Blattfarbstoff und Geruchskiller: Chlorophyll beschert uns den goldenen Herbst
04.10.2012 / ID: 81862
Medizin, Gesundheit & Wellness
Wenn das klare Licht der Herbstsonne die unzähligen Rot- und Gelbtöne der glänzenden Laubblätter erstrahlen lässt, versteht man sofort, warum man vom "goldenen" Herbst spricht. Dabei verdanken wir dieses beeindruckende Farbenspiel einer simplen Recycling-Maßnahme der Bäume: Sie ziehen den für die Grünfärbung verantwortlichen Blattfarbstoff Chlorophyll aus den Blättern ab, um ihn fürs nächste Jahr zu konservieren. Auch für uns Menschen ist Chlorophyll wertvoll, wenn auch für einen ganz anderen Zweck: er hilft, Mund- und Körpergeruch zu vermeiden.
Laubbäume retten das kostbare Chlorophyll
Chlorophyll ermöglicht es Bäumen, Sonnenlicht und Kohlendioxid in Zucker umzuwandeln, also in lebenswichtige Energie. Die Bildung von Chlorophyll ist jedoch ein sehr aufwändiger Prozess, für den vor allem Stickstoff benötigt wird. Dieser Nährstoff steht aber nur begrenzt zur Verfügung. Um den im Chlorophyll gebundenen Stickstoff zu retten, recyclen Bäume das Blattgrün, bevor es durch das Abwerfen der Blätter verloren geht. Sie ziehen es aus Blättern ab, zerlegen es in seine Bausteine und lagern es in Stamm und Ästen ein. Im Frühjahr greift die Pflanze wieder auf diese Depots zurück, um daraus neues Chlorophyll aufzubauen.
Wirksam gegen Enzyme und Bakterien
Erstaunlicherweise entfaltet Chlorophyll auch im menschlichen Körper eine ebenso wertvolle wie nützliche Wirkung. Es ist in der Lage, Mund- und Körpergeruch zu verhindern. Dieser Effekt beruht auf der Fähigkeit des Chlorophylls, die Aktivität eiweißspaltender Enzyme zu blockieren. Chlorophyll verhindert, dass zum Beispiel im Mund- und Rachenraum geruchsintensive Stoffe entstehen. Darüber hinaus hemmt es das Wachstum verschiedener Bakterienarten, die geruchsintensive Abbauprodukte bilden. Sie entstehen z.B., wenn Bakterien den eigentlich geruchlosen Schweiß auf der Haut zersetzen. Menschen können Chlorophyll über grünes Gemüse wie Grünkohl oder Petersilie zu sich nehmen. Seine Wirkung entfaltet es allerdings erst in konzentrierter Form (z.B. Stozzon Chlrophyll-Dragees aus der Apotheke).
Weitere Informationen zum Thema Mund- und Körpergeruch unter http://www.stozzon.de
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