All-on-4: Implantate mit System
04.03.2015 / ID: 189106
Medizin, Gesundheit & Wellness
Herr Dr. Schmidt, vier Implantate für einen ganzen zahnlosen Kiefer - wie funktioniert das?
Dr. Schmidt: Bei dem neuen All-on-4-Behandlungskonzept werden alle fehlenden Zähne des Unter- oder Oberkiefers durch jeweils eine gaumenfreie Brücke ersetzt, die von nur vier Zahnimplantaten getragen wird. Möglich wird das durch die Neigung der hinteren Implantate von bis zu 45 Grad.
Damit dürfte die "Komplett-Sanierung" durch Implantate künftig erschwinglicher sein?
Dr. Schmidt: In der Tat, das neue System erspart dem Patienten viel Zeit und einiges an Behandlungskosten. Zudem macht es auch das Tragen herkömmlicher, oft unbequemer und schmerzhafter Prothesen überflüssig.
Gibt es weitere Pluspunkte?
Dr. Schmidt: Die spezielle Neigung der hinteren Implantate garantiert nicht nur eine sichere und stabile Verankerung des Zahnersatzes. Dadurch ist in der Regel auch ein zusätzlicher Knochenaufbau überflüssig. Ein weiterer Pluspunkt: Oft kann provisorischer Zahnersatz bereits nach dem chirurgischen Eingriff eingesetzt werden - hässliche Zahnlücken gehören damit schnell der Vergangenheit an.
Welche Nachteile, Risiken hat das System?
Dr. Schmidt: Ernsthafte Risiken sind nicht bekannt. Wie bei allen Implantatbehandlungen, so sind auch hier Wundheilungsstörungen möglich. Bei Rauchern ist die Erfolgsquote von derzeit etwa 98,8% deutlich verringert. Bei Diabetes, Leukämie, Herzerkrankungen, schweren Störungen des Immunsystems oder der Einnahme unverträglicher Medikamente kann eine Implantation problematisch sein. In diesen Fällen sollte zuvor der Hausarzt gefragt werden.
Ist das neue Konzept für jeden geeignet, der keine Zähne mehr hat?
Dr. Schmidt: Ja, solange keine allgemeinmedizinischen Befunde gegen eine zahnärztliche OP sprechen. Voraussetzung ist zudem, dass ein bestimmtes Restknochenangebot vorhanden ist.
Was ist, wenn noch ein oder zwei Zähne stehen? Müssen diese dann gezogen werden?
Dr. Schmidt: Grundsätzlich sollte man gesunde Zähne nicht ziehen. Besser ist es, die noch existenten Zähne in ein anderes Implantatsystem zu integrieren.
Kann jeder Zahnarzt das neue System anwenden?
Dr. Schmidt: Grundsätzlich ja, er sollte aber implantologisch routiniert sein und über möglichst große Erfahrungen im Bereich der Sofortversorgung bzw. Sofortbelastung verfügen. Wichtig ist zudem ein erfahrenes zahntechnisches Labor.
Wie lange hält das All-on-4-System voraussichtlich?
Dr. Schmidt: Hierzu kann man keine Aussagen machen. Wie bei allen Implantatbehandlungen hängt der Langzeiterfolg (bei korrekter Durchführung) hauptsächlich von der guten Mundhygiene des Patienten ab. Außerdem darf es zu keiner Entzündung der Mundschleimhaut oder des Implantatbetts kommen. Deshalb ist eine kontinuierliche Individualprophylaxe wichtig.
Wie sieht eine gute Pflege aus?
Dr. Schmidt: Wie die eigenen Zähne, so sollten auch Implantate dreimal täglich geputzt werden. Wichtig ist eine zahnärztliche Anleitung. Denn falsches oder ungenügendes Putzen schädigt auf Dauer nicht nur die Zahnsubstanz, sondern kann auch zum Verlust eines Zahnimplantats führen.
Um Entzündungen auszuschließen, empfiehlt sich neben der gründlichen Pflege daheim mindestens alle sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Praxis.
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