Passive treiben die Deutsche Bauelemente-Distribution an
23.11.2018
Elektro & Elektronik
Berlin, 10. November 2018 - Auch im dritten Quartal 2018 zeigte der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt ein solides aber wenig dynamisches Wachstum. Die im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen vermeldeten für den Zeitraum Juli bis September 2018 einen Umsatzanstieg von 4,7% auf 980 Millionen Euro. Bei den Aufträgen setzte sich die Tendenz der letzten Quartale fort, die Aufträge wuchsen deutlich schneller als der Umsatz: um 9,5% auf 1,08 Milliarden Euro. Die Book-to-Bill Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) stieg auf 1,1.
Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 12,1% (auf 141 Millionen Euro) am stärksten, gefolgt von den Halbleitern (3,5% auf 682 Millionen Euro) und der Elektromechanik (2,4% auf 99 Millionen Euro). Stromversorgungen kletterten um 8% auf 27 Millionen Euro und Displays um 1,9% auf 21 Millionen Euro. In der Umsatzverteilung bleiben die Dimension gleich: Halbleiter 69,6%, Passive 14,4%, Elektromechanik 10,1%, Stromversorgungen 2,8%, der Rest 3,2%.
Damit ergibt sich für den vom FBDi gemeldeten Umsatz in den ersten neun Monaten ein positives Bild: plus 5,5% Umsatzwachstum auf 2,9 Milliarden Euro und ein dickes Auftragspolster in allen Bereichen, vor allem aber bei den passiven Komponenten - hier summiert sich das Auftragswachstum auf 21,6%.
FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: "Seit über 2 Jahren sehen wir einen Zuwachs bei den Aufträgen der sich nur teilweise im Umsatz niederschlägt. Gerade in 2018 häufen sich die Auftragsrekorde, aber es besteht die Gefahr, dass Stornierungen oder Verschiebungen das Auftragspolster wieder deutlich reduzieren. Für das vierte Quartal sind aufgrund der schlechten Liefersituation und langen Lieferzeiten keine großen Sprünge mehr zu erwarten, sodass 2018 mit einem Umsatzplus von 5 bis 6% und vielen unerfüllten Erwartungen auf der Kundenseite enden wird."
Über die generellen Aussichten für die Zukunft meinte Steinberger: "Allen makroökonomischen Stolpersteinen zum Trotz bleibt High-tech heiß. Wenn man bedenkt, wie wenig von den europäischen Regierungen derzeit tatsächlich in Richtung Digitalisiering, Smart Infrastructure und Energiewende unternommen wird und wie die Dringlichkeit dafür in den nächsten Jahren steigen wird, dann ist mir um die Wachstumsaussichten für Komponenten nicht bange. Hinzu kommt, dass die Industrie sich gerade in einer neuen Revolution befindet - Robotics, Machine Learning, Künstlichen Intelligenz werden unser Leben und Arbeiten grundlegend verändern, und dazu benötigt es auch die entsprechende Hardware."
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