GDF SUEZ-Tochter Cofely errichtet Photovoltaik-Anlage auf Bremer Blocklanddeponie
15.11.2011
Umwelt & Energie
Mit 45 Metern Höhe ist die Deponie Blockland die höchste Erhebung in Bremen. Hier errichtet die Cofely Deutschland GmbH eine Photovoltaik-Anlage mit einer möglichen Gesamtleistung von rund 850 Kilowatt-Peak (kWp). Denn aufgrund der Steigung von etwa 20 Grad eignet sich das brachliegende Areal mit 40 Hektar Ablagerungsfläche und 100 Hektar Bebauungsfläche optimal zur Gewinnung von Sonnenenergie. Insgesamt lassen sich mit der Anlage circa 300 Haushalte mit Strom auf Basis regenerativer Energie versorgen und gleichzeitig etwa 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Das Photovoltaik-Projekt der Bremer Blocklanddeponie gehört zu den ersten dieser Art in Deutschland. Bereits Ende Dezember 2011 soll die Anlage nach nur drei Monaten Bauzeit ans Netz gehen.
Die Blocklanddeponie in Bremen zeichnet sich bereits durch einen hohen ökologischen Standard aus. So ist sie mit einer Basisabdichtung, einem Sickerwasserauffangsystem und einer Gasdränage ausgestattet. Gleichzeitig versorgt ein Blockheizkraftwerk mithilfe des Deponiegases die Betriebsgebäude mit Strom und Wärme.
Die Errichtung der Photovoltaik-Anlage auf dem Deponie-Gelände stellt jedoch besondere Anforderungen an Statik und Sicherheit: In einem ersten Schritt sorgt der Bremer Umweltbetrieb für eine regensichere Oberflächenabdichtung, sodass kein Wasser in die darunterliegenden Abfälle eindringen kann. Ein unabhängiges geologisches Gutachten überprüft zusätzlich die Eignung des Bodens für den Aufbau der Anlage. Erst im Anschluss daran folgen die 1,65 Meter tiefen Betonfundamente für die einzelnen Schraubpfähle. Ein Montagesystem aus feuerverzinktem Stahl und regelmäßige Statikprüfungen sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Für die etwa 3.500 Solarmodule mit jeweils 240 Watt Leistung setzt Cofely auf die Produkte der deutschen Firma Q.Cells, die über umfassende Erfahrungen im Bereich großer Photovoltaikanlagen verfügt. 60 Wechselrichter setzen den gewonnenen Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.
"Mehrere Hundert brachliegende Mülldeponien in Deutschland bieten ein hohes Potenzial zur Gewinnung von regenerativen Energien über Photovoltaik-Anlagen. Noch gibt es aktuell zwar nur wenige Projekte, doch zeichnet sich bereits jetzt großes Interesse am Markt ab. Wir sehen auf diesem Gebiet einen neuen Trend, der sich zu einem wichtigen Treiber bei der Verwirklichung der Energiewende entwickeln kann", sagt Uwe an Mey, Leiter Energieeffiziente Dienstleistungen der Cofely Deutschland Niederlassung in Berlin. "Ein solches Projekt wie bei der Blocklanddeponie in Bremen stellt jedoch hohe Anforderungen an den Anbieter. Dank unserer Erfahrung im Bereich regenerativer Energien sowie der Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnern können wir die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen."
Weitere Informationen zu Cofely Deutschland finden sich unter http://www.cofely.de.
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