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15.01.2015 | Werbung, Marketing & Marktforschung | geschrieben von Natalie Keltsch¹ | Pressemitteilung löschen

"Möbelatlas 2015" - Möbelhandel regional: Daten und Fakten von Schleswig-Holstein bis Bayern

Köln/München. Möbelhändler, die sich jetzt richtig positionieren, können positiv in die Zukunft schauen. Während der Alltag immer virtueller wird, punkten sie als Kenner eines neuen, handfesten Heimatgefühls. Zu sehen ist der aktuelle Lifestyle auf der internationalen Kölner Möbelmesse (imm cologne) vom 19. bis 25. Januar 2015. Wie der Handel diesen bundesweit und regional vertreibt, steht in Kürze im "Möbelatlas 2015" der BBE Handelsberatung aus München.

Produziert in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Marketmedia24, ist der "Möbelatlas 2015" ein echtes Novum in der Möbelbranche: Erstmals basiert eine Studie auf der umfassenden Auswertung des bundesdeutschen Handels in den Geschäften vor Ort, also mit Echtwerten. Als Grundlage für das Text- und Zahlenwerk dient die BBE-Datenbank, die eine komplette Übersicht über alle Möbelanbieter nach Betriebstypen, Verkaufsfläche, Flächenproduktivität und Wettbewerbsdichte umfasst. Die darin enthaltenen Werte fußen auf den Erhebungen der BBE-Möbel- und Standortexperten im Rahmen ihrer bundesweiten Beratungstätigkeit.

Flächenexpansion und Marktstagnation: Herausforderung für den Handel
Eine Tatsache steht schon jetzt, kurz vor Veröffentlichung der Studie, fest: Wie viele andere Branchen unterliegt der Möbelhandel einem tiefgreifenden Strukturwandel. Wichtige Stichworte sind hier - neben Globalisierung, Flächenexpansion und Vertikalisierung - die Themen Technik und Online-Shopping. Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung, bringt es auf den Punkt: "Die Entwicklungen sind derzeit so vielfältig und auch gegenläufig, dass es einem manchmal den Atem raubt. Durch die Technisierung und die damit verbundenen Konsumveränderungen erhöhen sich Veränderungsdruck und -geschwindigkeit im Einrichtungshandel immens." Wer jetzt vorausdenkt, gewinnt.

Dies trifft umso mehr zu, als der Druck auf die verschiedenen Möbelhandelstypen - sei es das klassische Vollsortimentshaus, der Discount oder das Designstudio - wächst. Seit 2005 sind die Verkaufsflächen im Möbelfachhandel laut "Möbelatlas 2015" von bundesweit 20.899.678 m² auf 22.022.905 m² im Jahr 2014 angestiegen. Wie die Marktforscher von Marketmedia24 in ihren neuesten Erhebungen zeigen, stagniert der Umsatz mit Möbeln zeitgleich ohne klaren Aufwärtstrend. 2005 wurden Möbel im Wert von 25.210 Millionen Euro zu Endverbraucherpreisen umgesetzt. Anfang 2015 sind es 25.555 Millionen Euro.

Und dennoch: "Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt, einen neuen Möbelatlas zu veröffentlichen", weiß Sonja Koschel, Inhaberin von Marketmedia24. "In der Branche ist so viel Bewegung wie noch nie. Das fängt mit Impulsen aus dem Online-Handel an und hört noch längst nicht mit dem Kampf der klassischen Vollsortimenter ums Überleben auf."

Sterben Vollsortimentshäuser aus?
Die traditionellen Akteure der Möbelbranche müssen sich auf jeden Fall warm oder zumindest neu anziehen. Ihr einst eher gemächliches, von großen Einkaufsverbänden und Möbelfunktionären geprägtes Geschäft, gerät zunehmend in Bedrängnis. Der Überlebenskampf geht quer durch alle Preissegmente, Standorte, Betriebstypen, Geschäftsgrößen, Möbelgattungen und Stilrichtungen. Online versus Offline, Billig gegen Mittelpreisig, Wiese gegen Stadt, Neubau gegen Sanierung, Vollsortimenter versus Spezialisten, Echtzeit-Ambiente versus Lagercharakter, International gegen Deutsch.

