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13.05.2011 | Vereine & Verbände | geschrieben von Mahi Klosterhalfen¹ | Pressemitteilung löschen

Kein Wildtierleid mehr in Zirkussen im Potsdamer Stadtgebiet

Dies ist nun erfreulicherweise in Potsdam - ebenfalls auf Antrag der Grünen - am 04.05.2011 aus Tierschutzgründen gelungen. Die Landeshauptstadt Brandenburgs lehnt ihren Beschluss der Stadtverordnetenversammlung an jenen der Stadt Heidelberg an. Damit werden keine Zirkusse aus der Stadt ausgeschlossen, sondern lediglich das Mitführen und die Zurschaustellung von einigen Wildtierarten beim Gastieren auf städtischen Grundstücken untersagt, u.a. von Menschenaffen, Elefantenbullen, Giraffen, Flusspferden, Bären und Nashörnern.

Städtische Unternehmen sind darin ebenfalls eingeschlossen wie z.B. die Pro Potsdam GmbH, die sich bereits im Dezember 2010 der vorherigen, seit Jahren bestehenden Selbstverpflichtung der Stadt zu dem Thema angeschlossen hatte. Dass diese Selbstverpflichtung nun in parlamentarischer Form abgesegnet wurde, freut das Bündnis Zirkus in Berlin sehr. Zudem bemüht sich der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. nun darum, dies auch auf private Grundstückseigentümer auszuweiten, um praktisch keine Ausweichmöglichkeiten für Zirkusunternehmen mit Wildtieren mehr anzubieten.

Damit reiht sich Potsdam in die Reihe von fortschrittlichen deutschen Städten ein, die bereits das Mitführen von Wildtieren auf städtischen Grundstücken für Zirkusunternehmen größtenteils bzw. komplett untersagt haben, u.a. Stuttgart, Schwerin, Köln und München. Nationale Verbote oder Einschränkungen gibt es zudem bereits in 13 europäischen sowie 6 außereuropäischen Ländern, u.a. in Bolivien und Indien.

"Unsere Bundesregierung hingegen hält es auch weiterhin nicht für nötig, den Bundesratsentschließungsantrag aus dem Jahre 2003 endlich umzusetzen, obwohl sich mittlerweile sogar die Bundestierärztekammer sowie zwei Drittel der Bevölkerung für ein Wildtierverbot in Zirkussen ausspricht", kritisiert Stephanie Johanna Goldbach von der Berliner Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen.


Die Berliner Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen setzt sich zusammen aus den 10 Organisationen "AK Zirkus" des Berliner Tierschutzvereins, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, animal public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutsches Tierschutzbüro, Elefanten-Schutz Europa e.V., Tier und Mensch e.V., Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V., Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan, sowie Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e.V. - weitere Informationen finden Sie unter http://www.zirkus-in-berlin.de.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://albert-schweitzer-stiftung.de/
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Schoelerpark 5 10715 Berlin

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