Deutsche Banken verweigern Einführung der SEPA-Lastschrift
07.01.2013 / ID: 95507
Internet & Ecommerce
Frankfurt, den 8.1.2013, von Sebastian Paulke - Unter der Überschrift "Die Einzugsermächtigung stirbt" heisst es in einem aktuellen Artikel der FAZ (http://bit.ly/10DZqY1), "Die Einzugsermächtigung wird abgeschafft: Vom 1. Februar 2014 an gelten nur noch schriftlich erteilte Mandate." Das stelle die Wirtschaft in Deutschland vor große Probleme: "Die bisherige Einzugsermächtigung wird faktisch abgeschafft und durch die Sepa-Lastschrift ersetzt. Nur bisher schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen werden automatisch umgewandelt, denn die Sepa-Lastschrift muss zwingend schriftlich erteilt werden. Für alle anderen ist die Umstellung mit erheblichen Kosten verbunden: Mit einem zweistelligen Millionenbetrag rechnet die Telekom, auf 16.000 Manntage veranschlagt ein großer Versicherungskonzern den Aufwand," so der FAZ-Autor Georg Giersberg. Noch schlimmere Auswirkungen habe die SEPA Einführung jedoch für die Internetwirtschaft, so Giersberg weiter: "Denn für eine Einzugsermächtigung muss der Kontoinhaber künftig ein sogenanntes Mandat erteilen, in dem er den Zahlungsempfänger zum Einzug des Geldes berechtigt und seiner Bank den Auftrag erteilt, den Einzugsanspruch einzulösen. Fernmündlich oder per E-Mail können diese Mandate nicht mehr erteilt werden. Das trifft viele Internetversender wie Amazon oder auch die Bahn, die bisher elektronisch zum Geldeinzug ermächtigt werden konnten."
Der Frankfurter online-Payment-Experte Jens H. Leinert, Geschäftsführer der PAY4 (http://www.pay4.eu), eines international agierenden Anbieters sogenannter Alternativer Bezahlmethoden im Internet und ausgewiesener Kenner von Bezahlverfahren im Internet, ist da ganz anderer Ansicht: "Dieser FAZ-Artikel ist ein schönes Beispiel dafür, wie die deutsche Finanzwirtschaft die mit der SEPA-Umstellung auf ein europaweit einheitliches bargeldloses Bezahlsystem verbunden Chancen für den Wirtschafts- und Bankenstandort Deutschland durch Unwissenheit und Bedenkenträgerei verpasst: Hier werden einfach falsche Fakten mit falscher Analyse vermischt und herauskommt: "Die Lastschrift stirbt!"", so der online-Bankingspezialist. "Dabei ist es Unsinn, zu behaupten, es sei zwingend ein schriftliches Mandat erforderlich, und dieses könne grundsätzlich nicht fernmündlich oder per E-Mail erteilt werden. Vielmehr ist es so, dass die Lastschrift selbstverständlich auch ohne schriftliches Mandat eingezogen werden kann - mit dem für den Verbraucher enormen Vorteil einer Widerrufsfrist von 13 Monaten! Und wenn das Mandat auch nicht fernMÜNDLICH erhoben werden kann, so doch mit jedem internetfähigen anderen Endgerät - also immerhin vom PC, Tablet oder Smartphone aus."
Das gleiche gelte für die in dem FAZ-Artikel aufgestellte Behauptung, dass Unternehmen wie die Telekom zukünftig keinen automatischen Einzug variierender monatlicher Telefongebühren mehr duchführen könnten: "Das SEPA-Regelwerk erlaubt explizit, monatlich unterschiedliche Gebühren auf Basis des ersten, ursprünglich erteilten Mandates abzubuchen, wenn der dabei mit dem Kunden geschlossene Vertrag variierende monatliche Zahlbeträge vorsieht." Und auch die in dem FAZ-Beitrag vertretene These, dass Internethändler Absatz- und Margeneinbußen durch die Einführung der SEPA-Lastschrift zu erwarten hätten, hält Leinert für eine Fehleinschätzung: "Für Internethändler ist die SEPA-Lastschrift schon fast eine Art "Konjunkturprogramm"", so die Erfahrung Leinerts, "Die können nicht nur auf einen Schlag mit über 500 Millionen potenziellen Kunden in 32 europäischen Nationen online-Geschäfte abschließen, indem sie SEPA-Bezahlung in ihrem Shopsystemen mitanbieten. Sie haben, wenn sie das e-Mandat einsetzen, auch maximale Sicherheit gegen Zahlungsausfälle oder Betrug. Und für die Kunden der Internethändler ist die SEPA-Bezahlung im Internet ideal: Sie können den Betrag einfach von Ihrem Konto abbuchen lassen, können den Betrag acht Wochen bis 13 Monate einfach zurückbuchen, brauchen keine meist kostenpflichtige Kreditkarte zu besitzen oder zu nutzen und müssen sich nicht bei einem bestimmten eWallet-Dienst wie Paypal etc. registrieren, um z.B. spontan, aber sicher im Internet einzukaufen."
Leinert, dessen in Frankfurt ansässiges Unternehmen PAY4 seinen deutschen und internationalen Kunden unter anderem die SEPA-online-Lastschrift als Dienst anbietet, sieht daher das Potenzial der SEPA-online-Lastschrift vielmehr durch das deutsche Bankwesen bedroht, als von den in der öffentlichen Diskussion vorgebrachten Mängeln: "Es stellt sich doch die Frage, warum die deutschen Banken lediglich schriftliche, papiergebundene Mandate akzeptieren wollen. Die Begründung des Deutschen Bankenverbandes für die alleinige Akzeptanz des papiergebundenen Mandats ist der Schutz vor unautorisierten Lastschriftbelastungen auf dem Bankkonto - doch das Argument ist hohl: Der Verbraucher gewinnt in jedem Falle bei der SEPA-Lastschrift durch die längeren Widerrufsfristen. Vom Deutschen Bankenverband wird somit bewußt das beliebteste Internet-Bezahlverfahren der Deutschen ohne Grund quasi abgeschafft und die Kreditkartenzahlung bzw. die online-Überweisung gefördert. Die ist allerdings nur für Einmalzahlungen geeignet und nicht für Abozahlungen, und das Kreditkartenbanking wird von den Regeln und Vorgaben der amerikanischen Unternehmen Visa und Mastercard beherrscht. Das deutsche Bankwesen ist dabei, eine innovative und bewährte Bezahlmethode aufzugeben und den massiv wachsenden Markt des online-Zahlungsverkehrs den amerikanischen Wettbewerbern zu überlassen."
Den vollständigen Beitrag Leinerts zur SEPA-Lastschriftverweigerung des deutschen Bankwesens mit allen wichtigen Fakten finden Sie unter : http://www.pay4.eu/aktuelles/items/deutsche-banken-verweigern-sepa.html
http://www.pay4.eu
PAY4 GmbH
Hanauer Landstraße 135-137 / Haus 3 60314 Frankfurt am Main
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