Pressemitteilung von Birgit Fuchs-Laine

Automatisiertes Lizenz- und Berechtigungsmanagement sichert Softwareanbietern Einnahmen


05.03.2014 / ID: 159358
IT, NewMedia & Software

München, 5. März 2014 - Der aktuelle Application Usage Management Report von Flexera Software und IDC zeigt auf, dass unabhängige Softwareanbieter (ISV) trotz der enormen Möglichkeiten bei Unternehmenssoftware weiterhin keine automatisierten Systeme für Lizenz- und Berechtigungsmanagement in ihren Produkten verwenden. Nur etwa ein Drittel der ISV nutzt Spezialprodukte für das Lizenzmanagement und nur ein Viertel Lösungen für das Management von Berechtigungen. Für die Studie wurden Antworten von über 750 Softwareanbietern, Herstellern von "Intelligent Devices" und Anwendern zu allen Aspekten des Management des Softwarelizenz-Lebenszyklus ausgewertet

"Softwareanbieter können mit einem effektiven Management von Softwarelizenzen und Berechtigungen höhere Umsätze erzielen. Kunden wollen so einfach wie möglich ihre Unternehmenssoftware lizenzieren, bezahlen und ihre Berechtigungen verwalten", sagt Amy Konary, Research Vice President - Software Licensing & Provisioning bei IDC. "Selbstentwickelte Systeme sind oftmals nicht flexibel genug, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen - wodurch ISV Wettbewerbsnachteile erleiden. Spezialisierte Lösungen können die Prozesse für das Lizenz- und Berechtigungsmanagement verbessern sowie flexible Monetarisierungsmodelle unterstützen."

Automatisierung, Quote-to-Cash und Customer Experience
ISV ziehen großen Nutzen draus, wenn sie ihr Lizenz- und Berechtigungsmanagement und ihre Lösung für die Softwarebereitstellung mit einem Quote-to-Cash-Prozess integrieren. Dadurch können sie ihre Softwareprodukte und -lizenzen schneller ausliefern, eine einheitliche Customer Experience sicherstellen und die Umsatzbuchung beschleunigen. Zusätzlich bietet Technologie für das Lizenz- und Berechtigungsmanagement umfangreiche Möglichkeiten, das geistige Eigentum (IP) der Softwareanbieter in Produkte umzuwandeln, zu monetarisieren und zu schützen.

Laut Application Usage Management Report erleiden die meisten Softwareanbieter durch den Mangel an automatisierter Lizenzierungstechnologie erhebliche Nachteile. Beispielsweise haben 39 Prozent der Befragten Schwierigkeiten damit, Kunden ein eigenständiges Management der Softwareberechtigungen zu ermöglichen. 30 Prozent melden Probleme beim Schutz des geistigen Eigentums und bei der Gestaltung unterschiedlicher Produktversionen für verschiedene Marktbedürfnisse. 28 Prozent können keine "Try-and-Buy"- und Evaluierungslizenzen anbieten.

ISV berichten ebenso von Schwierigkeiten, die durch Fusionen und Übernahmen entstehen. So stehen 68 Prozent der Befragten vor der Herausforderung, synergistische Produkte mit unterschiedlichen Code-Grundlagen zu integrieren. 55 Prozent haben Schwierigkeiten, eine einheitliche Lizenzierung für hinzukommende Produkte sicherzustellen. 43 Prozent finden es problematisch, unterschiedliche Lizenzierungsmodelle zu verwalten.

"Der Markt zwingt ISV dazu, neue Geschäfts- und Monetarisierungsmodelle flexibel und agil zu übernehmen. Sie können es sich nicht mehr leisten, auf ihre schwerfälligen Eigenentwicklungen für das Lizenz- und Berechtigungsmanagement zu vertrauen", sagt Mathieu Baissac, Experte für Softwarelizenzierung bei Flexera Software. "Unterschiedliche Verwaltungssysteme ohne eine Integration mit Quote-to-Cash-Prozessen zu pflegen, ist aufwendig und schlägt sich nicht nur in einer geringeren Rendite, sondern auch in einer unvorteilhaften Customer Experience nieder."

Virtualisierung schmälert Rendite
Softwareanbieter unterschätzen das Risiko von Einnahmeverlusten, das mit der Virtualisierung einhergeht. Unternehmen können heutzutage sehr einfach von verwendeter Software Instanzen für virtuelle Umgebungen - wie Public, Private oder Hybrid-Clouds - erstellen, ohne dafür zu bezahlen. Häufig haben Anbieter bereits spezielle Bestimmungen für die Virtualisierung in den Lizenzvereinbarungen festgelegt. Aber ohne Compliance-Richtlinien und ohne Lizenzierungstechnologie, um diese Richtlinien konsequent durchzusetzen, können Anbieter keine Einnahmen aus virtualisierten Anwendungen generieren.

Nahezu 65 Prozent der Befragten sehen großes Potenzial in der Virtualisierung, neun Prozent hingegen große Risiken. Tatsächlich - so die Studie - sind Einnahmeverluste durch die Virtualisierung bereits vielerorts Realität. Über die Hälfte der ISV (52 Prozent) berichten, dass ihre Kunden Anwendungen in virtualisierten Umgebungen intensiver nutzen als erlaubt. 29 Prozent wissen gar nicht, ob ihre Kunden Software über ihre Berechtigungen hinweg nutzen.

"Lizenzrichtlinien für virtuelle Umgebungen ergeben wenig Sinn, wenn Softwareanbieter keine Möglichkeiten haben, diese auch durchzusetzen. Einnahmeverluste können sie auf zwei verschiedenen Wegen vermeiden: Sie verbieten die Nutzung in virtuellen Umgebungen komplett, oder sie erfassen und berechnen die tatsächliche Verwendung", sagt Baissac. "Best-of-Breed-Technologien für das Lizenz- und Berechtigungsmanagement können das Problem von Einnahmeverlusten beim Softwareeinsatz in virtuellen Umgebungen lösen. Aber bislang verwenden nur wenige ISV solche Lösungen. Viele Anbieter lassen sich daher eine Menge Einnahmen entgehen."
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