"Das ist Hightech pur und weltweit einzigartig" - ASANUS Medizintechnik setzt auf Industrie 4.0 in der Metal Eco City
26.04.2016 / ID: 225166
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Stuttgart, 26. April 2016 - "Wir werden in Jieyang eine Fertigung aufbauen, die weltweit einzigartig ist. Es wird die erste Industrie 4.0-Anlage sein, durch die wir die manuelle Fertigung der Operationsinstrumente auf maximal zehn Prozent reduzieren können - der Rest wird maschinell gefertigt. Das ist Hightech pur. Normalerweise beträgt die manuelle Herstellung 50 bis 60 Prozent", erklärt Armin Schorer, Geschäftsführer der ASANUS Medizintechnik GmbH. Die Produktionsstätte der intelligenten Fertigung entsteht derzeit in der Metal Eco City in Jieyang.
Das mittelständische Unternehmen mit Sitz bei Tuttlingen in Baden-Württemberg produziert chirurgische Instrumente und entwickelt Software für die Verwaltung und Logistiküberwachung der Instrumente. ASANUS bietet eine komplette Automatisierung im Instrumentenmanagement und der Materiallogistik. Extrem schnelles Lesen mit sehr hohen Reichweiten ermöglicht Krankenhäusern optimal kontrollierte und steuerbare Prozesse für Operationsbestecke sowie Verbrauchsmaterialien. Die Software ist ein intelligentes Verwaltungssystem mit der "Internet of Things"-Technologie. Per RFID-Chip wird die transparente Steuerung und Kontrolle der Instrumente in allen Prozessen, vor allem bei der Sterilisierung, gewährleistet. Dadurch wird der Prozessverlust um bis zu 70 Prozent reduziert. ASANUS gilt deutschlandweit als das innovativste Unternehmen in diesem Bereich und stattet weltweit Krankenhäuser mit seinen Instrumenten aus - in Deutschland unter anderem die Charite.
"Ich beschäftige mich seit 2010 mit dem chinesischen Markt - China ist ein sehr großer Markt, der auch in den kommenden Jahren noch immenses Wachstumspotential hat, gerade in der Medizintechnik", so Schorer. "Unsere Analysen machten jedoch schnell deutlich, dass in China ein direkter Zugriff auf den Markt notwendig ist. Man braucht hier einen eigenen Standort, der Fertigung, Vertrieb, Marketing und auch Weiterbildung vereint. Die intelligente Produktion macht es möglich, die Herstellungskosten auch langfristig auf gleichem Niveau zu halten - unabhängig vom steigenden Lohnniveau in China."
Für den Eintritt in den chinesischen Markt hat ASANUS ein Joint Venture mit einem chinesischen Investor gegründet. Deutschland und China kooperieren eng im Bereich der intelligenten Produktion, setzen dabei auf Innovationspartnerschaften. "Industrie 4.0" trifft auf "Made in China 2025".
Die Produktionshalle der "Asanus Medical and Information Technology" wurde bereits gebaut, der Maschinenpark ist bestellt und das technische Konzept zusammengestellt. Eine Akademie für Medizintechnik ist ebenfalls Teil des Gesamtkonzeptes. ASANUS will seine chinesischen Kunden im Umgang mit der Software und im Prozessmanagement schulen.
Erstmals in Jieyang war der Unternehmer Schorer Anfang 2014. "Bei meinem ersten Besuch war die Metal Eco City noch eine große grüne Wiese - ich hatte großen Respekt vor dem Vorhaben, dachte aber auch, das Ganze sei zu groß, für ein kleines mittelständisches Unternehmen wie wir es sind. Auch infrastrukturell erschien mir Jieyang nicht optimal", erinnert er sich. "Doch die Mentalität der Verantwortlichen in Jieyang, der Wille und Fleiß der treibenden Kräfte, hat mich sehr beeindruckend. Als ich mit einem deutschen Unternehmer gesprochen habe, der seit 15 Jahren sehr gute Erfahrungen mit seiner Produktion in Jieyang macht, war ich endgültig überzeugt. Meine Entscheidung war goldrichtig. Das große Netzwerk, die Kontakte zu Behörden und Absatzmärkten in der Metal Eco City, helfen sehr beim Markteinstieg."
In China ist das Interesse an der deutschen Technologie groß. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein wichtiger Baustein des 13. Fünfjahresplans der chinesischen Regierung, der im März verabschiedet wurde. Krankenhäuser in ganz China haben bereits Interesse bekundet an der innovativen Technologie von ASANUS. Die Verkaufslizenz liegt seit dieser Woche vor. Aktuell ist Armin Schorer noch auf der Suche nach deutschen Fachkräften, die mit nach Jieyang gehen. Im Herbst 2016 soll die Hightech-Produktion der chirurgischen Instrumente starten - Anfangs mit 50.000 bis 100.000 Instrumenten im Jahr. 2022 soll sich die Stückzahl in einem mehrstelligen Millionen-Bereich befinden. "Das gibt der chinesische Markt auf jeden Fall her." Weitere Informationen zur Metal Eco City unter http://www.metal-eco-city.com. (http://www.metal-eco-city.com.)
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