Radon als anerkanntes Gesundheitsrisiko: Wellness Sanofit GmbH informiert über Vorsorge in Wohnräumen
14.10.2026 / ID: 447265
Umwelt & Energie
Ein wissenschaftlich belegtes RisikoDie gesundheitliche Wirkung von Radon ist umfassend erforscht und international anerkannt. Das Internationale Krebsforschungszentrum IARC, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingerichtet wurde, stuft Radon als nachgewiesen krebserregend für den Menschen ein. Das Bundesamt für Strahlenschutz und die deutsche Strahlenschutz-Kommission schließen sich dieser Bewertung an. Eine wichtige Grundlage dieses Wissens bilden umfangreiche epidemiologische Studien an Bergarbeitern, die über viele Jahre hohen Radonkonzentrationen ausgesetzt waren, sowie breit angelegte Untersuchungen zum Lungenkrebsrisiko durch Radon in Wohnungen. Diese Studien wurden in verschiedenen Ländern durchgeführt und kommen zu übereinstimmenden Ergebnissen, was die Aussagekraft der Datenlage zusätzlich stärkt.
Der Wirkmechanismus ist dabei genau bekannt. Wenn Radon radioaktiv zerfällt, entstehen als Folgeprodukte radioaktive Isotope von Polonium, Bismut und Blei. Diese verbinden sich in der Luft rasch mit kleinen Schwebeteilchen wie Staub. Das gasförmige Radon selbst wird größtenteils wieder ausgeatmet, seine Folgeprodukte jedoch lagern sich beim Einatmen in der Lunge ab. Dort zerfallen sie weiter und senden energiereiche Alpha- und Betastrahlung aus, die das Lungengewebe schädigen kann. Der Körper verfügt zwar über Reparaturmechanismen, die viele dieser Zellschäden beheben. Bleiben Schäden jedoch bestehen, kann dies über die Zeit die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen.
Zahlen, die aufhorchen lassen
Wie bedeutend das Risiko ist, zeigen aktuelle Erhebungen des Bundesamts für Strahlenschutz. Demnach können rund sechs Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in der deutschen Bevölkerung dem Radon in Wohnungen zugeschrieben werden. Im untersuchten Zeitraum von 2018 bis 2022 entsprach dies etwa 2.800 Todesfällen pro Jahr. Damit ist Radon nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs überhaupt und zählt zu den bedeutendsten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Innenräumen.
Das Risiko steigt dabei nachweisbar mit der Belastung an. Pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft langjähriger Radon-Konzentration erhöht sich das Lungenkrebsrisiko um etwa 16 Prozent. Der Zusammenhang verläuft linear, das heißt, er nimmt gleichmäßig mit steigender Konzentration und mit der Dauer der Belastung zu. Besonders gefährdet sind Menschen, die rauchen oder geraucht haben, denn Rauchen und Radon verstärken sich in ihrer schädlichen Wirkung gegenseitig. Für diese Personengruppe erhöht sich das Lungenkrebsrisiko durch Radon daher besonders stark. Das Gas betrifft jedoch keineswegs nur Raucher, sondern stellt auch für Nichtraucher ein ernstzunehmendes Risiko dar.
Wichtig zu wissen ist, dass es keine völlig unbedenkliche Untergrenze gibt. Ein Schwellenwert, unterhalb dessen Radon mit Sicherheit nicht zu einer Erhöhung des Lungenkrebsrisikos führt, ist bislang nicht bekannt. Gesundheitliche Auswirkungen lassen sich in Studien statistisch ab einer Konzentration von etwa 100 Becquerel pro Kubikmeter nachweisen. Medizinische Untersuchungen haben bislang keine Belege dafür gefunden, dass langjährige erhöhte Radonkonzentrationen andere Erkrankungen als Lungenkrebs auslösen.
Referenzwerte und rechtlicher Rahmen
Zum Schutz der Bevölkerung hat der Gesetzgeber klare Vorgaben festgelegt. In Deutschland gilt mit 300 Becquerel pro Kubikmeter jeweils ein Referenzwert für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze, der einen guten Schutz bietet und zugleich im gesamten Bundesgebiet praktisch umsetzbar ist. Dieser Referenzwert ist mit dem europäischen Strahlenschutzrecht sowie mit den Empfehlungen internationaler Fachgremien vereinbar und im Strahlenschutzgesetz verankert.
