Pressemitteilung von Nils Traummann

"Sterne und Schlaf" - Nils Traummann verbindet Nachthimmel, Dunkelheit und Regeneration


20.07.2026 / ID: 444061
Medizin, Gesundheit & Wellness

Was geschieht mit dem Menschen, wenn der Himmel dunkel wird? Am 26. August


2026 verbindet der Veranstaltungsabend "Sterne und Schlafen" im Olbers-Planeta-

rium Bremen die Faszination des Nachthimmels mit Erkenntnissen über Schlaf,


Licht und den biologischen Rhythmus. Im Mittelpunkt steht Nils Traummann, er-

gänzt durch die astronomische Perspektive des langjährigen Himmelsbeobachters Horst Schröter.



Die moderne Nacht ist häufig heller, lauter und aktiver als der Tag früherer Generationen.


Künstliches Licht, Bildschirme, späte Kommunikation und permanente Erreichbarkeit ver-

längern den Wachzustand, während Dunkelheit zunehmend aus dem Alltag verschwindet.


Genau an dieser Schnittstelle setzt der neue Veranstaltungsabend "Sterne und Schla-

fen" im Olbers-Planetarium Bremen an.


Schlafcoach, Lifestyle-Speaker und Content Creator Nils Traummann macht die Nacht

zum Ausgangspunkt einer umfassenderen Betrachtung: Wie beeinflusst Licht die innere

Uhr? Weshalb benötigt der Mensch einen erkennbaren Übergang zwischen Aktivität und


Erholung? Und warum ist Dunkelheit nicht lediglich die Abwesenheit von Helligkeit, son-

dern ein biologisch relevantes Signal?


"Wir haben gelernt, die Nacht technisch zu überwinden. Wir können jederzeit arbeiten,

kommunizieren, konsumieren und Räume taghell ausleuchten. Biologisch bleibt der

Mensch dennoch auf den Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit angewiesen", sagt

Traummann. "Der Körper versteht keine gesellschaftliche Dauerverfügbarkeit. Er versteht

Zeitgeber."


Die Nacht als biologischer Raum

Der menschliche Schlaf-Wach-Rhythmus wird wesentlich durch Licht beeinflusst. Helles

Licht am Tag unterstützt Wachheit und zeitliche Orientierung. Am Abend erleichtert eine


deutlich geringere Lichtbelastung den Übergang in die biologische Nacht. Während des

Schlafens sollte die Umgebung möglichst dunkel sein.

Traummann überträgt diese Zusammenhänge in den Alltag. Dabei geht es nicht allein um


das sogenannte blaue Licht eines Smartphones. Entscheidend ist die gesamte Reizarchi-

tektur des Abends: Raumbeleuchtung, Bildschirmhelligkeit, Inhalte, Gespräche, Arbeits-

druck und die Frage, ob der Tag überhaupt einen erkennbaren Abschluss erhält.


"Viele Menschen versuchen, Schlaf erst in dem Moment zu organisieren, in dem sie be-

reits im Bett liegen. Dann ist es meistens zu spät", erklärt Traummann. "Schlaf beginnt


nicht mit dem Schließen der Augen. Er beginnt mit der Art, wie wir den Abend gestalten."

Der besondere Rahmen des Planetariums soll diese Zusammenhänge nicht nur sprachlich

vermitteln, sondern räumlich erfahrbar machen. Unter der Kuppel entsteht ein Umfeld, in

dem Dunkelheit, Sterne, Wahrnehmung und Zeit auf eine Weise zusammenkommen, die

im beleuchteten Alltag kaum noch erlebbar ist.

"Das Planetarium macht sichtbar, was uns draußen zunehmend verloren geht: Die Nacht

ist kein leerer Zwischenraum. Sie besitzt eine eigene Atmosphäre, eine eigene Ordnung

und eine eigene biologische Funktion", sagt Traummann.

Horst Schröter bringt den Blick in den Himmel ein


Die astronomische Perspektive des Abends übernimmt Horst Schröter. Der Bremer be-

schäftigt sich seit mehreren Jahrzehnten mit Astronomie, ist seit rund 50 Jahren Mitglied


der Olbers-Gesellschaft und arbeitet als Honorarkraft im Olbers-Planetarium. Gemeinsam

mit seiner Frau Mechthild beobachtet und dokumentiert er Polarlichter, Sonnenfinsternisse

und weitere Himmelsphänomene.

Schröters Erfahrungen verdeutlichen, wie stark die Wahrnehmung des Nachthimmels von

Dunkelheit und Geduld abhängt. Das menschliche Auge benötigt Zeit, um sich an geringe

Helligkeit anzupassen. Straßenbeleuchtung, Scheinwerfer oder helle Displays können

diese Anpassung innerhalb weniger Augenblicke unterbrechen. Auch bei der Beobachtung


von Polarlichtern sind deshalb ein dunkler Standort, die richtige Blickrichtung und ausrei-

chend Zeit entscheidend.


Damit entsteht eine unmittelbare Verbindung zum Schlaf: Sowohl astronomische Be-

obachtung als auch nächtliche Regeneration benötigen eine Umgebung, in der Licht nicht


permanent gegen die Dunkelheit arbeitet.

