Welt-Glaukom-Woche: Richtige Behandlung gegen schleichenden Sehverlust
07.03.2016 / ID: 220010
Medizin, Gesundheit & Wellness
(Mynewsdesk) Hennigsdorf – Das Glaukom (Grüner Star) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Unter dem Begriff werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die alle mit einer fortschreitenden Schädigung des Sehnervs einhergehen. Um Aufklärungsarbeit zu leisten und ein frühzeitiges Erkennen von Glaukom zu fördern, wurde die Welt-Glaukom-Woche (http://www.wgweek.net) ins Leben gerufen. Die Aktionswoche findet vom 06.-12. März 2016 in rund 80 Ländern statt.
Vorsorge ist das beste Mittel gegen Glaukom. Zu den Symptomen der schleichenden Augenerkrankung zählen Gesichtsfeldausfälle, die sich in blinden Flecken, schwarzen Punkten oder einer verschwommenen Sicht äußern können. Ein Glaukom ist besonders im fortgeschrittenen Stadium schwer therapierbar, wenn bereits ein schwerwiegender Schaden des Sehnervs eingetreten ist. Jedem zehnten Betroffenen droht die Erblindung.(1) Die Behandlung zielt im Wesentlichen auf die Senkung des Augeninnendrucks durch Medikamente und chirurgische Verfahren ab.
Diese Methoden sind jedoch nicht in der Lage, verloren gegangenes Sehvermögen wiederherzustellen. Anders bei der neuartigen EBS Therapie, einem nicht-invasiven und individuell auf den Patienten abgestimmten Stimulationsverfahren.
Die EBS Therapie: Schutz und Regeneration von geschädigten Nervenzellen
Der Therapieansatz basiert auf der Erkenntnis, dass es bei einer Schädigung des Sehnervs nicht unbedingt zu einer vollständigen Zerstörung des Gewebes kommt. Viele Zellen überleben das Trauma, sind aber in ihrer Funktion gestört. Hier setzt die EBS Therapie mit einer zweifachen Wirkung an: Zunächst verhindert ein Schutzeffekt, dass weitere Nervenzellen untergehen. Der wissenschaftliche Begriff dafür ist Neuroprotektion. Dieser Schutzeffekt bildet außerdem die Basis für den zweiten Wirkansatz, die Neuroregeneration. Durch die gezielten rhythmischen Stromreize wird der Stoffwechsel der Nervenzellen angeregt, was sie vor weiterer Degeneration schützt und die Wiederherstellung von Nervengewebe fördert.
„Die EBS Therapie kann das Sehvermögen verbessern – auch dann, wenn alle gängigen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind“, sagt Prof. Dr. Ellrich, Chief Medical Officer (CMO) und Leiter des Geschäftsbereichs Medizin bei EBS Technologies. „Zudem ist die Therapie schmerzfrei, risikoarm und hat sich in klinischen Studien bewährt.“ So zeigten die Studienergebnisse: Die mit der EBS Therapie behandelten Patienten wiesen eine deutliche Verbesserung des Sehvermögens im Vergleich zur Kontrollgruppe auf.(2) Auch die Glaukom-Patientin Margrit Kulwatz konnte mit der Behandlung Sehvermögen zurückgewinnen: „Natürlich habe ich noch Einschränkungen beim Sehen, aber das ist kein Vergleich zu früher. Ich bin sehr froh, dass ich mich für die EBS Therapie entschieden habe.“
Komponenten und Therapieverlauf
Das System besteht aus verschiedenen Komponenten, zu denen ein elektrischer Stimulator und ein EEG-Gerät gehören. Mittels einer speziellen Brille erhält der Patient Wechselstromimpulse, die individuell auf ihn abgestimmt sind. Dabei trägt er eine EEG-Kappe, die seine Hirnströme misst und an einen Monitor weiterleitet. Von dort kontrolliert der Therapeut den korrekten Ablauf und den Fortschritt der Behandlung.
Die Therapie umfasst zehn Sitzungen, die an zehn aufeinanderfolgenden Arbeitstagen durchgeführt werden. Jede Anwendung dauert inklusive Vorbereitung 70-90 Minuten.
Angeboten wird die Therapie aktuell in folgenden Behandlungszentren:
• Augenklinik am Wittenbergplatz, Prof. Dr. Carl Erb, Berlin
• Center for Vision Restoration, Dr. Anton Fedorov, Berlin
• MVZ an der Brandenburg Klinik, Prof. Dr. Michael Jöbges, Bernau
• Augenklinik MVZ, Prof. Dr. Thomas Neuhann, München
• Augennetzhaut Centrum Hannover, Nadja Salzmann & Dr. Thomas Köhler, Hannover
(1) http://www.glaukom.de
(2) Ellrich J, Pommerening U, Wundrich I: Transorbital electrical stimulation improves vision in patients with optic neuropathies. Abstracts of the 19th Annual Meeting of the North American Neuromodulation Society (NANS) 2015:53.
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