Pressemitteilung von Iphos IT Solutions GmbH

searchit Models: Welches KI-Modell in der EU rechnet – und zu welchem Preis


03.11.2026 / ID: 448097
IT, NewMedia & Software

searchit Models: Welches KI-Modell in der EU rechnet – und zu welchem PreisAuf models.searchit-agent.ai sehen Unternehmen auf einen Blick, welches KI-Modell sie bei welchem Anbieter mit Verarbeitung in der EU nutzen können und was es laut Preisliste kostet. Das neue Vergleichsportal searchit Models erfasst derzeit die Listenpreise von 789 Modellen bei 63 Anbietern, zusammen 2.363 Angebote (Stand 2. November 2026). Zu jedem Angebot stehen Preis, Sitz des Anbieters und Verarbeitungsort nebeneinander, und jeder Preis trägt ein wörtliches Zitat aus der Preisseite des Anbieters samt Datum. Die Nutzung ist kostenlos. Wer sich registriert, lässt sich Änderungen per E-Mail melden und bindet den Katalog direkt in die eigenen KI-Agenten ein. Zum Start erscheint die erste Ausgabe des monatlichen EU-Modell-Reports.

Aus dem Projektalltag entstanden

Die Idee kommt aus der eigenen Arbeit. In den Kundenprojekten von searchit stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Welches Sprachmodell lässt sich einsetzen, wenn die Daten in der EU verarbeitet werden sollen?

„Ob ein Anbieter in der EU verarbeitet, was er zur KI-Verordnung der EU sagt und was ein Modell bei ihm kostet, haben wir für jedes Projekt neu zusammengesucht, Preisseite für Preisseite“, sagt Ing. Christoph Wendl, CEO von searchit und Konzeptionist der Software. „Irgendwann haben wir unsere eigene Software auf diese Recherche angesetzt. Nach einer Woche lief eine erste Beta-Version, seit Mitte Oktober ist das Portal öffentlich.“

Seither liest searchit die Preisseiten der Anbieter regelmäßig. Ein Sprachmodell zieht daraus Modelle, Preise und Bedingungen heraus, jeweils mit dem Satz von der Preisseite als Beleg; Werte ohne Beleg werden verworfen. Preise in anderer Währung rechnet das Portal mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank in Euro um. Ein Wissensgraph verbindet Modell, Angebot, Anbieter und Rechtsraum.

Herkunft und Verarbeitungsort getrennt

Das Portal unterscheidet zwei Angaben, die oft vermischt werden: wo ein Anbieter seinen Sitz hat und wo er Anfragen verarbeitet. 35 der 63 Anbieter mit Preisen haben ihren Sitz in der EU oder im übrigen Europäischen Wirtschaftsraum. Ob sie dort auch rechnen, steht beim einzelnen Angebot: Ein Anbieter aus den USA kann in der EU verarbeiten, ein europäischer Anbieter außerhalb.

Wie weit Herkunft und Verarbeitungsort auseinanderliegen, zeigt die Startseite. Dort stehen die zehn Sprachmodelle mit EU-Verarbeitung, die im Messlauf „searchit Entity Extraction“ am besten abschneiden. Zwei davon stammen von einem europäischen Hersteller, beide von Mistral AI. Die übrigen acht kommen aus den USA und aus China und werden trotzdem in der EU verarbeitet: bei europäischen Rechenzentren, die Modelle mit frei verfügbaren Gewichten selbst betreiben, bei europäischen Vermittlern oder in der EU-Datenzone eines US-Cloudanbieters. Der Messlauf prüft, wie vollständig ein Modell Personen, Firmen und ihre Beziehungen aus Geschäftsdokumenten herausliest. Gemessen ist das bisher an acht Dokumenten, für diese eine Aufgabe; eine allgemeine Rangliste ist es nicht.

