Strategische Sanierung der Ruppertshalle Ruppertsweiler
12.05.2026 / ID: 441324
Umwelt & Energie
Die Resonanz bei der jüngsten Einwohnerversammlung in der Ruppertshalle war groß - und das aus gutem Grund. "Die Ruppertshalle soll wieder das werden, was sie über Jahrzehnte war: Ein Aushängeschild und zentraler Ort der sportlichen und geselligen Begegnung für die Region" so Klaus Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Das Architekturbüro GGP steuert diesen Weg - mit Fokus auf das Ergebnis und professioneller Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Als geschäftsführende Partnerin hat Nina Schäfer von GGP gemeinsam mit Michael Becker, der als Beigeordneter die Amtsgeschäfte des Mitte April zurückgetretenen Herbert Heid übernommen hat, den detaillierten Fahrplan für die Generalsanierung vorgestellt.
Transparenz bei Kosten und Finanzierung
Ein zentraler Punkt der Versammlung war die finanzielle Belastung der Bürger. Die Finanzplanung des Projekts stellte Kämmerer Daniel Goedel vor. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro.
Durch proaktive Fördermittelakquise konnten bereits Bundesmittel in Höhe von ca. 1,87 Millionen Euro in Aussicht gestellt werden. Um den Eigenanteil der Gemeinde von rund 2,1 Millionen Euro zu optimieren, werden zusätzliche Optionen wie Spenden oder Privatinvestoren geprüft. Die Gemeindemitglieder und Vereine wollen zusätzlich viel in Eigenleitung erbringen. So könnten bis zu 200.000 Euro eingespart werden. Das hier mit angepackt wird ist Ehrensache: Immerhin geht es um Ihre Ruppertshalle.
Energetische und funktionale Modernisierung Das Projekt ist weit mehr als eine Mängelbeseitigung des sichtbaren Wasserschadens an der Hallendecke. GGP transformiert den Innenraum der Mehrzweckhalle in ein zukunftsfähiges Objekt, der Außenbereich wird energetisch saniert:
-Nachhaltigkeit: Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, einer Photovoltaikanlage sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
-Architektur & Brandschutz: Die Glasfront zur Lemberger Straße wird zur Hälfte geschlossen, um die energetische Hülle zu optimieren und damit die Kosten im Rahmen zu halten, während der Innenraum inkl. Sanitäranlagen vollständig modernisiert wird.
-Barrierefreiheit: Integration barrierefreier Parkplätze und Optimierung der Wegeführung.
Termintreue als oberstes Gebot
Für GGP ist Prozesssicherheit oberste Priorität. Der Zeitplan steht:
-Startschuss Eigenleistung: Ab dem 8. Mai beginnt die Entkernung in Eigenregie, was die Kosten um bis zu 200.000 Euro reduziert.
-Planungsphasen: Bauantragstellung noch in 2026, Baubeginn 2027.
-Finalisierung: Die Beendigung der Maßnahmen ist für 2028 geplant, um die strikte Förderfrist bis 2029 sicher einzuhalten.
Über die Ruppertshalle
Die Ruppertshalle in Ruppertsweiler wurde ursprünglich im Jahr 1983 als Mehrzweckhalle errichtet und 1985 fertiggestellt. In den Folgejahren wurde der Gebäudekomplex an der Nord-Ost-Seite um einen Geräte- sowie einen Mehrzweckraum erweitert und Ende der 90er-Jahre durch eine Trapezblech-Dachkonstruktion baulich ertüchtigt. Heute fungiert das Gebäude als zentrale Versammlungs- und Sportstätte für die Region (Gebäudeklasse 3). Neben der Nutzung durch lokale Vereine für regelmäßige Treffen und sportliche Aktivitäten dient die Halle als wichtiger Ort für gesellige Zusammenkünfte. Eine Besonderheit ist die direkte Anbindung der Umkleiden an den benachbarten Sportplatz, die eine synergetische Nutzung durch den örtlichen Fußballverein ermöglicht. Aufgrund technischer Mängel und verschärfter Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) ist eine umfassende Generalsanierung unumgänglich, um den Betrieb langfristig zu sichern. Im Zuge der durch GGP gesteuerten Maßnahmen wird das Gebäude nicht nur funktional modernisiert, sondern auch energetisch auf das Niveau eines KfW 70 Hauses transformiert.
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)
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