Osterhase funkt SOS
30.03.2026 / ID: 439707
Freizeit, Buntes & Vermischtes
Der Osterhase funkt SOS: Die kuscheligen Langohren brauchen dringend Hilfe und menschliche Unterstützung. Immer mehr Kaninchen landeten in den vergangenen Monaten und Jahren in den Tierheimen. In der BDT-Tierherberge Kamp-Lintfort und auf dem Gnadenhof in Weeze ist die Zahl der untergebrachten Kaninchen in dieser Zeit sprunghaft angestiegen und Vermittlungen sind eher schwierig. Es ist nicht ganz klar, was diese Schwemme ausgelöst hat, aber es sieht so aus, als seien Kaninchen die größten Verlierer der Corona-Krise. Während der Corona-Jahre waren sie beliebt als Kuscheltiere und Seelentröster, jetzt in normalen Zeiten sind sie offenbar überflüssig und werden einfach entsorgt und nicht selten ausgesetzt. Zudem werden Kaninchen noch immer zu Ostern verschenkt und sie landen dann nicht selten wenig später in den Tierheimen, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde. Eine Herausforderung für die Tierheime. Auf dem BDT-Gnadenhof wurde ein großes artgerechtes Außengehege für die Langohren gebaut. Und auch in der Tierherberge Kamp-Lintfort gibt es bereits ein "Hasendorf". Zusätzlich braucht es jedoch auch Kleingehege zur Unterbringung, denn viele Tiere können nicht sofort in Gruppen integriert werden. Manche müssen in Quarantäne, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde . Um ein gesundes Mittelmaß zu finden, werden kleinere Ausläufe auch im Innenbereich für 2er bis 4er Gruppen geschaffen. Eine weitere Belastung für die Tierheime, die bereits durch zahlreiche abgegebene Hunde und Katzen an die Kapazitätsgrenzen geraten, der Bund Deutscher Tierfreunde.
Kleintiere wie Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen sind offensichtlich die größten Verlierer der Corona-Epidemie. In manchen Tierheimen hat sich die Zahl der abgegebenen Kleintiere seither verdoppelt. Die ehemaligen Besitzer haben sie vermutlich während der Pandemie spontan in Baumärkten und bei Händlern für Tierbedarf gekauft, wo niemand nach den Gründen gefragt hatte. Und irgendwann haben die Menschen dann die Lust am Tier verloren, oder aus den Kindern wurden Teenager mit anderen Interessen.
Die Kuscheltiere, die in den Tierheimen landen, haben noch Glück gehabt, betont der Bund Deutscher Tierfreunde. Denn ein Hauskaninchen, das plötzlich auf sich allein gestellt ist, hat nur geringe Chancen zu überleben. Hauskaninchen sind für das Leben in Wald und Wiese nicht gemacht. So etwas haben sie nie gelernt. Sie sind draußen vollkommen hilflos, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde . Es ist ein fast sicheres Todesurteil für die Tiere. Wer also sein Kaninchen "in die Freiheit entlässt" - bringt es in Wirklichkeit um, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde.
Natürlich werden neue Zuhause für die Kuscheltiere gesucht, die Vermittlung gestaltet sich jedoch oft schwierig. Der BDT vermittelt nicht in Einzel- oder reine Käfighaltung - am liebsten natürlich in Außenhaltung. Die Tiere sind den Kontakt zum Menschen gewöhnt, aber nicht ausgesprochen handzahm, sie werden nur für Routinekontrollen oder medizinische Maßnahmen hochgehoben. Alle Böckchen sind kastriert. Alle Kaninchen sind gegen Myxomatose, sowie RHD 1 2 geimpft.
Die ehemaligen Seelentröster freuen sich über jede Unterstützung. Spenden mit dem Kennwort Tierherberge bitte an: Commerzbank, IBAN DE04 3108 0015 0885 0835 01, BIC: DRESDEFF310 oder PayPal: verwaltung@bund-deutscher-tierfreunde.de. Wer ein Tier oder besser ein Pärchen adoptieren möchte, wendet sich bitte an info@bund-deutscher-tierfreunde.de
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