"Reifenwechsel" fürs Knie: Dank biologischem Überzug wieder wie neu
30.04.2015 / ID: 194251
Medizin, Gesundheit & Wellness
(Stuttgart/Tübingen) - In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen ist die Übertragung von Knorpelzellen zur Behandlung von punktuellen Knorpelschäden, beispielsweise im Knie, bereits Routine. Im Rahmen des von der BioRegio STERN Management GmbH initiierten Forschungsprojekts Regenerative Medizin in Neckar-Alb und Stuttgart, kurz REGiNA, werden Methoden entwickelt, um zukünftig ganze Oberflächen von Gelenken mit biologischen Transplantaten zu überziehen.
Es muss kein Marathon sein, aber eine Kiste Sprudel ins Haus tragen - das sollte doch möglich sein. Für viele Patienten mit Knorpelschäden in den Knien ist das schon zu viel. Eine solche Diagnose verhindert nicht nur sportliche Höchstleistungen, sie macht bereits alltägliche Bewegungen beschwerlich. In der Vergangenheit war ein künstliches Kniegelenk die einzige Möglichkeit, um sich wieder schmerzfrei bewegen zu können. Heute kann die Regenerative Medizin eine Alternative bieten.
In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen, die mit Hilfe der Übertragung von Knorpelzellen - Experten sprechen von der Autologen Chondrozyten-Transplantation, kurz ACT - die Oberfläche eines Knorpels wiederherstellen kann, steigen die Fallzahlen kontinuierlich an. Für Dr. med. Wilhelm Loewe, Facharzt für allgemeine Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie an der BG Klinik ist die Behandlung daher Routine. "In einer ersten Operation wird Knorpelmaterial entnommen, um es im Labor als Transplantat anzuzüchten", erklärt Dr. Loewe. "In einer zweiten OP wird das verletzte Knorpelteil ausgestanzt; hier wird dann das Transplantat eingelegt und eingenäht." Nach den minimalinvasiven Eingriffen entwickeln sich die neuen Zellen auf der defekten Stelle von einem zarten Überzug hin zu einem prall elastischen Kissen - das schließlich die volle Funktion des ursprünglichen Knorpels übernimmt.
"Das Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, ganze Oberflächen mit der körpereigenen Substanz überziehen zu können", so Dr. Loewe weiter. "Ähnlich wie bei einem Reifenwechsel, kann man aus einem verschlissenen Kniegelenk wieder ein neues Kniegelenk machen."
Einen Ansatz dazu entwickelt Privatdozent Dr. med. Bernd Rolauffs, Orthopäde und Unfallchirurg sowie Leiter des Labors für Biomechanik, ebenfalls an der Tübinger BG Klinik. "Wenn wir bei der Reparatur eine natürliche Gewebeumgebung herstellen können, wissen die Zellen sofort, was sie zu machen haben. Wir haben eine Methode entwickelt, die die Mikroumgebung der Zellen mit herausholt und erhält", erklärt Dr. Rolauffs. Aktuell sei man im Gespräch mit Unternehmen, die Knorpelprodukte herstellen, um diesen Ansatz zeitnah in der klinischen Praxis umzusetzen. "Die heutige Methode ist gut, aber mit der Mikroumgebung direkt aus dem menschlichen Gewebe wären die Implantate noch tausendmal besser."
Film ab! Ein neuer Film der BioRegio STERN Management GmbH (http://bioregio-stern.de) zeigt, was neuer Knorpel im Kniegelenk kann: https://youtu.be/dI4qhTsfImY
(https://youtu.be/dI4qhTsfImY)
Gesundheitsregion REGiNA: Eine Initiative der BioRegio STERN Management GmbH
Die Tübinger BG-Unfallklinik ist Projektpartner der Gesundheitsregion REGiNA.
Bildquelle: BioRegio STERN Management GmbH
Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Tübingen BioRegio STERN Management GmbH REGiNA biologische Transplantate Knorpelschaden Kniegelenk Autologe Chondrozyten-Transplantation
http://www.bioregio-stern.de
BioRegio STERN Management GmbH
Friedrichstraße 10 70174 Stuttgart
Pressekontakt
http://www.zeeb.info
Zeeb Kommunikation GmbH
Hohenheimer Straße 58a 70184 Stuttgart
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Dr. Klaus Eichenberg
08.11.2018 | Dr. Klaus Eichenberg
Hightech-Informationssysteme statt Zettel an der Lampe
Hightech-Informationssysteme statt Zettel an der Lampe
05.11.2018 | Dr. Klaus Eichenberg
Brücke für die Gesundheitstechnologie
Brücke für die Gesundheitstechnologie
24.10.2018 | Dr. Klaus Eichenberg
Schnellere Heilung ohne Narben
Schnellere Heilung ohne Narben
25.09.2018 | Dr. Klaus Eichenberg
Halbseitig Gelähmte üben mit VR-Brille in virtuellen Welten
Halbseitig Gelähmte üben mit VR-Brille in virtuellen Welten
13.09.2018 | Dr. Klaus Eichenberg
Saubere Verbindung von Logistik, Chemie und Medizintechnik
Saubere Verbindung von Logistik, Chemie und Medizintechnik
Weitere Artikel in dieser Kategorie
30.11.2025 | AuraNatura®
Fermentierte Pflanzenstoffe: Wie AuraNatura® das Immunsystem natürlich unterstützt
Fermentierte Pflanzenstoffe: Wie AuraNatura® das Immunsystem natürlich unterstützt
28.11.2025 | Helvetia Glow GmbH (ICONIQUE SKIN)
ICONIQUE Revolutionary Beauty Erfahrungen: Was Kunden über die Premium-Behandlungen sagen
ICONIQUE Revolutionary Beauty Erfahrungen: Was Kunden über die Premium-Behandlungen sagen
28.11.2025 | Arztpraxis Innere Medizin MVZ - Stuttgart
Winterzeit ist Grippezeit
Winterzeit ist Grippezeit
28.11.2025 | Gallenstein-Rebell Erik Mack
Ohne OP: So bekämpft Erik Mack Gallensteine natürlich
Ohne OP: So bekämpft Erik Mack Gallensteine natürlich
28.11.2025 | DERMATOLOGISCHE PRIVATPRAXIS DR. MED. ANNA BRANDENBURG
Wenn Haut-Regeneration neu gedacht wird
Wenn Haut-Regeneration neu gedacht wird

