"Plasmaspenden hilft Leben retten"
20.05.2016 / ID: 227732
Medizin, Gesundheit & Wellness
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels (CDU) aus dem Rhein-Erft-Kreis besuchte heute das Plasmaspendezentrum am Hohenstaufenring in Köln. Bei einem Rundgang würdigte Dr. Kippels insbesondere das soziale Engagement der Spender: "Ich möchte all denjenigen danken, die sich Zeit nehmen und Plasma spenden, das für die Herstellung von lebensrettenden Medikamenten benötigt wird." Blutplasma ist der einzigartige Ausgangsstoff für zahlreiche Arzneimitteltherapien, die vor allem für Menschen mit seltenen und chronischen Erkrankungen überlebenswichtig sind - beispielsweise bei Hämophilie ("Bluterkrankheit") oder einem angeborenen Immundefekt.
Bei seinem Besuch sprach Dr. Kippels auch mit Lutz Kurnoth, der an einem Immundefekt leidet und auf Plasmapräparate angewiesen ist. Er ist Mitglied in der Patientenorganisation Deutsche Selbsthilfe Angeborene Immundefekte e.V. (dsai). Diese setzt sich seit nunmehr 25 Jahren für Aufklärung und Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Immundefekte ein. "Leider wissen immer noch viel zu wenig Menschen, wie wichtig es ist, Plasma zu spenden. Dieses Thema muss daher so oft wie möglich zur Sprache kommen, und es ist wichtig, ständig darüber zu informieren und aufzuklären", so Herr Kurnoth.
In Deutschland werden rund 16.000 chronisch kranke Menschen mit Blutplasmapräparaten behandelt. Doch der Bedarf an Blutplasma ist weitaus höher als die gespendete Menge. "Die Zahl der Patienten, die auf Plasmapräparate angewiesen sind, steigt. Dagegen nimmt die Zahl junger und gesunder Menschen, die bereit sind, regelmäßig Plasma zu spenden, immer mehr ab", berichtet der Ärztliche Direktor Dr. Ziyaie-Hochstrat.
Mit seinem Besuch bei der Plasma Service Europe GmbH in Köln wollte sich Dr. Kippels einerseits mit dem Ablauf einer Spende vertraut machen, andererseits ist es ihm als Mitglied des Gesundheitsausschusses im Bundestag ein wichtiges Anliegen dazu beizutragen, dass mehr Menschen Plasma spenden. Nach seinem Austausch mit Zentrumsmitarbeitern, einem Patienten sowie den anwesenden Spendern ist der Bundestagsabgeordnete überzeugt: "Jeder einzelne Spender trägt maßgeblich dazu bei, dass Patienten mit einer schweren, chronischen Erkrankung geholfen werden kann. Mit relativ geringem Aufwand kann jeder Einzelne mit seiner Spende außerordentlich viel Gutes tun."
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