Startseite Impressum / Kontakt Datenschutz (Disclaimer) Haftungsausschluss
Auto & Verkehr Bildung, Karriere & Schulungen Elektro & Elektronik Essen & Trinken Familie, Kinder & Zuhause Freizeit, Buntes & Vermischtes Garten, Bauen & Wohnen Handel & Dienstleistungen Immobilien Internet & Ecommerce IT, NewMedia & Software Kunst & Kultur Logistik & Transport Maschinenbau Medien & Kommunikation Medizin, Gesundheit & Wellness Mode, Trends & Lifestyle PC, Information & Telekommunikation Politik, Recht & Gesellschaft Sport & Events Tourismus & Reisen Umwelt & Energie Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen Vereine & Verbände Werbung, Marketing & Marktforschung Wissenschaft, Forschung & Technik
  Pressemitteilungen heute: 4
  Pressemitteilungen gesamt: 304.702
  Pressemitteilungen gelesen: 39.399.280x
11.05.2018 | Tourismus & Reisen | geschrieben von Herr Marek Romanowicz¹ | Pressemitteilung löschen

Die selbsternannten "Stalker" von Tschernobyl

Die eigenwillige Bezeichnung "Stalker" stammt höchstwahrscheinlich aus der Reihe Survival-Computergames "S.T.A.L.K.E.R.", für die ein Science-Fiction-Roman, der in der verbotenen Zone spielt, die Vorlage gab. Die "Stalker" sind zumeist junge Männer unter 30 Jahren, die sich in eigenen Gruppen organisieren und sich über Social Networks untereinander über ihre Erfahrungen austauschen. Sie fühlen sich von der besonderen Endzeit-Atmosphäre des Gebiets magisch angezogen und gehen dort auf Survival-Touren.



Unerkannt wandern durch die Geisterstadt Pripjat



Viele von ihnen sind mittlerweile sogar regelmäßig in dem 30 Quadratkilometer großen Areal um den Reaktorblock 4 herum, der sogenannten "Zone", unterwegs. Um Polizeikontrollen zu entgehen, führt der Weg dorthin 60 Kilometer durch den Wald - zumeist nachts, bei Temperaturen von bis zu minus 5 Grad, umgeben von Wildschweinen, Bären und Wölfen. Es ist genau dieser Nervenkitzel, der für die Männer den gewissen Reiz ausmacht.

Eine Reise in die Vergangenheit



Vor dem Nuklear-Unglück am 26. April im Jahre 1986, war Pripjat noch ein Ort mit ca. 50.000 Einwohnern, unweit des zerstörten Reaktors. Die Bewohner ließen alle Besitztümer zurück, da sie im Glauben gelassen wurden, nach der Evakuierung wieder nach Hause zurückkehren zu können. So blieb die Zeit im Ort stehen. Auch wenn vieles über die Jahre zerstört oder gestohlen wurde, erzählen die übriggebliebenen Habseligkeiten ihre eigene Geschichte der ehemaligen Bewohner und bieten die perfekte Spielwiese für die jungen "Stalker".



In Pripjat bleiben sie mitunter bis zu einigen Wochen und leben dort in den verlassenen, teils selbst dekorierten Wohnungen. Neben Survival-Safari-Touren zu den zahlreichen verlassenen Stätten in und rund um das Gebiet, werden alte sowjetische Zeitschriften und Bücher gelesen oder Partys mit Blick auf den Sonnenuntergang über Tschernobyl´s Kernkraftwerk organisiert.



Nervenkitzel mit und ohne Dosimeter



Doch müssen sie unentdeckt bleiben, denn "die Zone" wird streng bewacht, um zu verhindern, dass kontaminierte Gegenstände das Gebiet verlassen. Bei ihrem ständigen Versteckspiel tragen die "Stalker" Strahlenmessgeräte bei sich, auch wenn sich nur die wenigsten tatsächlich Sorgen um Strahlung machen. Weitaus gefährlicher ist das Einatmen der kontaminierten Luft und das Trinken von kontaminiertem Wasser, denn die jungen Männer tragen nicht einmal Atemschutzmasken und ignorieren größtenteils die möglichen Folgen der Radioaktivität.



Ohnehin wichtiger ist ihnen der ganz eigene Kick des Survival-Adventures in dieser speziellen Endzeit-Kulisse und das Gefühl dabei, zu den letzten Überlebenden in einer ansonsten fast menschenleeren Welt, in völliger Anarchie, zu gehören.



2011 öffnete die ukrainische Regierung das Gebiet auch für Touristen. Seither sind die Stalker nicht mehr ganz allein. Im Gegensatz zu den Touristen, die ihren Müll oftmals liegenlassen und ihre Namen an die Wände schreiben, bewegen sich die "Stalker", wie sie behaupten, behutsamer. Sie möchten "die Zone" so bewahren, wie sie ist.

Diese Pressemitteilung wurde über Connektar publiziert.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
Urbexplorer.com
Herr Marek Romanowicz
Aroser Allee 90
13407 Berlin
Deutschland

fon ..: 07123942285
web ..: http://urbexplorer.com
email : post@urbexplorer.com

Pressekontakt
Urbexplorer.com
Herr Marek Romanowicz
Aroser Allee 90
13407 Berlin

fon ..: 01723942285
web ..: http://urbexplorer.com

Weitere Meldungen in der Kategorie "Tourismus & Reisen"

| © devAS.de