Jedes zweite KI-Projekt in Microsoft 365 wird gestoppt
13.03.2026 / ID: 438987
IT, NewMedia & Software
51 Prozent der Unternehmen weltweit haben KI-basierte Änderungen in Microsoft 365 aufgrund von Sicherheits- oder Governance-Bedenken rückgängig gemacht (Deutschland: 46 %). Gleichzeitig sehen knapp drei Viertel (70 %) der IT-Verantwortlichen in einem KI-gesteuerten Management enorme Vorteile für die eigenen Prozesse. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue Report "2026 State of AI in Microsoft 365" von CoreView, Spezialist für den Schutz und das Management von Microsoft-365-Tenants. Weltweit bezeichnen vier von fünf (82 %) IT-Führungskräfte die Verwaltung von Microsoft 365 als erhebliche operative Herausforderung (Deutschland: 74 %). Entsprechend groß ist der Wunsch nach einer Entlastung durch künstliche Intelligenz. Allerdings stoßen 24 Prozent, in Deutschland sogar 34 Prozent, der IT-Verantwortlichen bei der Einführung von KI auf Widerstand seitens ihrer Geschäftsführung.
Diese Bedenken sind nicht gänzlich unbegründet: "KI wird häufig in Umgebungen eingesetzt, die dafür noch nicht bereit sind", erklärt Nurschan Bisenov, Solution Specialist bei CoreView. "Microsoft 365 erfordert mehr und mehr operativen Aufwand. Diesen wollen Unternehmen zunehmend durch Automatisierung reduzieren. Wenn jedoch keine Governance- und Sicherheitskontrollen vorhanden sind, löst KI das Problem nicht, sondern verschärft es sogar noch. Ohne Struktur und Leitplanken führt die Automatisierung dazu, dass Risiken schneller entstehen, als sie adressiert werden können."
Die größten Bedenken der IT-Verantwortlichen betreffen dabei die Bereiche Zugriff, Kontrolle und Rückverfolgbarkeit:
1.KI nimmt ohne menschliche Aufsicht kritische Änderungen vor (46 %): Unbeschränkte Automatisierung kann ohne Überprüfung oder Genehmigung die Sicherheitslage, Berechtigungen oder Tenant-Konfigurationen verändern.
2.KI erhält übermäßige oder dauerhafte Administratorrechte (44 %): Die künstliche Intelligenz könnte zu einem "Superuser" werden, der Rechte ansammelt, die gegen das Least-Privilege-Prinzip verstoßen oder über den vorgesehenen Umfang hinausgehen.
3.KI-gesteuerte Aktionen lassen sich nicht nachvollziehen oder rückgängig machen (44 %)
Darüber hinaus befürchten 42 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen durch die KI ausgelöste Compliance-Verstöße sowie einen Verlust der Transparenz oder Kontrolle über sensible Konfigurationen (38 %).
Generell sind deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich sehr zurückhalten in der KI-Umsetzung, befürchten jedoch auch keine gravierenden Auswirkungen. Während weltweit 70 Prozent der Geschäftsführungen den Einsatz von KI fördern, sind es in Deutschland lediglich 46 Prozent. Gleichzeitig ist die Angst, durch KI den Arbeitsplatz zu verlieren in Deutschland mit 42 Prozent der Befragten am geringsten ausgeprägt (weltweit 51 %). Entsprechend hat die Einführung von KI in Deutschland mit 32 Prozent auch den geringsten negativen Einfluss auf die Arbeitsmoral (weltweit 46 %).
Der Report kann unter https://www.coreview.com/resource/state-of-ai-in-m365 kostenlos heruntergeladen werden.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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