Was genau bedeutet HTML?
11.05.2012 / ID: 60513
Internet & Ecommerce
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Auf dem Bildschirm verliert derBenutzer schnell die Orientierung, weil er oftmals keinen Anhaltspunkt besitzt,welche Seitenelemente zusammengehören, und der Gesamtüberblick über dasAngebot fehlt.
Um dieses Rahmungs- und Orientierungsproblem zu lösen, entstand
im Laufe der 70er- und 80er-Jahre unter anderem der Standard SGML (Standard
Generalized Markup Language). SGML sollte ein flexibles und allumfassendes
Codierungsschema werden. Mit der Möglichkeit, einzelne Informationen in elektronischen Dokumenten auszuzeichnen, eignete er sich für die Weiterverarbeitung
und Darstellung durch diverse Programme wie etwa einen Browser. Eine
hypertextuelle Struktur sollte die Orientierung und Navigation innerhalb der elektronischen Dokumente ermöglichen.
Allerdings zeigte sich schnell, dass SGML zu komplex war. Ebenso waren die
Kosten für die Entwicklung und Wartung von SGML-Umgebungen enorm hoch.
Der HTML-Standard (Hypertext Markup Language) brachte Anfang der 90er-
Jahre mit Beginn des World Wide Web dann jedoch den Durchbruch in Sachen
Hypertext. Die erste Version von HTML beherrschte lediglich Funktionen wie
Texthervorhebung, Verlinkung und Überschriften. Der Standard wurde jedoch
rasch weiterentwickelt. 1999 wurde der bis heute aktuelle HTML-Standard 4.1
verabschiedet. Er legt den Schwerpunkt auf Multimedia und die Einbindung von
Script-Sprachen.
HTML ist zwar ein SGML-Abkömmling, streng genommen aber ein Rückschritt
in der Entwicklung der Auszeichnungssprachen. Der überwiegende Teil der
HTML-Dokumente setzt heutzutage auf eine reine Formatierung statt auf die Auszeichnung von Textstrukturen, sodass eine Weiterverwertung der Informationen
nicht ohne Weiteres erfolgen kann. Dies stellt ein Kernproblem für Suchmaschinen
dar. Der Browser setzt freilich das HTML-Dokument meist optisch passend
für den Menschen um, jedoch besitzt das Computerprogramm »Suchmaschine«
keinerlei menschliche Intelligenz, um festzustellen, zu welchem Bild beispielsweise
eine Bildunterschrift gehört.
Um zu den Idealen der computerfreundlichen Auszeichnung zur Informationsgewinnung
zurückzukehren, wurde der XML-Standard (Extensible Markup Language)
entworfen. Der verallgemeinernde Charakter von SGML stand bei der Entwicklung
von XML Pate. Nach der Bekanntmachung von XML veröffentlichte dasW3-Konsortium (W3C) Anfang 2000 den Nachfolger des gängigen HTML-Standards,
nämlich XHTML 1.0. Während XHTML zwar immer stärkere Verbreitung
im Web erfährt, überwiegt derzeit noch der Standard HTML 4.1. Das liegt nicht
zuletzt an den weitverbreiteten WYSIWYG-HTML-Editoren (What-You-See-Is-
What-You-Get), die erst allmählich Neuerungen übernehmen. Und natürlich sind
aus verschiedenen Gründen auch häufig noch ältere Versionen im Einsatz. Derzeit
steckt die nächste Version von HTML, HTML5, noch in den Anfängen.
HTML5 ist wesentlich besser geeignet für dynamische Anforderungen und
könnte sogar Flash ablösen. In Kombination mit der nächsten CSS-Version CSS3
werden einige Designerträume wahr werden. Mit einer Etablierung von HTML5
und CSS3 ist aber vor 2013 nicht zu rechnen.
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