Web-Browser sind vor Java das Top-Einfallstor für Internetattacken
03.06.2015 / ID: 196923
IT, NewMedia & Software
Kaspersky Lab blockierte im ersten Quartal 2015 pro Tag durchschnittlich 222.222 Internetattacken auf deutsche Nutzer. Das Web entwickelt sich weiter zur größten Gefahrenquelle für Anwender. So erfuhren Internetangriffe zwischen Januar und März 2015 einen Zuwachs um 69 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Derzeit werden Computersysteme vorwiegend über Schwachstellen im Browser infiziert. Das "Fenster zum World Wide Web" ist mittlerweile das am häufigsten ausgenutzte Programm für Cyberattacken über das Internet, noch vor Oracle Java. Kaspersky Lab zeigt, wie eine klassische Infizierung über das Internet funktioniert und wie man sich davor schützt.
Die meisten Internetangriffe werden über so genannte Exploit Kits/Packs durchgeführt, die Cyberkriminellen ein komplettes Set an Exploits in die Hand geben, mit denen Programmschwachstellen auf Systemen der Internetnutzer ausgenutzt werden.
Eine Kaspersky-Analyse der verwundbarsten Programme für den Zeitraum Januar bis März 2015 ergibt folgendes Bild:
-Internet-Browser: 64 Prozent
-Oracle Java: 14 Prozent
-Android: 13 Prozent
-Microsoft Office: 5 Prozent
-Adobe Flash Player: 3 Prozent
-Adobe Reader: 1 Prozent
An erster Stelle liegen mit 64 Prozent Browser-Programme - wie in den drei vorausgegangenen Quartalen; wobei die Jahres-Charts für 2014 und 2013 das Programm Oracle Java insgesamt noch vor den Browsern listeten. Es scheint sich der Trend zu festigen, dass derzeit mehr Infizierungen über den Browser anstatt über Java erfolgen.
"Bei Drive-by-Download-Attacken - also die vom Nutzer unbemerkte Infizierung über den Besuch einer offiziellen, aber gehackten Webseite - werden Sicherheitslücken eines Browsers über mehrere Stufen ausgenutzt", so Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. "Besucht ein potentielles Opfer eine kompromittierte Webseite, ermittelt das Exploit Kit den verwendeten Browser, dessen Version und aktive Plugins. Im Anschluss wird geprüft, ob ein passender Exploit bereitgestellt werden kann."
Im ersten Quartal 2015 wurden vor allem Nutzer des Internet Explorers über die Schwachstelle "CVE-2014-6332 OLE Remote Code Execution" attackiert - unter Ausnutzung der Microsoft-Skriptsprache Virtual Basic Script (VBS). Die aktuellen Kits enthalten auch das Internet-Explorer-Exploit "CVE-2013-2551". Nutzer von Google Chrome hatten zwischen Januar und März 2015 mit der Silverlight-Komponente "CVE-2013-0074/3896" zu kämpfen. Ansonsten setzten die Cyberkriminellen in diesem Zeitraum bei Cyberangriffen über den Browser auf Java- und Flash-Schwachstellen.
Allerdings kann im ersten Quartal im Vergleich zum vierten Quartal 2014 ein Rückgang um sieben Prozentpunkte bei Angriffen über Oracle Java festgestellt werden, einem klassischen Drive-by-Infektionsweg. Der Grund: Die hierfür eingesetzten Exploits wurden nahezu komplett aus den aktuell von Cyberkriminellen genutzten Exploit Kits entfernt.
Tipps für das sichere Surfen von Kaspersky Lab
Nutzer sollten die folgenden Sicherheitstipps berücksichtigen, wenn sie sich sicher im Internet bewegen wollen:
-Webattacken über seriöse Quellen beachten: Immer bedenken, dass man sich Schadprogramme über Drive-by-Downloads nicht nur auf unseriösen Webseiten einfangen kann. Im Gegenteil: Die meisten hierfür gehackten Seiten sind legitime Webseiten, weil Cyberkriminelle ihre Schädlinge so effektiver verteilen.
-Updates, Updates, Updates: Nutzer sollten immer so zeitnah wie möglich Updates für das Betriebssystem, alle von ihnen genutzten Browser (Versionshinweise und Aktualisierungsmöglichkeiten finden sich bei Google Chrome und Firefox unter den Menüpunkten "Über" beziehungsweise. "Über Firefox" sowie für den Internet Explorer unter "Info") sowie Plugins installieren. Nur so werden Programmschwachstellen geschlossen.
-IT-Sicherheitslösungen über alle Plattformen einsetzen: Aktuelle und plattformübergreifende Sicherheitslösungen wie Kaspersky Internet Security - Multi-Device schützen Nutzer zusätzlich vor Infizierungen über das Internet, beispielsweise vor einer Drive-by-Infektion, indem gehackte Webseiten blockiert werden.
http://www.kaspersky.com/de/
Kaspersky Lab
Despag-Straße 3 85055 Ingolstadt
Pressekontakt
http://essentialmedia.de
essential media
Landwehrstraße 61 80336 München
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Stefan Rojacher
08.06.2017 | Stefan Rojacher
Wenn Privates öffentlich wird: 93 Prozent teilen persönliche Daten, 44 Prozent auch öffentlich
Wenn Privates öffentlich wird: 93 Prozent teilen persönliche Daten, 44 Prozent auch öffentlich
12.04.2017 | Stefan Rojacher
Bundestagswahl 2017: Jeder zweite Deutsche würde gerne über das Internet wählen
Bundestagswahl 2017: Jeder zweite Deutsche würde gerne über das Internet wählen
09.03.2017 | Stefan Rojacher
Banken investieren dreimal mehr in IT-Sicherheit als andere Bereiche
Banken investieren dreimal mehr in IT-Sicherheit als andere Bereiche
09.11.2016 | Stefan Rojacher
Kaspersky Lab und BE.services adressieren Sicherheitsbedürfnisse der Industrie 4.0
Kaspersky Lab und BE.services adressieren Sicherheitsbedürfnisse der Industrie 4.0
04.11.2016 | Stefan Rojacher
Kaspersky-Umfrage: Mehr als jedes dritte Ransomware-Opfer bezahlt Lösegeld
Kaspersky-Umfrage: Mehr als jedes dritte Ransomware-Opfer bezahlt Lösegeld
Weitere Artikel in dieser Kategorie
30.01.2026 | everIT GmbH
everIT GmbH startet neuen B2B-Onlineshop directdeal.me
everIT GmbH startet neuen B2B-Onlineshop directdeal.me
30.01.2026 | ProCoReX Europe GmbH
Computer und PC Entsorgung in Lübeck: ProCoReX Europe GmbH überzeugt mit rechtskonformer zertifizierung
Computer und PC Entsorgung in Lübeck: ProCoReX Europe GmbH überzeugt mit rechtskonformer zertifizierung
29.01.2026 | ProCoReX Europe GmbH
Computerschrott Entsorgung in Münster - Sichere Datenlöschung & Ressourcenschutz mit ProCoReX
Computerschrott Entsorgung in Münster - Sichere Datenlöschung & Ressourcenschutz mit ProCoReX
29.01.2026 | DNKLDSGN: Branding / Marketing / Webdesign Köln
Dunkel Design, aka Moritz Dunkel, realisiert neue Website für Architektur Schiefer
Dunkel Design, aka Moritz Dunkel, realisiert neue Website für Architektur Schiefer
29.01.2026 | 10ZiG Technology GmbH
10ZiG eröffnet erstes deutsches Büro und holt EUC-Experten an Bord
10ZiG eröffnet erstes deutsches Büro und holt EUC-Experten an Bord