"Horst Schröter bringt den Blick nach oben ein, ich ergänze den Blick nach innen", sagt


Traummann. "Der Sternenhimmel zeigt, wie sehr die Nacht von Ruhe, Geduld und Wahr-

nehmung lebt. Beim Schlaf gelten ähnliche Prinzipien: Wer jede Phase kontrollieren und


beschleunigen will, erzeugt häufig genau die Aktivierung, die Erholung verhindert."


Aus einem Podcastgespräch entsteht ein neuer Veran-

staltungsabend


Die Idee zu "Sterne und Schlafen" entwickelte sich aus einer Begegnung im Umfeld des


Podcasts "Komplett irre" von Nils Traummann. Nach einem Gespräch über Polarlichtbe-

obachtung, Nachthimmel und die praktische Suche nach dunklen Orten entstand der An-

satz, Astronomie und Schlaf in einem gemeinsamen Format zusammenzuführen.


Der Veranstaltungsabend ist bewusst nicht als klassischer Fachvortrag angelegt. Vorgese-

hen ist eine Verbindung aus verständlich aufbereitetem Schlafwissen, persönlichen Erfah-

rungen aus der astronomischen Beobachtung und visuellen Elementen unter der Planeta-

riumskuppel. Im Zentrum steht die Frage, was die natürliche Nacht dem Menschen über


Rhythmus, Erholung und den Umgang mit künstlichem Licht vermitteln kann.

Traummann behandelt dabei unter anderem:

• die Bedeutung von Licht und Dunkelheit für die innere Uhr,


• den Unterschied zwischen Müdigkeit, Erschöpfung und tatsächlicher Schlafbereit-

schaft,


• die Wirkung später Bildschirm- und Mediennutzung,


• die Rolle gleichbleibender Abendroutinen,


• den Umgang mit Grübeln und mentaler Daueraktivierung,

• die Gestaltung eines schlaffördernden Übergangs zwischen Tag und Nacht,


• sowie die Frage, weshalb Schlaf nicht erzwungen, aber systematisch vorbereitet

werden kann.


"Es geht an diesem Abend nicht um die nächste Sammlung allgemeiner Schlaftipps", be-

tont Traummann. "Es geht darum, die Nacht wieder als zusammenhängendes System zu


verstehen. Licht, Umgebung, Verhalten und innere Aktivierung wirken nicht unabhängig

voneinander. Sie bilden gemeinsam die Bedingungen, unter denen Schlaf entstehen

kann."

Ein besonderer Rahmen im Olbers-Planetarium


Das Olbers-Planetarium befindet sich auf der Weserinsel in Bremen und wurde 1952 er-

öffnet. Jährlich besuchen rund 30.000 Menschen das Planetarium. Der Kuppelraum ver-

fügt über 35 Plätze, einen Durchmesser von sechs Metern und eine digitale Fulldome-An-

lage mit 4K-Beamerprojektion. Damit gehört das Haus trotz seiner kompakten Größe


zu den besonders intensiv genutzten Kleinplanetarien in Deutschland.


Die begrenzte Zahl an Plätzen schafft für "Sterne und Schlafen" einen konzentrierten Rah-

men. Anders als in einer großen Veranstaltungshalle sollen Inhalte, Projektion und Atmo-

sphäre unmittelbar ineinandergreifen.


"Der Ort ist Teil des Themas", sagt Traummann. "Über Schlaf zu sprechen, während über


den Köpfen der Nachthimmel sichtbar wird, verändert die Wahrnehmung. Die Inhalte blei-

ben nicht abstrakt. Sie erhalten einen räumlichen und emotionalen Bezug."


Schlafwissen zwischen Wissenschaft und Alltag

Traummanns Ansatz behandelt Schlaf als System aus Räumen, Reizen, Routinen und

klaren Grenzen. Diese Perspektive bildet auch die Grundlage seines Buches "Schlaf ist


kein Zufall", in dem er alltagstaugliche Strukturen für eine stabilere Schlafumgebung be-

schreibt.


Der Veranstaltungsabend führt diesen Gedanken weiter. Statt den Schlaf ausschließlich


als individuelles Problem zu betrachten, wird er in einen größeren Zusammenhang ge-

stellt: natürliche Hell-Dunkel-Zyklen, moderne Lichtumgebungen, gesellschaftliche Zeit-

strukturen und die zunehmende Schwierigkeit, den Tag tatsächlich zu beenden.


"Wir brauchen nachts nicht noch mehr Leistung. Wir brauchen Bedingungen, unter denen

der Organismus Leistung beenden darf", sagt Traummann. "Guter Schlaf beginnt dort, wo

der Tag eine Grenze bekommt."


Veranstaltungsdaten

Titel: Sterne und Schlafen

Datum: Mittwoch, 26. August 2026

Beginn: 19:00 Uhr

Ort: Olbers-Planetarium Bremen, Hochschule Bremen

Adresse: Werderstraße 73, 28199 Bremen

Eintritt: 10 € Vollzahler 6,50 € Ermässigt

Mitwirkende: Nils Traummann und Horst Schröter

Plätze: 35

Kartenverkauf über die Webseite https://planetarium-bremen.de/

des Olbers-Planetarium Bremen und an der Abendkasse.
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Nils Traummann
Herr Nils Traummann
Kornstrasse 129
28201 Bremen
Deutschland

fon ..: 0170 3139732
web ..: https://nils-traummann.de/
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