Neue DIN EN 17975 schafft europaweiten Standard für Lockout-Tagout
16.06.2026 / ID: 442635
Handel & Dienstleistungen
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 17975 wurde erstmals eine europaweit gültige Norm geschaffen, die Unternehmen bei der sicheren Durchführung von Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten unterstützt. Die neue LOTO-Norm beschreibt Verfahren zur Kontrolle gefährlicher Energien und Fluide und schafft damit einen einheitlichen Rahmen für die Absicherung von Maschinen und Anlagen während Instandhaltungsmaßnahmen.Bisher orientierten sich viele Unternehmen an eigenen Verfahren, nationalen Regelungen oder internationalen Vorgaben wie OSHA 29 CFR 1910.147 aus den USA. Die DIN EN 17975 bietet nun einen gemeinsamen europäischen Leitfaden, der in zahlreichen europäischen Ländern übernommen wurde und die sichere Kontrolle von elektrischen, pneumatischen, hydraulischen, mechanischen und thermischen Energiequellen behandelt.
Ziel der Norm ist es, Arbeitsunfälle durch unerwartetes Anlaufen von Maschinen oder das unbeabsichtigte Freisetzen gespeicherter Energien zu vermeiden. Die Empfehlungen gelten für Arbeiten vor, während und nach Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und unterstützen Unternehmen dabei, Risiken systematisch zu reduzieren.
Besonders hervorzuheben ist, dass die DIN EN 17975 nicht nur Verriegelungen und Lockout-Schlösser betrachtet. Ebenso wichtig sind die eindeutige Kennzeichnung von Energiequellen, die Dokumentation von Verfahren, die Verwaltung von Verriegelungen und Schlüsseln sowie die Schulung von Mitarbeitern. Damit verfolgt die Norm einen ganzheitlichen Ansatz zur Kontrolle gefährlicher Energien und Fluide.
Die Anforderungen betreffen nahezu alle Energieformen, die bei Wartungsarbeiten zu Gefährdungen führen können. Dazu gehören elektrische Energie, Hydraulik, Pneumatik, thermische Energie, mechanische Bewegungen, Druckspeicher, Fluide, Chemikalien sowie gespeicherte Energien in Federn, Schwungrädern oder angehobenen Lasten. Unternehmen erhalten damit eine strukturierte Grundlage für die Identifikation von Energiequellen, Energietrennpunkten und geeigneten Sicherheitsmaßnahmen.
Für viele Unternehmen stellt sich nun die Frage, wie bestehende Prozesse bewertet und an die Empfehlungen der DIN EN 17975 angepasst werden können. Die Verantwortung für die Risikobeurteilung verbleibt weiterhin beim Betreiber der Maschinen und Anlagen. Die Norm liefert jedoch wertvolle Hilfestellungen für die Erstellung von Lockout-Tagout-Prozeduren, die Kennzeichnung von Energietrennpunkten sowie die Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen.
MAKRO IDENT unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung moderner Lockout-Tagout-Programme mit Brady Verriegelungssystemen, Lockout-Schlössern, Gruppen-Lockout-Lösungen, Sicherheitskennzeichnungen, Rohrleitungskennzeichnungen, Warnanhängern und der LINK360 Software zur Erstellung und Verwaltung von Lockout-Tagout-Prozeduren. Ergänzend werden Discovery-Services zur Erfassung von Energiequellen, GAP-Analysen, Audits, Schulungen und komplette Turnkey-Projekte angeboten.
Gerade die Themen Kennzeichnung, Dokumentation und Schulung gewinnen durch die neue DIN EN 17975 erheblich an Bedeutung. Eine eindeutige Identifikation von Energiequellen und Verriegelungspunkten hilft dabei, Fehlerquellen zu reduzieren und Wartungsarbeiten sicherer, nachvollziehbarer und effizienter durchzuführen.
Die vollständige Norm kann über DIN Media bezogen werden. Unternehmen erhalten damit erstmals einen europaweit anerkannten Leitfaden, um ihre Lockout-Tagout-Programme zu strukturieren, Sicherheitsprozesse zu verbessern und die Kontrolle gefährlicher Energien systematisch zu organisieren.
Weitere Informationen zur DIN EN 17975, zu Lockout-Tagout, Energietrennung sowie Brady Verriegelungs- und Kennzeichnungslösungen finden Interessierte beim Spezialisten MAKRO IDENT unter: DIN EN 17975 LOTO-Standard für Europa
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