Seltene Erkrankungen: Zahnärzte leisten Detektivarbeit
22.02.2023 / ID: 386345
Medizin, Gesundheit & Wellness
15 Prozent aller Seltenen Erkrankungen zeigen sich durch Symptome in Mund und Gesicht. Regelmäßige Besuche in der Zahnarztpraxis können eine Seltene Erkrankung aufdecken. So fallen bei einer Hypophosphatasie die Milchzähne früher aus. Darauf macht die Initiative proDente zum Tag der Seltenen Erkrankungen (Rare Disease Day) am 28. Februar aufmerksam.
„Leicht erkennbare Hinweise auf eine Seltene Erkrankung können Veränderungen der Zahnform oder der Zahnfarbe sein“, erläutert Dr. Romy Ermler, Vorstandsvorsitzende der Initiative proDente e.V. und Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). „Bei bestimmten Seltenen Erkrankungen ist auch die Anzahl der Zähne oder der Zeitpunkt ihres Durchbruchs in den Kiefer verändert.“ Experten schätzen, dass in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einer Seltenen Erkrankung leiden. Laut Europäischer Union ist eine Krankheit „selten“, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Insgesamt sind etwa 6.000 bis 8.000 verschiedene Seltene Erkrankungen bekannt.
Zahnärzte können Seltene Erkrankungen erkennen
Viele Betroffene haben eine Odyssee hinter sich - denn die Krankheitsbilder und Symptome sind nicht allgegenwärtig. Im Durchschnitt dauert es sieben Jahre, bis eine Seltene Erkrankung erkannt wird. Dabei können Seltene Erkrankungen schwerwiegend verlaufen und lebensbedrohlich sein. Genau wie auch bei anderen Erkrankungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind sie zu behandeln und es ist einfacher, einen schweren Verlauf zu vermeiden. Liegt ein Verdacht auf eine Seltene Erkrankung vor, kann die Hausärztin oder der Hausarzt an Fachärzte oder Universitätskliniken mit Zentren für Seltene Erkrankungen überweisen. Zahnärztliche Untersuchungen können dabei das Stellen der richtigen Diagnose entscheidend unterstützen.
Hypophosphatasie: Milchzähne fallen früher aus
Eine aktuelle Studie zeigt: Eines der Hauptsymptome einer sogenannten Hypophosphatasie ist das auffällig frühe Ausfallen der Milchzähne bereits zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr. Meist sind die unteren Schneidezähne betroffen. Die Seltene Erkrankung kommt mit einer Häufigkeit von 1:100.000 vor. Ein bestimmtes Enzym im Körper ist bei einer Hypophosphatasie weniger aktiv. Dadurch sind Zähne und Knochen nicht richtig mineralisiert. Weitere Symptome im Mund können eine Parodontitis bereits im Milchgebiss, der frühzeitige Verlust auch der bleibenden Zähne, eine verminderte Ausbildung von Zahnschmelz und Dentin sowie dünne, kurze Zahnwurzeln und Karies sein. Ein Gentest kann die Diagnose letztendlich bestätigen und die Behandlung ermöglichen. Denn die Studiendaten zeigen auch: Je früher die Hypophosphatasie erkannt und mit einer Enzymtherapie behandelt wird, desto besser ist die Prognose für die Betroffenen.
Firmenkontakt:
Initiative proDente e.V.
Aachener Straße
50858 Köln
Deutschland
022117099740
ricarda.wille@prodente.de
http://www.prodente.de
Pressekontakt:
Initiative proDente e.V.
Kropp
50858 Köln
dirk.kropp@prodente.de
022117099740
https://www.prodente.de
Diese Pressemitteilung wurde über PR-Gateway veröffentlicht.
Für den Inhalt der Pressemeldung/News ist allein der Verfasser verantwortlich. Newsfenster.de distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
Empfehlung | devASpr.de
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Kostenlos Artikel auf newsfenster.de veröffentlichen
Weitere Artikel von Initiative proDente e.V.
20.07.2026 | Initiative proDente e.V.
Karies ist ungleich verteilt
Karies ist ungleich verteilt
06.07.2026 | Initiative proDente e.V.
ABC-Schützen starten zahnfreundlich
ABC-Schützen starten zahnfreundlich
29.06.2026 | Initiative proDente e.V.
Essstörungen - die Zähne leiden mit
Essstörungen - die Zähne leiden mit
26.06.2026 | Initiative proDente e.V.
Wenn Schwüle auf Zahnprobleme trifft: Warum der Sommer zur Abszess-Saison wird
Wenn Schwüle auf Zahnprobleme trifft: Warum der Sommer zur Abszess-Saison wird
22.06.2026 | Initiative proDente e.V.
Gesunde Zähne googeln? proDente zuerst
Gesunde Zähne googeln? proDente zuerst
Weitere Artikel in dieser Kategorie
06.08.2026 | Sigma Zentrum
Burnout-Behandlung im Sigma Zentrum im Schwarzwald: Hilfe für Patientinnen und Patienten
Burnout-Behandlung im Sigma Zentrum im Schwarzwald: Hilfe für Patientinnen und Patienten
03.08.2026 | BEAUTYMANUFACTUR
Kosmetik-Overdose im Badezimmer: Wenn der aktuelle Gesichtspflege-Hype reifer Haut den Rest gibt
Kosmetik-Overdose im Badezimmer: Wenn der aktuelle Gesichtspflege-Hype reifer Haut den Rest gibt
03.08.2026 | doxx GmbH
Beruf und Familie in der Medizin besser vereinbaren - Zeitarbeit schafft neue Freiräume
Beruf und Familie in der Medizin besser vereinbaren - Zeitarbeit schafft neue Freiräume
03.08.2026 | ALZHEIMER DEUTSCHLAND - Ärztliche Interessensgemeinschaft TPS
Löwenmähne bei Alzheimer: Neue Humanstudien stärken Hoffnung auf wirksame Demenzprävention
Löwenmähne bei Alzheimer: Neue Humanstudien stärken Hoffnung auf wirksame Demenzprävention
31.07.2026 | Joanna Därr - Praxis für Naturheilkunde
Darmgesundheit und Stress: Praxis für Naturheilkunde Joanna Därr erklärt
Darmgesundheit und Stress: Praxis für Naturheilkunde Joanna Därr erklärt

