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08.02.2012 | Wissenschaft, Forschung & Technik | geschrieben von Lena Prinz¹ | Pressemitteilung löschen

LED-Beleuchtung im Praxistest

Ritterhude / Hamburg, 08. Februar 2012 - LED gewinnen als sparsame, umweltfreundliche und gesundheitlich undenkliche Alternative zu Energie- und Leuchtstofflampen zunehmend an Bedeutung. Ihr Einsatz rechnet sich überall dort besonders schnell, wo Licht viele Stunden täglich brennt. Wie es sich mit dem tatsächlichen Energiespareffekt und der Praxistauglichkeit der Leuchtdioden speziell in Hörsälen, Labors und Büros verhält, testet die Jacobs University als erste Universität Deutschlands derzeit im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Pilotprojektes, da sie als Institution großen Wert auf möglichst umweltschonende Gebäudetechnik legt. Nachdem im Sommer 2011 bereits das "Research I"-Gebäude des Campus auf LED-Beleuchtung eines chinesischen Herstellers umgerüstet wurde, befindet sich in "Research IV"-Gebäude ab sofort die neue treiberlose LED-Technologie des Bremer Unternehmens GT BiomeScilt im Praxistest. Auf einer Fläche von rund 4000 m² wurden dafür alle bestehenden 114 herkömmlichen Leuchtstoffröhren ersetzt.

Überzeugende Ergebnisse in erster Testphase
Der Installation der treiberlosen LED-Röhren, die erstmals ohne Wechselstrom/Gleichstrom-Transformator (AC/DC-Wandler) auskommen, gingen umfangreiche Vortests voraus. "Die treiberlose LED-Röhre ist erst das zweite Produkt, das überzeugen konnte und uns für den Einbau geeignet erschien", erklärt Doktorand Claudius Hardt, der das Forschungsprojekt an der Jacobs University leitet. "Insgesamt haben wir LED-Beleuchtung von zehn verschiedenen Herstellern geprüft." Bei den Voruntersuchungen im Labor ging es für das Team vor allem um Fragen der Lichtstärke und Wärmeentwicklung der LED-Röhren im Vergleich zu Leuchtstoffröhren. "Bei der Messung der Lichtstärke fällt die gleichmäßige Verteilung besonders auf. Das ist ein Kriterium für die Qualität der treiberlosen LED-Röhre", so Claudius Hardt. Des Weiteren zeigt sich die treiberlose Röhre extrem wärmereduziert. "Die LED-Röhre ist durchgängig um ca. 13 Grad Celsius kühler als die Leuchtstoffröhre, was den Energieverlust deutlich verringert - der Stromverbrauch sinkt. Da die LED Röhre keinen Treiber besitzt, gibt es zudem keine zentrierte Stelle, an der Bauteile heiß werden und ausfallen könnten", erläutert der LED-Spezialist. Spannend wird es nach Aussagen des Doktoranden dann noch einmal, wenn Aussagen zur Entwicklung des Lichtstroms über eine längere Zeitspanne möglich sind.

Grünes Licht auf dem Campus
Das ganze Jahr 2012 sind an der Jacobs University weitere Tests rund um den Einsatz von LED-Beleuchtung geplant. Hält eine der beiden installierten LED-Technologien der wissenschaftlichen Überprüfung und dem Praxistest stand, plant die Universität eine campusweite Umrüstung auf LED-Beleuchtung. "LED-Röhren verbrauchen mit 24 Watt ca. zwei Drittel weniger Strom als herkömmliche Leuchtstoffröhren mit 78 Watt. So kann die Jacobs University bis zu eine Million Kilowattstunden Strom durch den Austausch aller bestehenden Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren sparen - und das pro Jahr", schätzt Claudius Hardt. Das komme dem Jahresverbrauch von 200 privaten Haushalten gleich, so der 28-Jährige. "Betriebswirtschaftlich und ökologisch betrachtet ist die Installation energiesparender LED-Beleuchtung heute und in Zukunft ohne Alternative", kommentiert Martin Hockemeyer, Geschäftsführer von GT BiomeScilt. "Unseren Berechungen zufolge amortisieren sich die Anschaffungskosten für die Jacobs University bereits nach zwei Jahren." Doktorand Claudius Hardt und auch sein Doktorvater Werner Bergholz, Professor of Electrical Engineering an der Jacobs University, bewerten den laufenden Praxistest als wichtigen Beitrag zur Diskussion um den Energiekonsens: "Wir alle wissen, dass wir im Rahmen des Umstiegs auf erneuerbare Energien Wege finden müssen, Energie nachhaltig einzusparen", so Bergholz. "Das Potential der LED-Technik ist hierbei enorm hoch. Im Vergleich zu normalen Glühbirnen wird zehn Mal weniger Energie verbraucht. Das lohnt sich nicht nur für eine Institution wie die Jacobs University, sondern auch für jeden privaten Haushalt und ist damit ein Beitrag zur Reduzierung des Stromverbrauchs, den jeder (sich) leisten kann."

¹ Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich.
http://www.gtbiomescilt.de
GT BiomeScilt
Holthorster Weg 59 27721 Ritterhude

Pressekontakt
http://www.faktor3.de
FAKTOR 3 AG
Kattunbleiche 35 22041 Hamburg

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