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03.09.2013 | Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen | geschrieben von Alexander Reinhard¹ | Pressemitteilung löschen

Leitzinssenkungen kommen beim Mittelstand nicht an

Die erneute Leitzinssenkung der EZB führt nicht zu entsprechenden Zinssenkungen für den Mittelstand. Die Banken nutzen die Differenz um ihre eigenen Margen zu verbessern.

Der Mittelstand profitiert nicht von der Zins-Politik der EZB. Trotz der erneuten Leitzinssenkung im Mai 2013 verhalten sich die Banken zurückhaltend mit weiteren Zinssenkungen gegenüber ihren Kunden. Die Analyse der Zinssätze für Betriebsmittelkredite und Investitionsdarlehen durch das aktuelle "Zins-Cockpit" der Unternehmensberatung Schulz & Partner ergab für das 2. Quartal 2013 ein unverändertes Zins-Niveau und das obwohl sich die Banken zu noch günstigeren Konditionen Geld von der Europäischen Zentralbank leihen können. "Dieses Verhalten konnten wir bereits ein Jahr zuvor feststellen, als der Leitzins gleich zweimal innerhalb der ersten Jahreshälfte 2012 gesenkt wurde", sagt S&P-Geschäftsführer Achim Schulz. Die Banken nutzen die Leitzinssenkung nicht, wie von der EZB beabsichtigt, um die Kreditkonditionen ihrer Kunden zu verbessern, sondern lediglich um ihre eigenen Margen zu vergrößern. Für die mittelständischen Unternehmen bedeutet das einen sprunghaft angestiegenen Zinsschaden.

Kernaussagen des Zins-Cockpits zum 2. Quartal 2013:

- Die Leitzinssenkung der EZB wird von den Banken nicht an die Kunden weitergeleitet

- Durch die Differenz zwischen Neugeschäft und Prolongation sowie nicht weitergegebener Zinssenkungen entstand dem Mittelstand im 2. Quartal 2013 ein Zinsschaden von rund 1,6 Mrd. EUR p.a..

- Oft fehlen den Unternehmern entsprechende Vergleichsmöglichkeiten, um sich optimal auf die Zinsverhandlungen vorbereiten zu können.

- Die Folge sind überteuerte Kredite mit unfairen Zinsen für den Mittelstand.

Die Studienautoren empfehlen den eigenen Zins mit den ermittelten fairen Zinsen zu vergleichen und gegebenenfalls bei ihrer Bank die Kreditzinsen nach zu verhandeln. "Auf diese Weise konnten wir bereits für viele unserer Mandaten stark verbesserte Kreditkonditionen erreichen, was sich wiederum deutlich auf deren Ergebnis ausgewirkt hat", sagt Studienautor Alexander Reinhard. Die Studienautoren empfehlen zudem, dass durch den Gang zum Berater und die Erstellung eines professionellen Bankberichts bereits kurzfristig große finanzielle Einsparungen bei den Zinsaufwendungen möglich sind.

Weitere Informationen und Referenzzinssätze können unter http://www.schulz-beratung.de/fairer-zins/ abgerufen werden.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.sp-partners.de
Schulz & Partner
Graf-zu-Castell-Str. 1 81829 München

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