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12.09.2012 | Tourismus & Reisen | geschrieben von Dr. Sabine Gladkov¹ | Pressemitteilung löschen

"Nicht ohne Pass - nur mit gültigen Papieren ins Ausland" ERGO Verbrauchertipps

Welches Dokument für welches Land?

Innerhalb der EU gibt es kaum noch Grenzkontrollen - da mag sich mancher fragen, wozu er seine Ausweispapiere noch mühsam auf dem aktuellsten Stand halten soll. Aber: Auch beim Urlaub im nahen EU-Ausland ist ein gültiger Personalausweis nach wie vor Pflicht! Und Länder außerhalb der EU verlangen für die Einreise in der Regel einen Reisepass. Seit 2005 stellen die Behörden auch den moderneren, elektronischen Reisepass (ePass) aus. Er ist zehn Jahre gültig, bei Personen unter 24 Jahren nur sechs Jahre. Die Reiseexperten der ERV (Europäische Reiseversicherung) weisen in diesem Zusammenhang auf eine Neuerung hin: "Während Kinder bis vor kurzem im Reisepass der Eltern eingetragen werden konnten, brauchen diese seit dem 26. Juni 2012 ein eigenes Reisedokument." Bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres reicht in der Regel ein Kinderreisepass aus, der sechs Jahre gültig ist. Allerdings erkennen ihn einige Länder, wie zum Beispiel die USA, zur Einreise ohne Visum nicht an. Die Tipps der ERV Experten: "Prüfen Sie rechtzeitig vor Ihrer Reise, zum Beispiel beim Auswärtigen Amt, ob Ihre Reisedokumente den Anforderungen des Ziellandes entsprechen. Andernfalls besteht das Risiko, dass Sie gar nicht erst am Urlaubsort ankommen. Machen Sie zudem Kopien von allen Papieren, die Sie getrennt von den Originalen mitführen sollten. Im Falle eines Verlustes erleichtert dies die Beantragung der neuen Dokumente."

Quelle: ERV (Europäische Reiseversicherung)


Keinen Pass - und trotzdem fliegen?

Die Panik könnte kaum größer sein: Erst am Flughafen merkt mancher Urlauber, dass der Personalausweis abgelaufen oder der Pass nur noch wenige Wochen gültig ist. Oder die Papiere sind zuhause liegen geblieben, und die Zeit reicht nicht mehr aus, um diese zu holen. Im Prinzip bedeutet das ein vorzeitiges Ende der Reise, denn ohne gültige Dokumente ist eine Einreise ins Urlaubsland nicht möglich. "Zum Glück gibt es für diese Ausnahmefälle aber Hilfe bei der Bundespolizei", wissen die Experten der ERV (Europäische Reiseversicherung). Innerhalb weniger Minuten kann dort ein Reiseausweis als Passersatz ausgestellt werden. Dieses Ersatzpapier macht eine Ausreise aus Deutschland und eine anschließende Wiedereinreise möglich. Alle Mitgliedsstaaten der EU erkennen das Dokument ohne Einschränkungen an. Allerdings gilt der Reiseausweis nur für die Dauer der jeweiligen Reise und für maximal einen Monat. Wer ihn beantragt, muss seine Identität eindeutig nachweisen können, zum Beispiel durch den abgelaufenen Pass. Die Ausstellung eines Reiseausweises als Passersatz kostet acht Euro und kann sogar online beantragt werden. Wer in ein Land reist, für das ein Reisepass nötig ist, kann allerdings nicht sicher sein, dass dieses Land das Dokument auch akzeptiert. "Die Staaten sind dazu nicht verpflichtet", wenden die Reiseexperten der ERV ein. Häufig gibt es daher keinen anderen Weg, als einen vorläufigen grünen Reisepass über ein Passamt ausstellen zu lassen. Einige Flughäfen arbeiten dazu mit umliegenden Passämtern zusammen. Für den Antrag benötigt der Reisende ein Lichtbild und die Gebühr von 26 Euro. Der Vorgang dauert mindestens zwei Stunden, zuzüglich der Wegstrecke zum Passamt und zurück - Zeit, die in einem solchen Fall oft nicht vorhanden ist. Deshalb empfehlen die ERV Experten: "Verlassen Sie sich besser nicht auf die Notfall-Pässe - und prüfen Sie Ihre Papiere rechtzeitig einige Tage vor der Abreise."

Quelle: ERV (Europäische Reiseversicherung)


Was tun bei Diebstahl der Papiere im Ausland?

Je intensiver die Urlaubseindrücke, desto eher lässt die Wachsamkeit nach - Touristen sind für Diebe geradezu ideale Opfer. Dabei ist der Verlust der Brieftasche für bestohlene Urlauber nicht nur im Hinblick auf Bargeld und Kreditkarten eine echte Katastrophe: "Ohne gültige Dokumente keine Heimreise", betonen die Experten der ERV (Europäische Reiseversicherung). "Deshalb müssen Sie sich umgehend an die nächstgelegene Polizeistation wenden und Anzeige erstatten, wenn Sie feststellen, dass Ihre Dokumente gestohlen wurden." Der Weg zur Polizei ist schon deshalb unumgänglich, weil eine Kopie der Anzeige bei der Beantragung des Ersatzpasses gebraucht wird. Damit Reisende nach Deutschland zurückkehren können, stellen Botschaften oder Generalkonsulate im Urlaubsland einen Reiseausweis als Passersatz aus. Am schnellsten und einfachsten geht das, wenn die Geschädigten Kopien der abhanden gekommenen Papiere vorlegen können. Falls die Ausreisebehörden des Urlaubslandes den Einreisestempel im Pass als Nachweis einer legalen Einreise verlangen, müssen sich die Bestohlenen zudem oft erst ein Ausreisevisum des fremden Landes beschaffen. Das kann die Ausreise weiter verzögern. Übrigens: Ersatzdokumente für gestohlene Kfz-Papiere sowie Führerschein und Personalausweis können nur die Behörden in Deutschland ausstellen.

Quelle: ERV (Europäische Reiseversicherung)


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