94.000 Fachbesucher kamen zu den Hongkonger Elektronikmessen im Oktober
20.10.2016
Handel & Dienstleistungen
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"Das weltweite Wirtschaftswachstum stagniert und die Märkte sind besorgt wegen der möglichen Auswirkungen des Brexits. Inmitten dieser Ungewissheit sehen sich Hongkonger Unternehmen mit weiteren Herausforderungen konfrontiert", so Benjamin Chau, Deputy Executive Director des Hong Kong Trade Development Council (HKTDC). "In diesem Jahr haben wir neben der Tech Hall mit Virtual Reality und Start-up zwei neue thematische Zonen eingeführt. Durch eine Reihe von Events rund um das Thema Start-ups wollen wir Gründer sowie potentielle Partner und Investoren zusammenbringen. Die Reaktionen zeigen, dass sowohl Aussteller als auch Einkäufer verstanden haben, wie wichtig es ist, sich angesichts der gegenwärtigen, wirtschaftlichen Probleme den Herausforderungen zu stellen."
Bei ihrer Premiere erhielt die Virtual-Reality-Zone viel Aufmerksamkeit, gerade weil Augmented und Virtual Reality in den nächsten Jahren nach Einschätzung von Brancheninsidern wachsendes Marktpotential haben. Dass dies auch für sowie Wearable Electronics gilt, davon ist Christian Stammel, CEO der Wearable Technologies AG aus Herrsching am Ammersee, überzeugt. Beim Seminar "WT| Wearable Technologies Session" prognostizierte Stammel dem Wearable Technology-Sektor gerade im Gesundheitswesen ein deutliches Wachstum. Dies gelte vor allem für intelligente Patches, die auf den Körper aufgelegt werden, um wichtige Daten zu sammeln. Als Beispiel verwies er auf ein neues Gerät, das verschiedene Stresslevels analysieren kann. Per Neuro-Feedback sollen dann mehr Ruhe und Gelassenheit erreicht werden.
Einen Höhepunkt gab es bereits zum Auftakt der Hong Kong Electronics Fair (AE): Einen Tag lang widmete sich ein Symposium, organisiert vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) und der Hong Kong Electronics & Technologies Association, dem Internet of Things (IoT). Hochkarätige Redner von Global Players wie Amazon, Hewlett Packard und Tesla referierten über die grenzenlosen Möglichkeiten, die neue Technologien wie IoT den Unternehmen unterschiedlicher Branchen bieten.
Zum Thema "Zukunftstechnologien - Smarter Technologies, Smarter Life" erläuterte Isabel Fan, Regional Director für Hong Kong, Macau und Taiwan von Tesla, dass ihr Unternehmen nicht nur Elektroautos herstelle, sondern auch ein Technologieunternehmen sei, das seinen Kunden dank IoT ein angenehmes Fahrgefühl ermöglichen will. Ziel des kalifornischen Unternehmens ist es, weltweit den Übergang zu nachhaltigen Energien voranzutreiben. "Wir bauen gerade in Nordamerika ein Werk für Giga-Batterien, erhöhen die Zahl der Ladestationen weltweit und verbinden sie mit der Software-Technologie."
Olivier Klein, Solutions Architect von Amazon Web Services glaubt, dass ein künftiger Trend von IoT darin besteht, mittels Cloud-Computing und künstlicher Intelligenz Geräte effizienter zu verbinden. Als Beispiel führte er die Lagerhalle des Amazon-Onlinebuchhandels an. "Das Lager vernetzt nicht nur die Roboter mit den Regalen. Die Regale wurden aufgrund von Big Data und dem Einkaufsverhalten der Kunden so angeordnet, dass die Roboter die richtigen Artikel schneller finden und noch effizienter arbeiten können", betonte Klein.
Aber kein Unternehmen allein könne die Welt durch den Einsatz des IoT smarter machen. Diese sollten stattdessen zusammenarbeiten, um den größtmöglichen Nutzen aus der IoT-Technologie zu ziehen. So hat Amazon zum Beispiel die cloud-basierte Plattform Alexa entwickelt, einen sprachgesteuerten Assistenten, der dank künstlicher Intelligenz dritten Parteien Informationen zur Verfügung stellt. Hierzu zählen etwa Nachrichten oder Wettervorhersagen, Alexa kann aber auch Musik spielen und Haushaltsgeräte steuern.
Außerdem standen "IoT-Trends and Opportunities - Connected Living, the Next Big Thing" auf der Agenda des Symposiums. Nach Wee Teck Loo von Euromonitor International stellte Anthony Wai, APAC SE Director von Aruba, einem Unternehmen, das zur Hewlett-Packard-Gruppe gehört, eine Untersuchung von McKinsey's aus dem Jahr 2015 vor. Danach solle der IoT-Markt 2025 einen Umsatz von 11,1 Billion US-Dollar erwirtschaften. IoT-Applikationen könnten die Regierungen und Unternehmen dabei unterstützen, durch die Sammlung unterschiedlicher Arten von Big Data künftig bessere Entscheidungen zu treffen. "Die Gesellschaft entwickelt sich hin zu einer Ideen-Ökonomie, deren Schlüssel zum Erfolg darin liegt, wie schnell man sich den Veränderungen anpasst", sagte Anthony Wai und hob Unternehmen wie Uber und Airbnb hervor, denen weder Taxis gehören (Uber) noch Hotels (Airbnb). "Aus diesem Grund nennt jeder das IoT eine destruktive Technologie. Man kommt ins Hintertreffen, wenn man sich nicht schnell genug anpasst." Ein versöhnlichen Abschluss setzte Michael Wong, Senior Director Vertrieb, Qualcomm, der im IoT große Geschäftschancen sieht. Dies gelte vor allem für die Nutzung von gemeinsamen Plattformen und den Ersatz verschiedener Geräte durch einzelne Chips bei Smart Homes und Smart Cities.
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