Eine angemessene Entlohnung nach Tarif: Erneute Protestaktion bei Brenntag in Hamburg-Harburg
19.03.2025 / ID: 425919
Unternehmen, Wirtschaft & Finanzen
Harburg // Bei einer erneuten Protestaktion vor den Werkstoren der Brenntag GmbH in Hamburg-Harburg versammelten sich am Montag, 17. März, rund 40 Beschäftigte des Betriebs - was 70 Prozent der Belegschaft entspricht -, um ihren Unmut kundzutun. Ihre Forderung: ein Haustarifvertrag. Denn obwohl die Brenntag GmbH ein DAX-notierter Konzern ist, existiert kein Tarifvertrag. Dementsprechend werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nach Tarif bezahlt. Eine erste Protestaktion hatte es bereits im September gegeben. Bislang hat die Geschäftsführung im Hinblick auf einen Haustarifvertrag aber noch kein Entgegenkommen gezeigt. Ausgestattet mit Banner, Trillerpfeifen, Ratschen und Fahnen machten die Beschäftigten nochmals deutlich, dass es ihnen ernst ist. „Was die Beschäftigten fordern, ist nichts weniger als eine faire Vergütung – so wie sie im aktuellen Chemie-Tarifvertrag geregelt ist. Bei Brenntag arbeiten Fachkräfte. Warum sollten diese nicht genauso angemessen bezahlt werden wie andere Fachkräfte in der Branche?“, sagt Tobias von Pein, IGBCE-Gewerkschaftssekretär. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) hatte die Protestaktion unterstützt.
Gemeinsam mit der Gewerkschaft appelliert der Betriebsrat an die Geschäftsführung, endlich ein akzeptables Angebot für alle Beschäftigten vorzulegen. Weitere mögliche Protestaktionen bis hin zu einem Arbeitskampf sind nicht ausgeschlossen.
Brenntag ist der Weltmarktführer in der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen. Der Konzern betreibt ein Netzwerk aus mehr als 600 Standorten in 72 Ländern. Hauptsitz der Brenntag GmbH ist Essen.
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