Was tun bei Feigwarzen?
30.10.2013
Medizin, Gesundheit & Wellness
München, 30. Oktober 2013 - Feigwarzen sind Hautveränderungen im Genitalbereich, die durch humane Papillomviren verursacht werden. Über Symptome, Übertragung, Behandlung und Vorbeugung einer Infektion mit diesen Erregern informiert Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von jameda, Deutschlands größter Arztempfehlung (http://www.jameda.de).
Feigwarzen wachsen in feucht-warmen Hautbereichen
Feigwarzen (Genitalwarzen, spitze Kondylome, Condylomata acuminata) werden durch humane Papillomviren (HPV) hervorgerufen. Die Infektion mit diesen Viren zählt zu den am häufigsten, sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Warzen entstehen an feucht-warmen Orten im Genital- und Analbereich und in der Leistengegend. Betroffen sein können Penisvorhaut, Eichel, Schamlippen, Scheide, Gebärmutterhals und Anus. Auch die Harnröhre und der Enddarm können besiedelt werden.
HP-Viren vom Hochrisiko-Typ verursachen Krebs
Von den humanen Papillomviren sind etwa 110 verschiedene Subtypen bekannt. Am häufigsten werden Feigwarzen durch die Typen 6 und 11 ausgelöst. Sie gehören zu den Niedrig-Risiko-Typen, die im Allgemeinen nicht zu Krebs führen. Hochrisiko-Typen der Papillomviren wie Typ 16 und 18, treten dagegen seltener auf, sie können aber auch nach Jahren der Infektion noch verschiedene Krebsarten wie Gebärmutterhals-, Penis- oder Analkrebs hervorrufen.
Feigwarzen sind anfangs kaum sichtbar
Die Warzen sind teils einzeln stehende teils verschmolzene, rötliche oder fleischfarbene Hautaufwerfungen. Ihre Größe und Ausdehnung variiert von kaum sichtbar bis zentimetergroß. In seltenen Fällen wuchern die Warzen massiv, so dass Riesenkondylome entstehen. Anfangs bleiben die Warzen oft unbemerkt, da sie sehr klein sind und keine Beschwerden bereiten.
Kleine Hautverletzungen lassen HPV leicht eindringen
Humane Papillomviren werden durch oralen, analen und vaginalen Geschlechtsverkehr übertragen. Bestehen mikroskopisch kleine Verletzungen der Haut, können die Erreger die obersten Hautschichten besonders leicht besiedeln. Auch bei der Geburt ist eine Weitergabe der Viren von der Mutter an das Neugeborene möglich. Wer sich mit humanen Papillomviren infiziert hat, entwickelt nicht zwangsläufig Hautveränderungen, kann die Viren aber an Mitmenschen weitergeben (stumme Infektion). Kondome verringern effektiv das Risiko einer Ansteckung, bieten aber keinen vollständigen Schutz.
Humane Papillomviren sind weit verbreitet
Im Laufe ihres Lebens infizieren sich 75-80% der Menschen mit humanen Papillomviren, sexuell aktive junge Menschen bis 25 Jahre stecken sich am häufigsten an. Dabei steigt das Risiko der Ansteckung mit der Anzahl an wechselnden Sexualpartnern. 1-2% der Infizierten tragen sichtbare Feigwarzen, 5-10% haben eine stumme Infektion.
Medikamentöse und chirurgische Behandlung
Ein wenig ausgedehnter Befall mit Feigwarzen wird lokal durch Medikamente behandelt. Dazu werden eine Lösung oder Creme mit Podophyllotoxin, Imiquimod oder Grünteeextrakt über mehrere Wochen auf die Warzen aufgetragen. Großflächige Hautveränderungen werden chirurgisch entfernt, z. B. durch Kryotherapie, Lasertherapie oder Elektrokauterisation. Auch der Partner sollte sich auf Feigwarzen untersuchen lassen, während der Behandlung ist sexuelle Enthaltsamkeit erforderlich.
Bei weiteren Fragen zu Geschlechtskrankheiten hilft Ihnen ein Arzt gerne weiter. Gut bewertete Hautärzte finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/hautaerzte-dermatologen-geschlechtskrankheiten/fachgebiet/).
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