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18.09.2012 | Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen | geschrieben von Thomas Galla¹ | Pressemitteilung löschen

Vom Wachstum der Türkei profitieren

(NL/3246252874) Hamburg, 18. September. Die Türkei steht zunehmend im Fokus von Investoren. Grund hierfür ist die positive Wirtschaftsentwicklung des Landes. Allein im vergangenen Jahr stieg das Bruttoinlandsprodukt laut Internationalem Währungsfonds um rund 8,5 Prozent. Jim ONeill, der schon 2001 den Begriff BRIC prägte, prognostiziert der Türkei gemeinsam mit Mexiko, Indonesien und Südkorea, die er als MIST zusammenfasst, ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum. In der Bewertung von Jim ONeill sehen wir unsere positive Einschätzung des türkischen Marktes bestätigt. Aufgrund der makroökonomischen Indikatoren ist die Türkei für Investoren ein hochinteressanter Standort, erklärt Axel Stiehler, Geschäftsführer bei Aquila Capital. Das steigende Interesse an der Türkei spiegelt sich u.a. in den getätigten Direktinvestitionen wider. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres stiegen sie nach Angaben des türkischen Wirtschaftsministeriums auf 8,2 Mrd. US-Dollar und liegen damit 21 Prozent über dem Zuwachs im Vorjahreszeitraum. Auch zahlreiche deutsche Unternehmen investieren bereits in der Türkei wie Aquila Capital, die dort Wasserkraftwerke erworben hat.

Hohes Wirtschaftswachstum und steigende Energienachfrage
Mit dem Wachstum der türkischen Wirtschaft erhöht sich auch die Energienachfrage kontinuierlich. Das türkische Energieministerium prognostiziert in den nächsten zwei Jahrzehnten eine Verdreifachung des Energiebedarfs. Doch bereits heute muss die Türkei etwa 80 Prozent der benötigten Energierohstoffe importieren. Da die Energienachfrage kontinuierlich steigt, ist die Erschließung neuer Energiequellen wie bspw. Wasserkraft alternativlos, um auch künftig die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, erklärt Stiehler.

Ausbau Erneuerbarer Energien politisch gewollt
Die Türkei verfügt nach Angaben der staatlichen Wasserbehörde über 16 Prozent des theoretisch nutzbaren Wasserkraftpotenzials innerhalb Europas. Genutzt werden jedoch lediglich 36 Prozent bzw. 46 Terrawattstunden (TWh) von jährlich möglichen 128 TWh. Ziel der Regierung ist es, den Anteil alternativer Energieträger am Strombedarf bis zum Jahr 2023 auf 30 Prozent zu erhöhen. Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist somit politisch gewollt und wird durch das 2005 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert, erklärt Stiehler. Staatliche Subventionen sind im Bereich Wasserkraft jedoch nicht notwendig, da sie sich bereits heute ohne Förderung rechnet. So lag der Strompreis am freien Markt in der Türkei seit Einführung des EEGs 2005 in der Regel über dem staatlich garantierten Einspeisetarif. Durch die Anbindung der Türkei an das europäische Verbundsystem ENTSO-E (European Network of Transmission System Operators for Electricity) kann der produzierte Strom zudem ab Ende 2012 europaweit verkauft werden.

Wasserkraft in der Türkei ein attraktives Duo
In der Türkei kommen also zwei Potenziale zusammen das der Wasserkraft und das des Wirtschaftswachstums, so Stiehler. Aquila Capital analysiert bereits seit 2007 den europäischen Markt für Wasserkraft. Doch die attraktiven Standorte sind begrenzt. Neben Norwegen rückte insbesondere die Türkei in den Fokus. Durch unsere langjährige Vorarbeit konnten wir uns frühzeitig eine aussichtsreiche Pipeline an Wasserkraftwerken in der Türkei zu attraktiven Einstandspreisen sichern, so Stiehler. Für zahlreiche Kraftwerke in der Türkei, die den Investitionskriterien von Aquila Capital entsprechen, hat die Hamburger Investmentgesellschaft bereits ein bindendes Memorandum of Understanding mit final ausgehandeltem Kaufvertrag unterzeichnet. Zusätzlich sind sämtliche Kraftwerke des aktuellen Fonds Aquila® HydropowerINVEST IV bereits fertig gebaut und seit 2011 an das türkische Stromnetz angeschlossen. Ein Blindpool-Risiko für Investoren können wir dadurch ausschließen, schließt Stiehler ab.

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