SOLCOM: Freiberufler beklagen hohe Abgabenlast
20.04.2015 / ID: 193055
IT, NewMedia & Software
Reutlingen, 20. April 2015. Freiberufler sind mit ihrem Einkommen zufrieden und verdienen weit über dem Durchschnitt. Allerdings haben sich auch die Abgaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.
Das sind die Ergebnisse der aktuellen SOLCOM-Marktstudie "Einkommens- und Abgabenentwicklung bei Freiberuflern", für die der IT-Personaldienstleister im Februar und März die 8. 863 Abonnenten des SOLCOM Online Magazins befragt hat. Hier möchten wir Ihnen die Ergebnisse aus der Auswertung von 523 Teilnehmern vorstellen.
Verbesserte Einkommenssituation
Eine deutliche Mehrheit von 75 Prozent der befragten Freiberufler ist mit ihrem Einkommen zufrieden. Gleichzeitig hat sich die Einkommenssituation für mehr als die Hälfte in den letzten Jahren verbessert. Nur ein geringer Anteil sieht die Entwicklung der vergangenen Jahre negativ.
Dabei liegt der Anteil der befragten Freiberufler, die ein durchschnittliches Einkommen der letzten drei Jahre von über 80.000 EURO aufweisen können, bei fast 65 Prozent, bei jedem Fünften sogar bei über 120.000 EURO.
Erhöhte Abgabenlast
Mit der Verbesserung der Einkommenssituation bei Freiberuflern hat sich im gleichen Zuge die Abgabenlast erhöht. So sehen, in Rückbetrachtung der Entwicklung, mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer eine gesteigerte Abgabenlast. Sechs von zehn Umfrageteilnehmern sehen diese dabei zumindest als eher unangemessen an. Nur etwa jeder Dritte empfindet diese als angemessen.
Die größten Abgaben sind dabei für 90 Prozent die Steuern, gefolgt von der privaten Vorsorge beziehungsweise Absicherung und den Betriebsausgaben.
1. Sind Sie mit Ihrem Einkommen als Freiberufler zufrieden?
Mehr als drei Viertel der Umfrageteilnehmer sind mit ihrem Einkommen zufrieden, nur etwa ein Viertel hingegen gab an, mit den Einkünften aus der freiberuflichen Tätigkeit nicht zufrieden zu sein.
Ja - 75,3%
Nein - 24,7%
2. Wie hat sich Ihre Einkommenssituation in den letzten Jahren geändert?
Für eine absolute Mehrheit von 54,9 Prozent der Freiberufler hat sich die Einkommenssituation in den letzten Jahren verbessert. Mit 15,2 Prozent hat nur etwa jeder Sechste ein geringeres Einkommen als zuvor. Mit 29,9 Prozent sehen knapp drei von zehn der Befragten bei ihrem Einkommen eine stagnierende Entwicklung in den vergangenen Jahren.
Verbessert - 54,9%
Stagniert - 29,9%
Verschlechtert - 15,2%
3. Wie hoch war Ihr durchschnittliches Einkommen in den letzten drei Jahren?
Die Ergebnisse der vorherigen Frage spiegeln sich auch bei den konkreten Einkünften wieder. So verdienten kumuliert mit fast 65 Prozent zwei Drittel der Umfrageteilnehmer durchschnittlich mehr als 80.000 EURO pro Jahr. Davon verdienen 26,8 Prozent zwischen 100.000 und 120.000 EURO und 21,4 Prozent sogar über 120.000 EURO.
Ein Einkommen unter 80.000 EURO hatten zusammengenommen etwa 35 Prozent. Erfreulicherweise fällt der Anteil der Freiberufler, die ein durchschnittliches Einkommen unter 20.000 EURO jährlich hatten, mit 1,7 Prozent gering aus.
Unter 20.000 EURO - 1,7%
Zwischen 20.000 und 40.000 EURO - 8,8%
Zwischen 40.000 und 60.000 EURO - 10,3%
Zwischen 60.000 Und 80.000 EURO - 14,3%
Zwischen 80.000 und 100.000 EURO - 16,6%
Zwischen 100.000 und 120.000 EURO - 26,8%
Über 120.000 EURO - 21,4%
4. Wie haben sich die Abgaben entwickelt?
Knapp 60 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden die Höhe ihrer Abgaben als unangemessen oder eher unangemessen. Im Umkehrschluss beurteilen etwa 40 Prozent die Höhe ihrer Abgaben als angemessen beziehungsweise eher angemessen.
Mehr Abgaben - 54,3%
Gleich geblieben - 41,5%
Weniger Abgaben - 4,2%
5. Wie beurteilen Sie die Höhe Ihrer Abgaben?
Knapp 60 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden die Höhe ihrer Abgaben als unangemessen oder eher unangemessen. Im Umkehrschluss beurteilen etwa 40 Prozent die Höhe ihrer Abgaben als angemessen beziehungsweise eher angemessen.
Angemessen - 14,1%
Eher angemessen - 26,2%
Eher unangemessen - 42,3%
Unangemessen - 17,4%
6. Welche sind Ihre größten Abgaben? (Mehrfachantworten möglich)
Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich. Mit 91,4 Prozent sehen von neun von zehn der Befragten Steuern als ihre größten Abgaben an. An zweiter Stelle mit 59,7 Prozent folgen die private Vorsorge beziehungsweise Absicherung und an Rang drei die Betriebsausgaben mit 26,4 Prozent.
Die Möglichkeit, Freitextantworten zu hinterlegen, wurde lediglich marginal genutzt und wird aus diesem Grund nicht gesondert ausgeführt.
Steuern - 91,4%
Unproduktive Zeiten / Krankheit - 13,2%
Private Vorsorge / Absicherung - 59,7%
Vermittlungsgebühren - 18,4%
Kreditrückzahlungen - 12,0%
Weiterbildungskosten - 11,3%
Betriebsausgaben - 26,4%
Gehälter - 4,2%
Sonstiges - 1,3%
Neue Umfrage
Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Marktstudie startete auf http://www.solcom.de eine neue Umfrage zum Thema "Projekte und Projekterfolg".
Komplette Umfrage / Marktstudie:
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Überblick über alle Marktstudien:
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