Umfassende Maßnahmen zum Vorbeugenden Brandschutz für deutsches Stahlwerk
11.06.2013 / ID: 121349
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(NL/1682040884) Wolfenbüttel-Cremlingen, 11. Juni 2013 Vorbeugender Brandschutz in Industriebetrieben ist sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Unternehmer ein äußerst wichtiges Thema. Neben einem gestiegenen Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter profitieren die Inhaber von schnellen Hilfsaktionen im Falle eines Brandausbruchs. Denn Brandschäden können in industriellen Umgebungen nicht nur Leben gefährden oder hohe Sachverluste hervorrufen, sondern das Unternehmen vor den wirtschaftlichen Ruin stellen. Dieses empfindliche Thema wurde vor einigen Jahren bei einem der größten Stahlwerke in Deutschland aufgegriffen und auf Basis der gewünschten Installationen die INCA GmbH aus Cremlingen beauftragt, ein umfassendes Konzept zum Vorbeugenden Brandschutz zu erstellen. Im Dezember 2012 konnte das Großprojekt abgeschlossen werden. Neben der Ausschilderung von etwa 80 Anfahrpunkten und etwa 300 Treppen konnten wir rund 600 robuste Flucht- und Rettungspläne in den Gebäuden verbauen, sodass die Sicherheit auf dem Gesamtgelände entschieden verbessert werden konnte, so Dipl.-Ing. Matthias Möller, Geschäftsführer der INCA GmbH.
Ich liege verletzt auf Ihrem Werksgelände! Rechts von mir ist eine Birke und links eine Backsteinmauer - so hätte eine telefonische Notrufmeldung bei einem der größten deutschen Stahlhersteller in der Vergangenheit lauten können. Nicht gerade hilfreich bei einem etliche Quadratkilometer großen Werksgelände. Das Unternehmen musste zwingend handeln und wandte sich erstmalig im Jahr 2007 an die Brandschutz-Experten der INCA GmbH. Diese entwickelten mit der Werkfeuerwehr und der Planungsabteilung nach intensiven Vorort-Aufnahmen ein effizientes Anfahrpunktesystem, welches neben den Angriffswegen für die Feuerwehr auch die Routen für den Sanitätsdienst und die Warenanlieferung aufzeigt.
Sammelpunkte und Treppenkennzeichnungen
Das System beinhaltet die Ausschilderung von circa 80 Anfahrpunkten an den Hallen- und Verwaltungszugängen, welche in Außenbereichen nachts aktiv beleuchtet sind. Zudem wurden CAD Konstruktionen von Treppenabgangsplänen erstellt und an insgesamt 300 Treppen Bezeichnungsschilder montiert. Weiterhin fertigten wir Telefontafeln für jedes Werktelefon an, auf welchen die Angabe der jeweils hier gültigen Anfahrpunkte zu ersehen ist, so Möller. Abschließend wurden die Sammelstellen für Personal und Werkfremde an den jeweiligen Anfahrpunkten festgelegt.
600 Flucht- und Rettungspläne und Fluchtwegekennzeichnung in Kabelkanälen
Flucht- und Rettungspläne wurden nach DIN 23601 auf industrietauglichem Aluminiumblech angefertigt und an ca. 600 signifikanten Punkten montiert. Die Aluminium-Ausführungen wurden dabei so robust gefertigt, dass diese sogar neben den Hochöfen in rauester Umgebung jahrelang bestehen können. Die Pläne haben wir auf Basis der neuen Norm des Jahres 2010 angefertigt und nach Umbaumaßnahmen ständig aktualisiert, erklärt Möller. Eine besondere Herausforderung stellte die aktive und passive Fluchtwegekennzeichnung in den kilometerlangen und schwer zugänglichen Kabelkanälen dar, welche die INCA nach intensiver Arbeit zufriedenstellend lösen konnte.
Feuerwehrpläne in Abstimmung mit dem Landkreis
Die Feuerwehrpläne wurden auf Basis der DIN 14095 gefertigt. Dafür wurde das großflächige Werk in Sektoren unterteilt und eine CAD Konstruktion von rund zehn Feuerwehrplänen in Abstimmung mit der Werkfeuerwehr und dem zuständigen Landkreis erstellt.
Register für technische Gebäudeausrüstung
Final wurden die CAD Konstruktionen von Registern für die im Werk verbauten Feuerlöscher, Rauch- und Wärmeentlüftungsanlagen sowie Brandschutzklappen erstellt. Diese wurden als Basis für die regelmäßige vorgeschriebene Wartung erstellt. Somit konnten sich die Verantwortlichen des Stahlwerks vorzugsweise ihrer eigenen Aufgabe widmen der Produktion von höchstqualitativen Stahl, so der Geschäftsführer.
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