Neurodermitis - wenn die Haut zu durchlässig ist
19.11.2014 / ID: 180762
Medizin, Gesundheit & Wellness
Sie ist ebenso belastend wie häufig: die Hautkrankheit Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt. In den Industrienationen leiden bis zu 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen an Neurodermitis, bei Erwachsenen liegt der Prozentsatz bei bis zu drei.
Bei Neurodermitis handelt es sich um eine nicht ansteckende Hauterkrankung, deren Hauptsymptome rote, schuppende, manchmal nässende Ekzeme sind, von denen ein starker Juckreiz ausgeht. Die Neurodermitis verläuft meist schubweise und ist gut behandelbar.
Neurodermitis genetisch bedingt
Bei Säuglingen und Kleinkindern treten die Hautirritationen vor allem in den Beugen Armen und Beinen oder am Kopf auf. In der Pubertät erkrankt die Haut häufig im Bereich der Stirn oder der Augenlider. Die von Neurodermitis betroffenen Menschen, haben eine trockene, dünne Haut, deren Barriere Funktion gestört ist. "Die Ursachen für Neurodermitis liegen in einem Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren, wie genetischen oder immunologischen Veränderungen, psychischen Dispositionen und Umwelteinflüssen.", so Apothekerin Verena Biegner von der <a href="http://www.mediherz-shop.de" target="_blank"> Versandapotheke mediherz.de </a>. Normalerweise fördert das Filaggran -Protein den Verhornungsprozess der Hautoberfläche. Ein Mangel dieses Proteins, wie bei Neurodermitis, beeinträchtigt die Schutzfunktion der Haut entscheidend und erleichtert das Eindringen von Allergenen. So können sich die Ekzeme entwickeln. Eine zu geringe Hautfettproduktion begünstigt diesen Prozess, ebenso wie das durch den Juckreiz hervorgerufene Kratzen. Denn dadurch erfolgt eine zusätzliche mechanische Hautirritation, ein Teufelskreis baut sich auf. Eine weitere Ursache für Neurodermitis ist eine starke Besiedlung der Haut und der Schleimhäute durch Mikroorganismen, insbesondere durch Bakterien. Zusätzlich leiden viele Neurodermitis - Patienten an Allergien, zum Beispiel gegen Hausstaub, Tierhaare oder Nahrungsmittel. Weitere Faktoren, welche eine atopische Ekzem Bildung begünstigen sind Stress und äuere mechanische Reizungen. So kann Stress beispielsweise durch Schlafmangel entstehen, der seinerseits durch den Juckreiz bedingt ist. Bei der Bekleidung sollte man auf grobe Materialien verzichten, welche die Haut reizen können und stattdessen weiche sowie glatte Stoffe bevorzugen.
Salben und Lotionen sind hilfreich
Ein Problem bei der <a href="https://www.mediherz-shop.de/keywordsearch/searchitem=EUCERIN%20AtopiControl" target="_blank"> Behandlung von Neurodermitis </a> ist, dass sie einerseits in Schüben auftritt und andererseits die Intensität der Erkrankung variieren kann. Die Bandbreite reicht von trockener Haut, über Ekzem Bildung bis hin zu schwer ausgeprägten Ekzemen und kaum erträglichen Juckreiz. Bei leichten Erkrankungsformen kommt der Hauthygiene eine groe Bedeutung zu. Salben und Lotionen können die Barrierefunktion der Haut stabilisieren. Öl in Wasser Emulsionen wirken einer Austrocknung der Haut entgegen. Viele Neurodermitis - Betroffenen haben eine geringe Konzentration von Harnstoff im Blut, der ein wichtiger Faktor für die Hautfeuchtigkeit ist. So ist die Anwendung harnstoffhaltiger Präparate zu empfehlen. Gegen den Juckreiz und sie Entzündung wirken Salben mit Immunsuppressiva. In schweren Fällen von Neurodermitis kommen auch Glucocorticoide, Antihistaminika oder Cortison zur Anwendung.
Hautpflege wirkt vorbeugend
"Als Prävention gegen Neurodermitis sollte man die bekannten Provokationsfaktoren, wie äuere Hautreizungen, und auch Stress vermeiden. Dazu gehört ferner eine schonende Hautpflege, die für ausreichende Feuchtigkeit sorgt und die Schutzfunktion der Haut stärkt", rät Apothekerin Verena Biegner von der Versandapotheke mediherz.de. Empfehlenswert ist es auch bei Anzeichen einer Neurodermitis eine Untersuchung auf Allergien durchführen zu lassen. Eine Lichttherapie, mit hoch dosiertem UV-Licht, hat ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung.
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