Dabei ist der Referenzwert bewusst nicht als scharfe Trennlinie zu verstehen. Er stellt keine Grenze zwischen einer gefährlichen und einer ungefährlichen Konzentration dar, sondern dient als Maßstab für die Angemessenheit von Schutzmaßnahmen. Wird er in einem Aufenthaltsraum überschritten, sollte geprüft werden, ob sich die Radonkonzentration senken lässt. Auch unterhalb dieses Werts kann es sinnvoll sein, mit einfachen Mitteln eine weitere Reduzierung zu erreichen. Für Arbeitsplätze gelten dabei zusätzliche gesetzliche Anforderungen.
Betroffene Regionen und Eintrittswege
Radon tritt regional unterschiedlich stark auf, da seine Konzentration wesentlich von der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds abhängt. Wo einst Uranbergbau betrieben wurde oder uranhaltiges Gestein vorkommt, wird tendenziell mehr Radon freigesetzt. In besonders betroffenen Regionen wurden sogenannte Radonvorsorgegebiete ausgewiesen, in denen die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass der Referenzwert in Innenräumen überschritten wird. Das radioaktive Gas dringt durch Risse im Fundament oder durch nicht abgedichtete Kabel- und Rohrschächte in Gebäude ein und reichert sich in der Raumluft an. Besonders in Keller- und Erdgeschossräumen mit direktem Bodenkontakt können sich höhere Konzentrationen aufbauen, vor allem bei seltenem Lüften.
Messung schafft Gewissheit
Da Radon weder sichtbar noch riechbar ist, lässt sich eine Belastung ausschließlich durch eine Messung feststellen. Dafür wird ein Radonexposimeter im Wohnraum für mehrere Monate, idealerweise über ein ganzes Jahr, ausgelegt und anschließend von einem spezialisierten Labor ausgewertet. Diese Langzeitmessung liefert einen verlässlichen Durchschnittswert, da die Konzentration im Tages- und Jahresverlauf schwankt. Als besonders geeignet gelten die Wintermonate von Oktober bis April, in denen Fenster häufiger geschlossen bleiben und der Kamineffekt Radon verstärkt aus dem Boden ins Gebäude zieht.
Als Gründer der Wellness Sanofit GmbH betont Wolfgang Skischally, dass eine objektive Messung stets am Anfang jeder Vorsorge stehen sollte, da sich nur so die tatsächliche Situation im eigenen Zuhause beurteilen lässt. Die gute Nachricht: Eine erhöhte Belastung lässt sich in vielen Fällen bereits mit einfachen Mitteln senken. Regelmäßiges, gründliches Lüften der betroffenen Räume sowie das Abdichten von Eintrittsstellen im Fundament zählen zu den wirksamen ersten Schritten. Bei höheren Werten stehen bewährte bauliche Maßnahmen zur Verfügung, die auf die jeweilige Situation abgestimmt werden und in die Hände von Fachleuten gehören.
Über die Wellness Sanofit GmbH
Die Wellness Sanofit GmbH mit Sitz in Widnau befasst sich mit den Themen Baubiologie, Strahlenschutz und gesundes Wohnen. Zum Leistungsspektrum gehören Messungen und die Beratung rund um ein gesundes Wohnumfeld. Ziel des Unternehmens ist es, Bewohner sachlich und auf Grundlage gesicherter Erkenntnisse über Belastungen im Wohnraum aufzuklären und praxisnahe Wege zu ihrer Reduzierung aufzuzeigen.
Quellen:
• Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): "Gesundheitliche Wirkungen von Radon - So wirkt Radon auf die Gesundheit", http://www.bfs.de
• Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): "Radon", http://www.bfs.de
• Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: "Radon", http://www.bundesumweltministerium.de
• Zentrale Radonstelle des Landes Nordrhein-Westfalen: "Wie wirkt Radon auf die Gesundheit?", http://www.radon.nrw.de
Wellness Sanofit GmbH
Herr Wolfgang Skischally
Industriestrasse 64 -68
9443 Widnau
Schweiz
fon ..: +41 71511 22 69
fax ..: +41 7946 90 667
web ..: https://sanofit.ch/
email : pr@wolfgang-skischally.ch
Pressekontakt:
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