Der erste EU-Modell-Report

Was sich im Markt bewegt, fasst der EU-Modell-Report jeden Monat zusammen. Die erste Ausgabe für Oktober 2026 zählt die Angebote mit Preis je Token oder je Bild: 153 davon haben ihren Preis im Lauf des Monats geändert. 99 wurden günstiger, 45 teurer, bei 9 ging ein Preisbestandteil hinauf und ein anderer hinunter. Bei den Angeboten mit EU-Verarbeitung lief es andersherum: Von 37 Änderungen waren 20 Erhöhungen und 15 Senkungen. Ein einzelnes EU-Angebot kostete Ende Oktober mehr als das Dreifache, ein anderes rund zwei Drittel weniger als zu Monatsbeginn. Von den 58 Anbietern, die solche Preise nennen, haben 29 mindestens ein Angebot mit EU-Verarbeitung.

Ob daraus ein Trend wird, zeigt erst der Vergleich mit den Folgemonaten; die Oktober-Ausgabe hält den Ausgangsbestand fest. Ab November nennt der Report auch, welche Modelle und Anbieter neu dazugekommen sind.

„Ein Preis, der heute stimmt, kann im nächsten Monat schon anders aussehen“, erklärt Wendl. „Deshalb steht bei jedem Preis, wann wir ihn gelesen haben, und der Report hält fest, wie er sich verändert.“

Kostenlos nutzen, als Mitglied mehr

Ohne Anmeldung stehen die Preistabellen für Sprach-, Einbettungs- und Bildmodelle zur Verfügung, dazu Abos, ein Kostenrechner für die eigenen Token-Mengen, ein Token-Zähler und ein Vergleich von bis zu acht Angeboten nebeneinander. Auf der Startseite beantwortet ein Chatbot Fragen zum Katalog in ganzen Sätzen, mit Links zu den passenden Einträgen und als KI-Antwort gekennzeichnet. Die Preisdaten stehen als offene Daten unter der freien Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 bereit, jede Seite zusätzlich als reiner Text für KI-Agenten, und das Portal gibt es in sechs Sprachen.

Registrierte Mitglieder speichern Suchen als Favoriten und lassen sie täglich, wöchentlich oder monatlich per E-Mail überwachen. Sie exportieren Trefferlisten als Tabelle und nutzen den Chatbot mit vollem Kontingent. Über das offene Model Context Protocol (MCP), einen Standard für die Anbindung von Werkzeugen an KI-Agenten, fragen sie den Katalog aus dem eigenen Agenten heraus ab, etwa: „Welches Einbettungsmodell mit EU-Verarbeitung ist am günstigsten?“ Die Registrierung ist kostenlos und gilt, sobald die E-Mail-Adresse bestätigt ist.

Jeder Preis zum Nachprüfen

Die Preisseiten wertet eine KI aus, und eine solche Auswertung kann Fehler enthalten. Deshalb lässt sich jeder Wert bis zur Quelle zurückverfolgen: Zitat, Link und Datum stehen beim Preis. Fehler und fehlende Anbieter lassen sich über ein Formular melden; Korrekturen nimmt die Redaktion von Hand vor. Die Aufnahme eines Anbieters ist kostenlos und ändert nichts an der Reihenfolge in den Tabellen. Die Angaben zur EU-Verarbeitung geben wieder, was der Anbieter selbst angibt; eine rechtliche Bewertung, etwa nach der Datenschutz-Grundverordnung, ersetzen sie nicht.

„Das Portal zeigt im Kleinen, was searchit in Unternehmen tut“, so Wendl abschließend. „Wir lesen verstreute Quellen, erkennen darin, wer was zu welchen Bedingungen anbietet, und verknüpfen alles in einem Wissensgraphen. Genauso wird aus den Dokumenten eines Unternehmens das Gedächtnis seiner KI.“ Auf diesem Gedächtnis arbeitet der searchit AI Agent als digitaler Mitarbeiter: Er trägt Unterlagen zusammen, vergleicht sie und liefert das Ergebnis als Word-, Excel- oder PDF-Datei, immer mit den Rechten des Menschen, der ihn beauftragt. Vorgestellt wird er auf searchit-agent.ai.

Mehr Infos zu searchit Models: models.searchit-agent.ai

EU-Modell-Report Oktober 2026: models.searchit-agent.ai/wissen/eu-modell-report/2026-10/
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