HanseWerk-Unternehmen SH Netz ermöglicht mit Knoop-App Straßenbeleuchtung per Knopfdruck
13.10.2026 / ID: 447145
Umwelt & Energie
Ein Knopfdruck in der App, und schon ist die Straße hell beleuchtet: Diese einfache wie geniale Idee steckt hinter der Knoop-App von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), das zur HanseWerk-Gruppe gehört, und naymspace. Die App ermöglicht es Anwohnern, bei Bedarf für einen begrenzten Zeitraum die Beleuchtung auch nach der Abschaltzeit der Gemeinde einzuschalten. Nachdem ein Pilotprojekt in der Gemeinde Glasau (Kreis Segeberg) erfolgreich verlaufen ist, können künftig auch die Einwohner der Gemeinde Averlak (Kreis Dithmarschen) ihre Straßenbeleuchtung per App steuern."Die App bietet sowohl den Kommunen als auch den Einwohnerinnen und Einwohnern Vorteile", sagt Florian Rehs, Projektleiter bei SH Netz, das Teil der HanseWerk-Gruppe ist. "Sie ermöglicht erhebliche Energieeinsparungen, da die Straßenbeleuchtung nachts abgeschaltet werden kann, ohne die Sicherheit der Bürger einzuschränken. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann bei Bedarf das Licht für eine bestimmte Zeit selbst wieder einschalten."
Dadurch lässt sich die Brenndauer der Beleuchtung reduzieren, was nicht nur Strom spart, sondern auch die Lebensdauer der gesamten Anlage verlängert und Wartungskosten senkt. Die digitale Steuerung macht die Bedienung zudem flexibler und moderner - ganz ohne Vor-Ort-Einsatz an den Schaltschränken.
"Je nach bisherigem Verbrauch, Anzahl der Leuchten und Schaltzeiten können die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um bis zu 50 % sinken", so Rehs. Wer Zugang zur App für die Gemeinde bekommt, kann gesteuert werden. So wird etwaigem Missbrauch vorgebeugt.
Technisch möglich wird die Umsetzung mithilfe kleiner Steuermodule, die das HanseWerk-Unternehmen SH Netz pro Straßenstrang verbauen kann. Die Geräte werden mithilfe von LoRaWAN®-Funktechnologie aus der Ferne gesteuert. Sie sind kompakt und kosteneffizient.
Durch die bedarfsgerechte Steuerung der Beleuchtung kann die Gemeinde Averlak künftig ihre Straßenlampen schon deutlich früher abschalten. "Wir planen, künftig bereits um 21.30 Uhr statt bisher 0 Uhr die Beleuchtung abzuschalten", sagt Bürgermeister Olaf Tödheide. "Die Averlakerinnen und Averlaker können künftig selbst das Licht einschalten, wenn dies benötigt wird. Dadurch können wir Energie einsparen und gleichzeitig weiter die Sicherheit gewährleisten."
Geplant ist als nächster Schritt, die Lampensteuerung mit Alarmierungen der Freiwilligen Feuerwehr in der jeweiligen Gemeinde zu verknüpfen, berichtet Florian Rehs. "Sobald der Alarm eingeht, bleibt die Beleuchtung dann länger an. Das ermöglicht einen sicheren Weg - von der Anfahrt zum Gerätehaus bis hin zum Nachhauseweg nach dem Einsatz."
Nach Averlak planen weitere Kommunen in Dithmarschen die Einführung der Knoop-App. In St. Michaelisdonn ist die Technik bereits freigeschaltet.
Schleswig-Holstein Netz
SH Netz hat als bereits mehr als 120.000 Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen, hinzu kommen mehr als 50.000 Batteriespeicher. Bis 2030 investiert das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Effizienz des Stromnetzes. Damit wird es möglich, künftig noch mehr Energie aus Wind und Sonne in das Netz zu integrieren. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt mit intelligenten Ladelösungen die Elektrifizierung des Straßenverkehrs. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten wie beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.
SH Netz hat seine Standorte auf regenerative und biogene Energieträger umgestellt sowie die Elektromobilität in ihrer mehrere hundert Fahrzeuge umfassenden Flotte ausgebaut. Darüber hinaus setzt das Unternehmen fortlaufend Maßnahmen zur Optimierung des Strom- und Gasnetzbetriebs um. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel den SH Netz Cup in Rendsburg, das härteste Ruderrennen der Welt.
Die HanseWerk-Gruppe
Mehr als 3 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit den Schwerpunkten Netzbetrieb, dezentrale Energieerzeugung oder E-Mobilitätslösungen.
Die HanseWerk-Gruppe hat in den letzten Jahren über 120.000 Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 1.000 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Bis 2030 investiert das Unternehmen rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau und die Effizienz des Stromnetzes. Damit wird es möglich, künftig noch mehr Energie aus Wind und Sonne in das Netz zu integrieren. Gleichzeitig treibt die HanseWerk-Gruppe die Sektorenkopplung voran: Unter anderem durch den Einsatz moderner Großwärmepumpen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Mit intelligenten Ladelösungen unterstützt das Unternehmen die Elektrifizierung des Straßenverkehrs.
Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungs- und Innovationsprojekten zur Energiewende. Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von fast 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
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HanseWerk AG
Herr Ove Struck
Schleswag-HeinGas-Platz 1
25450 Quickborn
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