Gratis-Apps sind Stromfresser
04.04.2012 / ID: 55230
PC, Information & Telekommunikation
Ist der Smartphone-Akku leer? Das kann an installierten Gratis-Spielen liegen - diese verschwenden einen Großteil der Energie damit, Werbebanner im Spiel bereitzustellen. Die Fachzeitschrift COMPUTERBILD hat nachgeprüft, wie stark die Gratis-Apps am Akku zehren (Heft 9/2012, ab Donnerstag am Kiosk).
Dafür ließen die COMPUTERBILD-Tester zwei identische iPhones zum Akku- Stresstest antreten: Das eine war mit der Gratis-Version des Spiels "Fruit Ninja" ausgestattet, das andere mit dessen werbefreier Kaufversion. Eindeutiges Ergebnis der Stichprobe: Während der Akku des Handys mit Gratis-App schon nach knapp 3 Stunden ans Ladegerät musste, war der Akku des anderen Geräts noch zu 39 Prozent geladen. Ähnliches Bild beim Sony Xperia S: Bei der Gratisversion von "Uno" war der Akku nach 3 Stunden und 13 Minuten leer, bei der werbefreien Kaufversion verblieben noch 27 Prozent Restladung. Je nach App und Handy-Konfiguration sind die Unterschiede mehr oder weniger drastisch.
Der Grund für den Akku-Schwund: Zunächst werden Daten wie der Standort des Nutzers ermittelt, beispielsweise per GPS. Dann lädt die App in regelmäßigen Abständen Werbebanner aus dem Internet aufs Smartphone - jeweils passend zu Handy und Aufenthaltsort. Die Übertragung der Werbung zehrt dabei gar nicht so sehr am Akku, schließlich liegen die von den Apps übertragenen Datenmengen nur bei einigen hundert Kilobyte pro Stunde. Bei der Übertragung werden jedoch Funktionen wie UMTS, WLAN und GPS aktiviert, die auch dann noch Strom fressen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
Wer regelmäßig spielt, sollte deshalb zur kostenpflichtigen, aber werbefreien Variante eines Spiels greifen - sofern vorhanden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, GPS oder den mobilen Datenzugriff beim Spielen abzuschalten. Wer das Handy in den "Flugmodus" stellt, geht ganz auf Nummer sicher, kann dann aber keine Anrufe und SMS mehr empfangen.
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