Als eindeutige Verlierer des Wettbewerbs kristallisieren sich - so einer der wichtigsten Befunde der neuen Studie - die Vollsortimentshäuser bis zu einer Größe von 20.000 m² heraus. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg mussten sie erheblich Federn lassen. Aber auch im bundesweiten Durchschnitt haben sie in den vergangenen Jahren kontinuierlich Marktanteile verloren. Gab es 2005 bundesweit noch 2.430 Niederlassungen, sind es im Jahr 2014 nur noch 1.910 Häuser. Und die Flächenproduktivität? Auch sie sank, von durchschnittlich 850 Euro pro m² auf 650 Euro pro m².

Doch keine Panik: Das heißt nicht, dass die kleineren Vollsortimenter automatisch verschwinden werden. Diejenigen, die den Bedarf in ihrer Region genau analysieren und sich als Spezialisten neu ausrichten, können sich je nach Wettbewerbslage sogar über wachsende Marktanteile freuen. Dass das Vollsortiment nicht zwangsläufig drastisch verliert, zeigt zum Beispiel das Bundesland Thüringen mit seinen Möbelhändlern. Gab es 2005 66 Vollsortimentshäuser bis 20.000 m², so sind es 2014 immer noch 63 Häuser. Flächenmäßig hat dieser Betriebstyp hier sogar zugelegt, von 231.970 m² auf 234.394 m².

Fressen die Großen die Kleinen?
Auch ansonsten entwickeln sich Länder, Metropolregionen und Betriebstypen unterschiedlich. Wenn es um den traditionellen Möbelhandel geht, haben die großflächigen Wohnkaufhäuser besonders gute Aussichten. Krieger, XXXLutz und Roller/Tejo führen das Segment - nach Ikea - in dieser Reihenfolge an. "Die großflächigen Wohnkaufhäuser zählen schon jetzt zu den Verdrängern", bekundet Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung und der IPH Handelsimmobilien in München. "Sie bieten als Category-Killer eine große Auswahl und eine hohe Aufenthaltsqualität mit Gastronomie, Kinderbetreuung, kulturellen Events und anderen Besuchermagneten. Solch ein Angebot ist für ein Zielkaufsortiment mit hohen durchschnittlichen Einkaufsbons sehr wichtig."
Auch hier gibt es allerdings Unterschiede von Region zu Region. So sind im kaufkräftigen Bayern in den letzten zehn Jahren nur zwei neue Standorte und 146.445 m² Verkaufsfläche hinzugekommen. 2005 gab es dort 40 Häuser, 2014 sind es 42 Häuser. Dafür hat das bevölkerungsstarke Nordrhein-Westfalen flächenmäßig noch einmal kräftig zugelegt. Aus 1.244.500 m² im Jahr 2005 wurden 1.448.297 m² im Jahr 2014.

Mit dem "Möbelatlas 2015" in die Zukunft
Schon diese Beispiele zeigen die Aussagekraft des neuen "Möbelatlas". Mit ihm können nicht nur allgemeine Trends registriert werden. Vielmehr bietet er ein vertieftes Zahlenmaterial, anhand dessen sich die Gefahren und Chancen für die einzelnen Möbelhandelsformen in den Ländern und Metropolregionen punktgenau ablesen lassen - und wirkungsvolle Strategien entwickelt werden können.

Konzipiert für Möbelexperten, Immobilien-Investoren und Stadtplaner, enthält die neue Studie auch alle anderen Bausteine, die für den Insider-Blick vonnöten sind. Neben umfassenden Daten und Grafiken umfasst das Werk eine fundierte Zusammenschau des Möbelmarktes 2015 mit all seinen Playern vom Hersteller bis zum Immobilienhändler. Zahlreiche Branchenexperten unterschiedlichster Couleur kommen zu Wort. Mit sechzehn gründlich erläuterten Thesen zum Möbelhandel im Jahr 2025 bietet der "Möbelatlas" außerdem wegweisende Denkimpulse.

Der neue "BBE-Möbelatlas 2015" ist zum Preis von 1.750 Euro zzgl. MwSt. in Kürze zu beziehen unter studien@marketmedia24.de oder er steht zum direkten Download im Marketmedia24-Studien-Shop unter http://shop.marketmedia24.de bereit.

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.bbe.de
BBE Handelsberatung GmbH
Brienner Str. 45 80333 München

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