Pressemitteilung von Verein Women in Health IT – Frauen in der digitalen Gesundheitstechnologie Österreich

KI im Gesundheitswesen: Nutzen muss messbar sein


30.09.2026 / ID: 446600
Medizin, Gesundheit & Wellness

KI im Gesundheitswesen: Nutzen muss messbar seinWien, September 2026 – Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen verantwortungsvoll eingesetzt werden kann und Patienten tatsächlich davon profitieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt des w-HIT Breakfast „AI in Healthcare“ am 22. September 2026 in Wien.


Women in Health IT brachte Expert:innen aus Health IT, Digital Health, Life Sciences, Rechtswissenschaft, Technologie, Wirtschaft, Patientenorganisationen und öffentlichen Institutionen zusammen – und rückte dabei auch die Rolle von Frauen bei der Gestaltung von KI in den Fokus.


Künstliche Intelligenz braucht Diversität


KI wird zunehmend beeinflussen, wie Krankheiten erkannt, Therapien entwickelt und Entscheidungen im Gesundheitswesen getroffen werden. „Wenn wir über ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen sprechen, müssen Frauen mitdiskutieren und aktiv mitgestalten – in Forschung und Entwicklung genauso wie als Anwenderinnen und in Entscheidungspositionen.


Mit w-HIT machen wir Expertinnen und Gestalterinnen sichtbar und geben ihnen eine starke Plattform für Kooperation“, sagt Dr. Irene Fialka, Präsidentin von Women in Health IT. Die Partnerschaft mit AI Factory AI, WOMENinICT und Women in AI unter dem Dach von SheGoesAI zeigte, welches Potenzial entsteht, wenn Expertise aus Technologie, Gesundheit, Wissenschaft, Wirtschaft und Chancengleichheit zusammenkommt.


KI verändert den Workflow – nicht die Verantwortung


KI ist im Gesundheitswesen längst angekommen – von der Onkologie bis zur Notfallmedizin. Sie kann Diagnosen unterstützen, Fälle priorisieren und Therapieentscheidungen erleichtern. Entscheidend sind dabei Vertrauen, transparente Trainingsdaten und die Integration in den klinischen Alltag.


„Vertrauen ist eine Voraussetzung für KI im Gesundheitswesen. Dafür müssen Nutzer:innen verstehen, wofür ein System trainiert wurde – und wofür nicht“, betonte Markus Holzer, Founder und früherer CEO von Contextflow. KI werde die Radiologie nicht ersetzen, sondern ihre Arbeitsabläufe verändern. Die medizinische Verantwortung bleibe beim Menschen. Anwendungen wie Cancer4D von Aileen Health zeigen bereits heute, wie KI beispielsweise Therapieentscheidungen bei Brustkrebs unterstützen kann. Damit solche Lösungen erfolgreich sind, müssen sie Ärzten Zeit sparen, statt zusätzliche Arbeit zu verursachen, und ihren gesundheitlichen Nutzen nachvollziehbar belegen.


Patienten sind Teil der KI-Revolution


Auch Patienten nutzen KI längst, etwa um Symptome und Erkrankungen zu recherchieren. Das kann Orientierung geben, aber auch Ängste schüren. Umso wichtiger werden Gesundheitskompetenz und menschliche Kommunikation.


Die Experten waren sich einig: Es liegt auch in ihrer Verantwortung, KI und deren Ergebnisse für Patienten verständlich und nutzbar zu machen. Keine gute KI ohne gute Daten Die Qualität von KI hängt wesentlich von der Qualität und Vielfalt ihrer Trainingsdaten ab. Besonders wichtig ist es, Verzerrungen und blinde Flecken zu erkennen – gerade bei Gruppen, die in Gesundheitsdaten traditionell unterrepräsentiert sind, darunter Frauen und Kinder.


Die zentrale Botschaft der Diskussion: KI darf bestehende blinde Flecken des Gesundheitssystems nicht reproduzieren. Damit sie einen echten Mehrwert schafft, braucht es vielfältige Daten, klare Verantwortung und Lösungen, deren Nutzen für Patienten und das Gesundheitswesen messbar ist.

(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

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