Hinge integriert KDs KD7251 in Automotive-Kamerasystem
10.06.2026 / ID: 442400
Auto & Verkehr
Das spanische Halbleiterunternehmen KD gibt bekannt, dass Hinge Technology, ein führender chinesischer Anbieter von fortschrittlichen Elektronikarchitekturen für Fahrzeuge, seinen optischen Transceiver KD7251 in ein neues Automotive-Kamerasystem für die Datenübertragung mit 10 Gbit/s integriert hat. Dies bestätigt die Praxistauglichkeit der Technologie in realen Fahrzeugnetzwerken. Das System nutzt die optische Datenübertragung für hochauflösende Kameraverbindungen über einen optischen Backbone. Es unterstützt zonale und zentralisierte Architekturen. Der KD7251 implementiert nGBASE-AU-PHYs gemäß IEEE Std 802.3cz für die optische Multigigabit-Kommunikation über Multimode-Glasfaser. Er unterstützt die Sensorvernetzung mit hohen Datenraten und die Backbone-Kommunikation in softwaredefinierten Fahrzeugen (SDV).Yang Jun, CTO von Hinge Technology, erläutert:
„Auf dem Automotive Ethernet Congress in München haben wir unser neues Kamerasystem erstmals öffentlich in einer Live-Demo vorgestellt. Dabei kommen optische 10-Gbit/s-Links auf Basis von KDs KD7251 zum Einsatz. Das System belegt die verlustfreie Übertragung hochauflösender Videodatenströme sowie den Echtzeit-Datenaustausch über einen optischen Backbone. Durch das Kombinieren mehrerer 10-Gbit/s-Kameraeingänge und den direkten Vergleich mit 1-Gbit/s-Links haben wir deutliche Vorteile bei Bildqualität, Latenz und der Gesamtleistung des Systems für künftige Automotive-Anwendungen nachgewiesen. Dies belegt, dass die optische Multigigabit-Konnektivität für den Einsatz in Fahrzeugen bereit ist.”
Pablo Blázquez, Business Development Manager für Europa bei KD, ergänzt:
„Mit der Integration von KDs KD7251 in sein System realisiert Hinge Technology eine robuste und zukunftsfähige optische Architektur. Das System unterstützt Kamera-Anbindungen mit 1 Gbit/s und 10 Gbit/s. Die Videodatenströme werden über einen optischen 10-Gbit/s-Backbone auf Basis des KD7251 zusammengeführt. Damit entsteht eine skalierbare optische Plattform. Ihr Potenzial reicht über den asiatischen Automobilmarkt hinaus und erstreckt sich auch auf Anwendungen in der Robotik, wo zuverlässige Highspeed-Verbindungen eine zentrale Voraussetzung darstellen.”
Multi-Kamera-Architektur mit optischer 10-Gbit/s-Datenübertragung
Das vorgestellte System basiert auf einer Multi-Kamera-Architektur mit optischen Verbindungen innerhalb des Fahrzeugnetzwerks. Zwei optische 10-Gbit/s-Kameras sind mit jeweils zwei elektronischen Steuergeräten (ECUs) verbunden, wobei die Daten über einen optischen Backbone zwischen den ECUs übertragen werden. Eine ECU bündelt und verarbeitet insgesamt vier hochauflösende Videodatenströme für Funktionen wie Bildzusammenführung (Image Stitching) und Displayausgabe. Zusätzlich ist ein optischer 1-Gbit/s-Kameralink integriert, um Gigabit- und Multigigabit-Verbindungen direkt miteinander zu vergleichen.
KD7251 ermöglicht optische Multigigabit-Verbindungen für Fahrzeugnetzwerke
Im Zentrum des Systems steht der KD7251, ein Single-Chip-Transceiver mit integrierter optischer Schnittstelle, der optische und elektronische Funktionen in einem kompakten Bauteil vereint. Er ermöglicht die optische Multigigabit-Datenübertragung über Multimode-Glasfaser (OM3) mit Datenraten von bis zu 10 Gbit/s und unterstützt zugleich den rückwärtskompatiblen Betrieb bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Dadurch lassen sich unterschiedliche Kamera- und Sensortypen flexibel in ein gemeinsames Netzwerk integrieren. Der KD7251 ist für eine zuverlässige Highspeed-Konnektivität in anspruchsvollen Fahrzeugumgebungen ausgelegt. Er bietet eine geringe Latenz, hohe EMV-Robustheit und erfüllt automobile Anforderungen wie funktionale Sicherheit nach ASIL-B sowie erweiterte Temperaturbereiche. Seine integrierten Bridging-Funktionen erlauben zudem eine direkte Anbindung von Kamerasensoren und Verarbeitungseinheiten.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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