Pressemitteilung von Neo4j

Alternative zu Palantir: Neo4j übernimmt GraphAware und startet graphbasierte Analyseplattform


03.06.2026 / ID: 442159
IT, NewMedia & Software

Alternative zu Palantir: Neo4j übernimmt GraphAware und startet graphbasierte AnalyseplattformMünchen - 3. Juni 2026 - Neo4j , Anbieter der gleichnamigen Graph-Intelligence-Plattform, gibt die Übernahme von GraphAware  bekannt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in London entwickelt Analysesoftware für Ermittlungsbehörden und Sicherheitsorganisationen. Mit der Übernahme legt Neo4j den Grundstein für eine neue Generation KI-gestützter Graphlösungen auf Basis offener Standards - als bewährte und vertrauenswürdige Alternative zu Palantir Gotham.

KI und geopolitische Spannungen rücken souveräne Daten- und KI-Infrastrukturen in den Fokus. Organisationen - insbesondere Behörden - müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten, um nationale Compliance- und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und neue KI-Anwendungsfälle sicher zu unterstützen. Proprietäre Black-Box-Lösungen haben in diesem Umfeld ausgedient. Stattdessen braucht es eine zertifizierte, offene Standardarchitektur, die modular aufgebaut ist und sich in Enterprise-KI-Plattformen integrieren lässt.

Mit der Übernahme von GraphAware treibt Neo4j die Entwicklung souveräner Daten- und KI-Infrastrukturen weiter voran und integriert die Analysefähigkeiten der GraphAware Hume Lösung in die Neo4j Graph-Intelligence-Plattform. Organisationen erhalten damit ab sofort eine zuverlässige Lösung für kollaborative Ermittlungen und nachvollziehbare Entscheidungsunterstützung in komplexen, vernetzten Datenbeständen.

"Seit über einem Jahrzehnt setzen Regierungen bei der Datenanalyse auf Palantir. GraphAware Hume in Kombination mit der Neo4j Graph-Intelligence-Plattform bietet nun eine echte Alternative", erklärt Emil Eifrem, Gründer und CEO von Neo4j. "Wir schaffen nicht einfach nur ein Konkurrenzangebot zu Palantir Gotham. Wir übernehmen eine im Behördenumfeld etablierte und erprobte Lösung, die auf offenen Standards basiert und international bereits im Einsatz ist."

GraphAware Hume ist eine graphbasierte Analyseplattform für den operativen Einsatz bei Sicherheitsbehörden. Sie führt komplexe und fragmentierte Daten zu einem vernetzten Lagebild zusammen. Analysten und Ermittler können dadurch Zusammenhänge untersuchen, Kontext aufbauen und teamübergreifend zusammenarbeiten. Die Lösung ist speziell auf die Anforderungen von Strafverfolgungsbehörden, Verteidigungsorganisationen und Einheiten zur Bekämpfung von Finanzkriminalität zugeschnitten.

Neo4j und GraphAware verbindet eine über zehnjährige Partnerschaft. Gemeinsam unterstützen die beiden Unternehmen Kunden im Bereich sicherheitskritischer Intelligence-Analysen. Zu den Kunden zählen unter anderem die Europäische Kommission sowie die US-Steuerbehörde IRS. Weitere Anwendungsfälle:

- Strafverfolgung: Das Zuständigkeitsgebiet der Polizei im Bundesstaat Westaustralien gilt als eines der größten Polizeigebiete der Welt. GraphAware und Neo4j helfen den dortigen Einsatzkräfte, Daten aus zahlreichen getrennten Systemen zusammenzuführen. Ermittler gewinnen dadurch eine einheitliche Sicht auf Personen, Fälle und Zusammenhänge, können verdeckte Verbindungen schneller erkennen und Abfragen nahezu in Echtzeit durchführen.

- Verteidigung: Das US-Verteidigungsministeriums nutzt GraphAware und Neo4j in einer offiziell akkreditierten DevSecOps-Umgebung auf USAF Cloud One, der Cloud-Plattform der U.S. Air Force. Die Lösung läuft in einem nach DoD IL5 abgesicherten Hochsicherheitsnetzwerk und ermöglicht die Entwicklung graphgestützter KI-Anwendungen für missionskritische Analysen.

- Cyberabwehr: Eine nationale europäische Cyberabwehrbehörde setzt GraphAware und Neo4j ein, um Cyberbedrohungen frühzeitig zu erkennen, ihre Zusammenhänge zu verstehen und mögliche Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen, Unternehmen und die Öffentlichkeit zu bewerten.

"Die Zukunft sicherheitsrelevanter Analysen und nachrichtendienstlicher Ermittlungsarbeit ist Graph- und KI-gestützt. Nach mehr als zehn Jahren als Partner von Neo4j ist die Integration von GraphAware Hume in das Neo4j-Ökosystem daher nur konsequent", so Michal Bachman, Gründer und CEO von GraphAware. "Wir setzen seit Langem auf die Plattform von Neo4j, um Analysten die Möglichkeiten vernetzter Daten direkt zugänglich zu machen. Durch den Zusammenschluss können wir nicht nur die Integration weiter vertiefen und Innovationen schneller vorantreiben. Wir können auch bestehenden wie neuen Kunden wegweisende KI-Funktionen bereitstellen."

Die Übernahme markiert einen wichtigen Schritt in der KI-Strategie von Neo4j. Das Unternehmen hatte im Oktober 2025 angekündigt, 100 Millionen US-Dollar in KI-Produktinnovationen und strategische Initiativen zu investieren. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach Graph-Intelligence: Neo4j verzeichnet mittlerweile viermal so viele Kunden, die Graphtechnologie für KI-fähige Datenanwendungen nutzen - viele davon bereits im produktiven Einsatz. Zu den angekündigten Initiativen zählen unter anderem die Markteinführung von Neo4j Aura Agent, MCP Server für Neo4j und der Start des

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