Niederländische Karibikinsel Aruba fährt Straßenbahn
01.03.2013 / ID: 104052
Tourismus & Reisen
Auf der niederländische Karibikinsel Aruba gibt es nun das erste moderne Schienensystem der Kleinen Antillen. Die "Tram", wie die Einheimischen ihre neue Straßenbahn nennen, ver-bindet das Kreuzfahrt-Terminal mit dem Zentrum der Hauptstadt Oranjestad. Nachdem Tourismus-Minister Otmar Oduber und andere Honoratioren Ende Januar die erste Probe-fahrt unternahmen, sind die drei Züge seit dem 19. Februar im regulären Einsatz. Von Montag bis Samstag zuckelt die Tram zwischen 10 Uhr morgens und 1 Uhr nachts im Zwölf-Minuten-Takt über die Einkaufsstraße Caya G. F. Betico Croes und hält an acht Stopps. Solarzellen treiben die offenen, historisch anmutenden Wagons für bis zu 69 Per-sonen an. Eine Fahrt kostet einen US-Dollar. Die im Asphalt versenkten Rillenschienen stammen übrigens aus Deutschland: vom Duisburger Unternehmen TSTG. Mit realisiert wurde das Schienenbau-Projekt vom Essener ThyssenKrupp-Konzern.
Die Straßenbahn ist eine der Maßnahmen des "Bo Aruba"-Programms (Dein Aruba), mit dem sich die Insel herausputzt. Ziel ist, insbesondere die Innenstadt für Einheimische und Besucher neu zu beleben, attraktiver zu gestalten und gleichzeitig das historische Erbe zu schützen. Auch einen verbesserten Umweltschutz und Verkehrsentlastung hat sich die Regierung auf die Fahnen geschrieben.
Neue Fußgängerzone und Bäume
Die Umsetzung ist voll im Gange: Dank eines Restaurierungsprogramms erstrahlen verschiedene historische Gebäude in neuen Glanz und Zuckerbäcker-Farben. Die zentrale Straße Caya G. F. Betico Croes wird in eine Fußgängerzone umgewandelt und verschiedene Plätze neu angelegt. Al-lein am Plaza Daniel Leo werden 300 Bäume gepflanzt. Am Plaza Nicky Habibe erfreuen Wasser-Elemente die Kinder, während Bänke und Imbissbuden zum Verweilen einladen. In der ganzen Gegend entstehen neue Restaurants, Bars und Geschäfte.
Ein "Linear Park" verbindet zudem als längster Park der Karibik den Flughafen mit der Hotelzo-ne im Westen der Insel. Teil des Parks sind Fahrrad- und Fußgängerwege. Als nächstes steht die Erweiterung des Grüngürtels entlang der Straße zwischen dem Reina Beatrix Flughafen und dem Ort San Nicolas auf dem Programm. Auch hier werden Bäume gepflanzt und Radwege angelegt. Die zweitgrößte Gemeinde San Nicolas, die sich immer mehr zum aufstrebenden Tourismuszent-rum entwickelt, wird so auch für Fußgänger und Radfahrer leicht zu erreichen.
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