Verbandsmitglied, Fachwissen, Kaufvertrag: Woran erkenne ich einen guten Hundezüchter?
12.10.2011 / ID: 31858
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Frankfurt, den 12. Oktober 2011. Besonders in der Vorweihnachtszeit machen sich Tierliebhaber auf, um einen jungen Hund zu erwerben - häufig als Geschenk an Heiligabend. Viele wenden sich in der Hoffnung auf ein gesundes und reinrassiges Tier an Züchter. Doch was macht einen seriösen, qualifizierten Züchter aus? Und woran lässt er sich erkennen?
Ein guter Züchter sollte Mitglied beim Verband für das Deutsche Hundewesen oder einem der angeschlossenen Vereine sein und schon mehrere Würfe betreut haben. Kaufinteressenten sollte er einen Stammbaum und ein Wurf-Abnahmeprotokoll mit Angaben zu möglichen Krankheiten vorweisen können. Auch auf Fachfragen sollte er fundierte Antworten geben können. So kann ein qualifizierter Züchter über durchschnittliche Lebensdauer, Größe und Gewicht sowie optimales Futter informieren.
Ein qualifizierter Züchter hält nicht mehr als ein bis zwei Rassen und nur so viele Tiere, dass er sich jedem individuell zuwenden kann. Er bietet Welpen Platz für Auslauf und sorgt für ein sauberes und warmes Plätzchen in der Nähe des Muttertieres. Auch ermöglicht er Kontakt zu anderen Tieren und Menschen, was sich beispielsweise darin zeigt, dass Welpen nicht scheu sind und interessiert auf andere Personen zugehen. "Idealerweise sollte es möglich sein, sich davon auch bei unangekündigten Besuchen beim Züchter überzeugen zu können", rät Tierarzt Dr. Wilfried Tiegs.
Unterbringung, Pflege, Fütterung: gute Züchter fragen nach
Weitere Qualitätsmerkmale sind ein Kaufvertrag und ein "Starterpaket" mit den wichtigsten Fütterungsinformationen und einem festgesetzten Zeitpunkt für die nächste Wurmkur. Ebenfalls ein positives Zeichen ist es, wenn der Züchter nicht auf den Abschluss drängt und nach der voraussichtlichen Unterbringung, Pflege und Fütterung fragt.
Ferner gibt ein vertrauenswürdiger Züchter Welpen nicht vor einem Alter von acht Wochen ab. Bis dahin hat er die Tiere durch eine Tätowierung oder einen Chip eindeutig kennzeichnen und mindestens einmal gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten impfen lassen. Beim Verkauf händigt er einen Impfpass aus und weist auf weitere Termine hin. "Wollen die Besitzer ihren neuen Liebling bestmöglich versorgen, sollten sie die empfohlenen Impftermine wahrnehmen. Mit einer Tierkrankenversicherung können sie sich gegen dabei entstehende Kosten absichern ", so Dr. Tiegs. Der Komforttarif der Helvetia PetCare zum Beispiel beinhalte eine Pauschale für die Gesundheitsvorsorge, die neben Impfungen auch Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel sowie Zahnprophylaxe enthalte.
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