Heizkosten sparen: Wer nicht investiert verliert!
12.01.2012
Umwelt & Energie
Intuitiv meinen die meisten Menschen, dass eine vorhandene Heizung gegenüber einer Neuanschaffung immer günstiger sein muss. Die ÖGUT-Studie des bekannten Energieexperten und vormaligen Leiters der Österreichischen Energieagentur, Mag. Michael Cerveny, zeigt klar, dass "Nichts Tun" sich nur dann rechnet, wenn die Energiekosten auf das niedrige Niveau des Jahres 2009 zurückgehen. Bei aktuellen oder steigenden Energiekosten führt der Weiterbetrieb mit Heizöl zu den höchsten oder zweithöchsten Kosten aller betrachteten Heizsysteme.
Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer des Verbandes proPellets Austria: "Die ÖGUT Studie bekräftigt eine von uns kürzlich durchgeführte Umfrage. Demnach planen 48 % der Öl-Heizer einen Umstieg auf andere Energieformen. Die meisten Befragten wollen auf Pelletheizungen oder Wärmepumpen umsteigen. Offenbar erkennen die Haushalte, dass sich Investitionen in neue Heizsysteme lohnen".
Entscheidend sind der Energieverbrauch und die Entwicklung der Energiepreise
Die Heizkosten für einen Haushalt setzen sich aus den Investitionskosten für die Heizanlage, laufenden Fixkosten, Serviceausgaben oder Kosten für den Rauchfangkehrer) und Brennstoffkosten zusammen. Im Allgemeinen weisen Öl- und Gasheizungen niedrige Investitionskosten und teure Brennstoffkosten, Holzheizungen hohe Investitionskosten und niedrige Brennstoffkosten auf. Die Heizkosten hängen zu einem guten Teil vom Energieverbrauch und den Annahmen betreffend die Entwicklung der Energiepreise ab. Diese wurde im Rahmen der Studie der ÖGUT im Detail analysiert.
Die Studie geht von realistischen, mit Installateuren festgelegten Investitionskosten aus und vergleicht die Ausgaben für den weiteren Betrieb einer alten Ölheizung mit der Erneuerung durch einen modernen Öl-Brennwertkessel, mit dem Umstieg auf Erdgas sowie mit dem Ersatz durch einen Pellet- oder Stückholzkessel. Wärmepumpen wurden nicht berücksichtigt, weil diese in der Sanierung meist aufwendige Investitionen in das Wärmeverteilsystem erfordern, deren Kosten schwer abzuschätzen sind.
Bestehende Ölheizung trotz Wegfall von Investitionskosten am teuersten
Unter Annahme, dass die aktuellen Energiepreise über die nächsten 20 Jahre konstant bleiben, zeigt sich, dass die Beibehaltung der alten Ölheizung die teuerste Variante ist, obwohl bei dieser keine Investitionskosten anfallen. Nur wenig besser schneidet die Errichtung eines modernen Ölbrennwertkessels ab.
Deutlich niedriger liegen die Kosten für die Pelletheizung, wenn das Objekt einen durchschnittlichen oder hohen Energieverbrauch hat, weil dann die Einsparungen beim Brennstoff stärker zum Tragen kommen. Die Kosten der Gasheizung liegen nur geringfügig über jenen der Pelletheizung, weil hier die Investitionskosten niedriger ausfallen. Am günstigsten schneidet in allen drei Fällen die Stückholzheizung ab. Der Arbeitsaufwand für das Einheizen mit Stückholz ist allerdings gerade bei Objekten mit größerem Wärmebedarf beträchtlich.
Für ein Haus mit niedrigem Energiebedarf besteht kaum ein Unterschied zwischen den Vollkosten der verschiedenen Systeme. Die laufenden Brennstoffkosten sind für Pellets aber nur rund halb so hoch wie für Öl. Lediglich der Anteil der Investitions- an den Gesamtkosten fällt in diesem Fall höher aus.
Legt man ein Szenario mit hohen Energiepreisen zugrunde, das aus heutiger Sicht wahrscheinlich ist, zeigt sich dasselbe Bild: Lediglich die Kostendifferenzen fallen, insbesondere bei Objekten mit mittlerem oder hohem Energieverbrauch, höher aus.
Das Fazit: Heizen mit der alten Ölheizung kostet in einem Haus mit einem Bedarf von 4000 l Heizöl pro Jahr bei hohen Energiepreisen fast 50% mehr als mit einer Pelletheizung.
Links:
Peter Hajek: Befragung von Haushalten mit Ölheizungen http://www.propellets.at/cms/cms.php?pageName=446
ÖGUT Studie zum Vollkostenvergleich von Heizsystemen http://www.oegut.at/de/themen/energie/vollkostenvergleich-heizsysteme-efh.php
http://www.propellets.at/
proPellets Austria
Hauptstrasse 100 3012 Wolfsgraben
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