Mehr Engagement bei der betrieblichen Versorgung gefordert
26.09.2014 / ID: 175708
Auto & Verkehr
Realistisch betrachtet, muss ein Beschäftigter, der sich entsprechend dem Durchschnitt an der geförderten Altersvorsorge beteiligt hat, mit weniger als 50 Prozent seines letzten Bruttoeinkommens aus gesetzlicher plus Riesterrente rechnen. Der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung, der mit einem Versorgungsgrad im Jahr 2027 von mehr als 50 Prozent rechnet, ist viel zu optimistisch. Denn das Riestersparen wird weit weniger genutzt als dort angenommen und die Sparleistungen sind nicht zuletzt wegen des Niedrigzinses viel zu gering.
"Ohne einen stärkeren Ausbau der betrieblichen Altersversorgung insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, lassen sich die Versorgungslücken vieler Arbeitnehmer in Deutschland nicht schließen." Dieses Fazit zog Dr. Richard Herrmann vor rund 150 Gästen beim 25. Heubeck-Kolloquium in Köln. Der Vorstandsvorsitzende der Heubeck AG forderte die Arbeitgeber zu mehr Engagement bei der Einrichtung und Kommunikation betrieblicher Versorgungsmodelle auf. So ist die betriebliche Altersversorgung durch die steuerliche und abgabenrechtliche Begünstigung deutlich wirksamer als zusätzlicher Barlohn. Anstelle einer Gehaltserhöhung sollten Arbeitgeber daher in vielen Fällen besser eine Betriebsrente anbieten. Sie leisten damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Alterssicherung sondern tragen darüber hinaus auch zur Motivation der Mitarbeiter bei. "Wenn der Mitarbeiter von seiner betrieblichen Versorgung überzeugt ist, dann findet er auch seinen Arbeitgeber attraktiv."
Auf dem alljährlichen Kolloquium informiert die Heubeck AG ihre Kunden über die wichtigsten aktuellen Themen und Entwicklungen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Das 25. Heubeck Kolloquium fand am 24. und 25. September in Köln statt.
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