakataktion in den Zahnarztpraxen der knapp 5.000 DG PARO-Mitglieder sollen die Patienten verstärkt für die Erkrankung sensibilisiert werden. Mehrere Universitätskliniken beteiligen sich außerdem mit besonderen Aktionen am Europäischen Tag der Parodontologie. Unter anderem im Virchow Klinikum der Charite Berlin, dem Universitätsklinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie in der Kopfklinik des Universitätsklinikums Heidelberg können sich Patienten vor Ort informieren, mit Experten ins Gespräch kommen und Produktproben von Zahnpflegeprodukten erhalten.

Volkskrankheit Parodontitis

Parodontitis ist in Deutschland weit verbreitet. Laut der aktuellen Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) sind 51,6 Prozent der 35-44-Jährigen und 64,6 Prozent der 65-74-Jährigen von einer moderaten oder schweren Parodontitis betroffen. Dabei ist Parodontitis gut beherrschbar, vor allem wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird. Das Problem: Insgesamt ist die bevölkerungsweite Aufklärung ungenügend und auch die Selbstwahrnehmung bei den Patienten schlecht ausgebildet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Parodontitis eine "stille Erkrankung" ist, die von den Betroffenen oft erst sehr spät bemerkt wird. Ursache für Parodontitis ist immer die Ansammlung von Bakterien in Form der Zahnbeläge - ohne bakterielle Beläge kann weder eine Zahnfleischentzündung noch eine Parodontitis entstehen. Individuelle Mundhygiene und Rauchen sind die stärksten beeinflussbaren Risikofaktoren für Parodontitis. Raucher erkranken deutlich häufiger an einer Parodontitis als Nichtraucher. Zudem können einige Allgemeinerkrankungen wie etwa Diabetes mellitus Auswirkungen auf die Mundhöhle haben und das Risiko fur die Entstehung von Parodontitis verstarken. Auch unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel gelten als Risikofaktoren. Für Patienten ist es wichtig, Warnsignale und Risiken für eine mögliche Parodontitis zu kennen und bei ersten Anzeichen den Zahnarzt aufzusuchen. Zu diesen Anzeichen gehören Zahnfleischbluten, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, eine Lockerung und Stellungsänderungen der Zähne. Bei einer unbehandelten Parodontitis kommt es zu Knochenabbau, infolgedessen die Zähne ihren Halt verlieren, sich lockern und letztlich ausfallen können.

Unkomplizierter, wissenschaftlich fundierter Selbsttest als App

Mit dem Selbsttest Parodontitis gibt die DG PARO Patienten ein neues Instrument an die Hand, mit dem unkompliziert und verlässlich das eigene Risiko einer Parodontitis bewertet werden kann. Die Antworten zu insgesamt sechs Faktoren wie etwa Alter, Geschlecht oder Zahnfleischbluten werden mit Punkten bewertet. Je höher der Wert, desto höher das Parodontitis-Risiko. Der Selbsttest kann von jedem Erwachsenen ohne großen Aufwand durchgeführt werden - ob per App für das Smartphone (zum Download im iTunes-Store oder bei Google Play) oder anhand eines ausgedruckten Fragebogens in Arztpraxen. Der im Wartezimmer ausgefüllte Fragebogen ist eine gute Basis für das Patientengespräch mit dem Hausarzt, Diabetologen oder Gynäkologen, der bei entsprechendem Ergebnis die Empfehlung aussprechen kann, den Zahnarzt zu konsultieren. Mit der DG PARO-App kann jeder Patient außerdem selbst zu Hause sein Risiko testen und bei entsprechendem Ergebnis seinen Zahnarzt aufsuchen.

Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung kann Folgeschäden mindern

Der Zahnarzt kann mit einer "Früherkennungsuntersuchung des Zahnfleisch" den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates überprüfen. Diese Untersuchung wird als Parodontaler Screening Index (PSI) bezeichnet, sie dauert nur wenige Minuten und ist kaum spürbar. Mithilfe des PSI ist es möglich, bereits frühe Formen der Erkrankung zu erkennen. Ergibt diese Untersuchung einen Verdacht auf eine Parodontitis, so kann durch eine umfassende Untersuchung die endgültige Diagnose abgeklärt und die Behandlung eingeleitet werden. Die Kosten für die Erhebung des PSI übernimmt die gesetzliche Krankenkasse alle zwei Jahre.

Fazit: Parodontitis kann durch frühzeitiges Erkennen und systematische Therapie zum Stillstand gebracht und der Zustand des Zahnhalteapparates dadurch deutlich verbessert werden. Dabei ist immer auch die Mitarbeit des Patienten gefordert. Durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und zahnärztlichem Team ist Parodontitis beherrschbar und die eigenen Zähne können erhalten werden. Dies kann die Lebensqualität spürbar steigern und zudem die Folgekosten für Zahnersatz erheblich reduzieren.

Infobox - Tipps für Patienten

- Auf Veränderungen am Zahnfleisch und versteckte Warnsignale (Zahnfleischbluten, Rötung und Schwellung des Zahnfleisches) achten
- Mithilfe des Selbsttest die persönliche Erkrankungswahrscheinlichkeit ermitteln und entsprechend aktiv werden
- Besondere Sorgfalt auf die tägliche häusliche Mundhygiene verwenden
- Neben Zahnbürste auch Zahnzwischenraumbürstchen bzw. Zahnseide verwenden
- Auch ohne Beschwerden regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen bzw. Nachsorgetermine gewissenhaft wahrnehmen
- Alle zwei Jahre im Rahmen der "Früherkennungsuntersuchung des Zahnfleischs" den PSI erheben lassen, um den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates zu kontrollieren
- Gesundheitsbewusst leben, d.h. auf das Rauchen verzichten, sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, für ausreichend Bewegung sorgen und psychischen Stress vermeiden

Bildquelle: DG PARO

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.dgparo.de
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.
Neufferstraße 1 93055 Regensburg

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