Neues Heizungsgesetz 2026: Warum die freiere Wahl bei der Heizung mehr Planung verlangt, nicht weniger
22.09.2026 / ID: 446223
Maschinenbau
Berlin, 22. September 2026 - Zum 29. Juli 2026 ist das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in Kraft getreten und hat das Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2024 abgelöst. Die vielleicht wichtigste Änderung: Die Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist entfallen. Auch die Kopplung des Heizungstauschs an die kommunale Wärmeplanung ist weggefallen. Bauherren und Eigentümer haben damit wieder deutlich mehr Freiheit bei der Wahl ihres Heizsystems, theoretisch auch für neue Gas- oder Ölheizungen.Das Berliner Ingenieurbüro TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH warnt jedoch davor, die neue Freiheit mit einem Freifahrtschein zu verwechseln. "Dass eine bestimmte Technik erlaubt ist, heißt nicht, dass sie über die Lebensdauer des Gebäudes wirtschaftlich ist", sagt Geschäftsführer Ricardo Proksch. "Die Verantwortung für eine zukunftssichere Entscheidung liegt jetzt stärker beim Bauherrn. Der Bedarf an fundierter, gewerkeübergreifender Planung steigt dadurch, statt zu sinken."
Was 2026 gilt - und was ab 2029 kommt
Auch wenn fossile Heizungen wieder uneingeschränkt eingebaut werden dürfen, bleiben sie nicht folgenlos. Nach der sogenannten Bio-Treppe müssen neue Gas- und Ölheizungen ab 2029 anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen betrieben werden: zunächst mindestens 10 Prozent, ab 2030 15 Prozent, ab 2035 30 Prozent, ab 2040 60 Prozent, bis 2045 soll der Wärmesektor klimaneutral sein. Der Betrieb bestehender fossiler Heizungen bleibt bis zum 31. Dezember 2044 erlaubt. Parallel wird die Solarpflicht ausgeweitet.
Für Eigentümer heißt das: Wer heute eine reine Gasheizung einbaut, kalkuliert steigende CO₂-Preise und Brennstoffkosten über die kommenden 15 Jahre mit ein. Auch Fachinstitute weisen darauf hin, dass fossile Heizungen bis 2040 wirtschaftlich zum Risiko werden können.
Worauf es bei der Heizungsplanung im Bestand jetzt ankommt
TGA-Vision empfiehlt Bauherren, die Heizungsfrage nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem des Gebäudes zu betrachten. Entscheidend seien vier Punkte: Erstens die energetische Qualität der Gebäudehülle, denn sie bestimmt, welche Vorlauftemperatur und damit welches System bei der Heizungsplanung überhaupt sinnvoll ist. Zweitens das Zusammenspiel der Gewerke, Heizung, Lüftung und Elektro/Photovoltaik greifen zunehmend ineinander. Drittens die Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus statt allein der Anschaffungspreis. Und viertens ein Blick auf wartungsarme Lösungen, die den Aufwand im laufenden Betrieb gering halten.
Wie sich das umsetzen lässt, zeigt ein aktuelles Referenzprojekt des Büros: Beim Umbau einer Berliner Schule verzichtete TGA-Vision vollständig auf ein wasserführendes Heizsystem und kombinierte elektrische Infrarot-Strahlungswärme mit Photovoltaik und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ein Beispiel für das Prinzip "so viel Technik wie nötig, so wenig wie möglich".
"Das neue Gesetz nimmt Bauherren die Vorschrift ab, aber nicht die Entscheidung", fasst Proksch zusammen. "Genau dafür ist eine unabhängige Fachplanung da: die technisch und wirtschaftlich beste Lösung für das konkrete Gebäude zu finden, unabhängig davon, was gerade politisch vorgegeben ist oder nicht."
Gebäudemodernisierungsgesetz 2026 GModG GEG 2026 Heizungsgesetz Heizungsplanung Bestand 65-Prozent-Regel Bio-Treppe TGA-Planung Berlin Ingenieurbüro Gebäudetechnik energieeffiziente Sanierung
TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH
Herr Ricardo Proksch
Große Seestraße 3
13086 Berlin
Deutschland
fon ..: +49 172 3035343
web ..: https://www.tga-vision.de
email : info@tga-vision.de
Pressekontakt:
TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH
Herr Ricardo Proksch
Große Seestraße 3
13086 Berlin
fon ..: +49 172 3035343
web ..: https://www.tga-vision.de
email : info@tga-vision.de
Diese Pressemitteilung wurde über Connektar veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH
11.09.2026 | TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH
LowTec statt HighTech: TGA-Vision plant energieeffiziente Berliner Schule ohne wasserführende Heizung
LowTec statt HighTech: TGA-Vision plant energieeffiziente Berliner Schule ohne wasserführende Heizung
Weitere Artikel in dieser Kategorie
22.09.2026 | Vogt Stanzteile GmbH
Vogt Stanzteile GmbH: Hersteller für Stanzteile aus Baden-Württemberg feiert 40 Jähriges-Jubiläum
Vogt Stanzteile GmbH: Hersteller für Stanzteile aus Baden-Württemberg feiert 40 Jähriges-Jubiläum
21.09.2026 | Lantek Systemtechnik GmbH
Lantek steigert seinen Umsatz auf Rekordhoch und treibt weltweite Expansion weiter voran
Lantek steigert seinen Umsatz auf Rekordhoch und treibt weltweite Expansion weiter voran
15.09.2026 | Bornemann Gewindetechnik
InnoTrans 2026: Bornemann Gewindetechnik präsentiert neuartige In-Situ-Rissprüfung für Bahnwerkstätten
InnoTrans 2026: Bornemann Gewindetechnik präsentiert neuartige In-Situ-Rissprüfung für Bahnwerkstätten
11.09.2026 | TGA-Vision Ingenieurgesellschaft mbH
LowTec statt HighTech: TGA-Vision plant energieeffiziente Berliner Schule ohne wasserführende Heizung
LowTec statt HighTech: TGA-Vision plant energieeffiziente Berliner Schule ohne wasserführende Heizung
09.09.2026 | CompAir Drucklufttechnik Denver Gardner Deutschland GmbH
CompAir auf der BrauBeviale 2026
CompAir auf der BrauBeviale 2026

