Integrative Onkologie ist ein Schwerpunkt des 9. Sächsischen Krebskongresses am 18. April 2015 in Chemnitz
01.04.2015 / ID: 191837
Medizin, Gesundheit & Wellness
(NL/8707229573) Zum Thema Personalisierte Therapie seltener und häufiger Tumoren treffen sich Experten aus allen Bereichen der Therapie und Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen zum Erfahrungsaustausch. Dabei wird auch ein spezielles Programm für medizinisches Fach- und Assistenzpersonal angeboten. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Integrative Onkologie. In diesem Programmteil wird der renommierte Experte Prof. Dr. med. Josef Beuth von der Universität Köln die Teilnehmer über den aktuellen Stand in diesem Behandlungskonzept informieren. Veranstalter des Kongresses ist die Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache weltweit. In Sachsen erkranken im Jahr 29.000 Menschen neu an Krebs. Sie erfordern diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die auf Qualität und Unbedenklichkeit geprüft sind und deren Wirksamkeit belegt ist.
Vor allem in den letzten Jahren haben sich neben den Früherkennungs- auch die Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Tumorerkrankungen wie Brustkrebs und das Prostatakarzinom stark verbessert. Ein früh erkannter Tumor kann in vielen Fällen heute geheilt werden. Allerdings stellen der Lungenkrebs und das Melanom (Hautkrebs) die Ärzte immer noch vor Herausforderungen.
Die Nachfrage vieler Patienten nach Integrativer Onkologie resultiert aus dem verständlichen Wunsch, nichts unversucht zu lassen, um lebensnotwendige Therapiemaßnahmen zu optimieren und um Heilung oder Lebenszeitverlängerung zu ermöglichen, so Prof. Beuth von der Universität Köln. Vor diesem Hintergrund ist es besonders für medizinisches Fach- und Assistenzpersonal wichtig, immer auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft zu bleiben. Dies soll durch den Workshop auf dem Krebskongress ermöglicht werden.
Das Konzept der Integrativen Onkologie umfasst neben den erprobten Krebsstandardbehandlungen (u. a. Operation, Chemo-, Strahlen-, Hormon- oder Antikörper-Therapien) insbesondere auch Komplementäre Behandlungsmethoden (u. a. Ernährungs-, Sport- und Psychoonkologische Therapie sowie bedarfsangepasste, unbedenklichkeits- und wirksamkeitsgeprüfte medikamentöse Behandlungen). Definitionsgemäß sind Komplementärmedizinische Maßnahmen Ergänzungen oder Optimierungen der Krebsstandardtherapien. Sie sind mit Nachdruck zu unterscheiden von Alternativen Therapien, die erprobte Standardtherapien ersetzen sollen. Komplementärmedizinische Maßnahmen haben keinen eigenständigen Einfluss auf rezidiv-oder metastasenfreie Zeiten bzw. Überlebenszeiten. Sie können aber Nebenwirkungen mindern bzw. verhindern und somit die Lebensqualität stabilisieren, wie Prof. Beuth weiter erläutert. Daraus folgert schließlich, dass die Standardtherapien bezüglich Dosierung und Zeitintervall optimal verabreicht werden können, was die Chancen auf Heilung verbessert.
Des Weiteren gehören Vorbeugemaßnahmen sowie Lebensstiloptimierung zum Konzept der Integrativen Onkologie. Sowohl gesunde Menschen als auch Erkrankte nach Therapieende könnten durch ein gesundheitsbewusstes Leben zur individuellen Verhütung von Krebserkrankungen beitragen.
Der 9. Sächsische Krebskongress deckt thematisch viele unterschiedliche Tumorerkrankungen ab und stellt aktuellste Erkenntnisse aus den jeweiligen Fachbereichen dar. Damit soll ein breites Publikum mit onkologischem Bezug erreicht werden als Grundlage für ein vernetztes Zusammenarbeiten zum Wohle der Patienten.
Der Kongress unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Sozialministerin Barbara Klepsch tagt dabei nun schon zum dritten Mal in Folge in Chemnitz.
Weitere Informationen und Programm: <a href="http://www.skk2015.de" title="www.skk2015.de">www.skk2015.de</a>
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Sächsische Krebsgesellschaft e.V.
Schlobigplatz 23 08056 Zwickau
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